Donnerstag, 23. Juni 2016

HBWR Sprechstunde "Homöopathie"



Erst dachte ich mir, ich schreibe über Evita und ihren Heilungsprozess….aber irgendwie ist das schon wieder langweilig, weil vorbei. Dass es zu einer Heilung kam, dessen war ich mir sicher. Dass es jedoch so schnell ging, beweist nur, in welcher Verfassung Evita insgesamt war…vor der Schlagverletztung.
 
Also habe ich beschlossen Homöopathie zu erklären. Die Erklärung entspricht keiner unserer heutigen Erkenntnisse der Wissenschaft, weil das Wissen um Energien noch in den Kinderschuhen steckt und wir noch keine Möglichkeit haben sie zu beweisen; wird auch schwierig. Wir sind nicht mit entsprechenden Möglichkeiten der Evolution ausgerüstet worden. Das kann auch noch dauern. Solange klauen wir Erfolgsrezepte aus dem Pflanzen-, Tier-, Mineralreich.

Mir ist das unterdessen ziemlich egal. Ich folge lieber meinen Erfahrungen und Beobachtungen.

Heute möchte ich gerne über diese Beobachtungen schreiben, die schon viele Wissenschaftler beschäftigt haben. Ganze Volksgruppen verdienen damit ihr tägliches Brot und werden dafür belächelt. Naja, das mit der Scheibe und dem Globus wurde auch durch Beobachtungen gelöst, bis sie mit entsprechenden Mitteln bewiesen werden konnten.

Woher kommen diese vielen chronischen Erkrankungen?

Sie entstehen aus einer Aneinanderreihung von Unterdrückungen. Wir unterdrücken Krankheiten, wir unterdrücken unsere Entwicklung, wir unterdrücken Emotionen, wir unterdrücken alles Mögliche, weil unsere eigentliche Währung, die der Lebensenergie zu der Währung von Geld und Macht umgewandelt wurde.

 Je mehr wir werden, desto mehr müssen wir auch unterdrücken. Ab und zu platzt es aus uns raus und trifft einen anderen, der dann leider den Inhalt des Geplatzten an seiner Haut kleben hat. Bekommt er es verarbeitet, ist alles gut. Bekommt er es nicht verarbeitet, reicht er es einem anderen weiter oder wird krank.

Ich habe schon mal darüber geschrieben, dass unsere DNA der Großrechner unserer Evolutionsgeschichte ist und wir keine 20% davon benennen können. Der extrazelluläre Raum besteht aus einer Flüssigkeit von der wir nicht viel wissen und wie schon erwähnt ist unser Gehirn so gut wie gar nicht erforscht.

Ich bitte die Leser, das immer wieder zu bedenken! Und den Text, den ich jetzt schreibe erst mal wirken zu lassen.
 
Was wir kennen ist der Citratzyklus und damit fängt alles Leben an:
Unser Stoffwechsel macht nichts anderes, als die Nährstoffe zu filtern und sie in Form von ADP in die Zelle zu bugsieren. Dort warten sie schon, unsere winzigen Bewohner, die da eigentlich durch Zufall hineingeraten sind und eine Zellteilung überhaupt erst möglich gemacht haben, unsere Mitochondrien. Diese werden mit dem ADP verköstigt. Dort wird es in viele kleine Bestandteile zerkleinert und mit zusätzlichem Phosphor versehen. Das große Wunder ist, dass das ATP in rauer Menge produziert wird, welches unseren gigantischen Körper am Leben hält. Kein ATP kein Leben, keine Mitochondrien, kein Leben!

Es stellt sich schon die Frage, ob wir nicht einfach nur ein Wirtstier sind, so wie die Erde für uns ein Wirtstier ist, das wir zu bestimmen glauben.

Nehmen wir zu viel oder zu wenig ADP in uns auf, weil die Nahrung vergiftet, tot oder falsch ist…auch Luft und Wasser gehört zur Nahrung, entsteht ein Ungleichgewicht in uns. Wenn man sich das unter dem Mikroskop anschauen würde, würde das Gleichgewicht kippen und das Mikrobiom würde aus den Fugen geraten…frei nach dem Motto: Survival of the Fittest. Der die Veränderung am besten umsetzen kann, wird sich vermehren und Nachkommen produzieren, nicht wissend das sein Verhalten für das Große/Ganze tödlich sein kann.

Das ganze Ökosystem (wir), wird durcheinandergeschüttelt und wir verändern uns, körperlich wie geistig. Ich weiß, der Gedanke, dass wir nur Wirtstiere sind und wir von Viren gelenkt werden noch grotesk erscheint….nicht für mich, weil es die Arbeit so einfach macht.

Kurzer Schlenker…..auch mein Mann hielt diese These für ein völlig absurdes Gebilde meiner Gehirnwindungen, bis er eine Dokumentation sah, deren Inhalt war, wie Pilzsporen eine Ameise dazu brachten, einen Halm hinauf zu klettern, sich da fest zu beißen, damit der Babypilz entspannt in die Sonne wachsen kann, um von dort aus seine Sporen zu versenden. Am Boden wäre ihm das nicht gelungen.

Also, ein Ungleichgewicht bewirkt, dass das Ökosystem kippt und sich verändert….wir verändern uns. Das ist jetzt nicht weiter schlimm….solange wir die Veränderung umsetzen können.
Interessant wird es, wenn pathogene Formen immer deutlicher werden, wenn unser Energiegebilde mit dem Körpergebilde nicht mehr übereinstimmt…

Aber was beinhaltet dieses Energiegebilde….unsere Seele???
Es muss unsere Seele sein, sonst gäbe es keine Erkrankungen. Das ist eine ganz einfache Schlussfolgerung. Es muss noch etwas Anderes geben.

Homöopathen diskutieren diesen Punkt nicht, weil diese Diskussion keinen Sinn macht. Nun gehe ich den Weg, den ich für mich gewählt habe und versuche ihn zu erklären.

Ich mache ihn an einem Superklichee fest, weil es einfach zu verstehen ist:
Ein Mensch wird als Bauer geboren und wird aufgrund seines Fleißes oder Glück reich. Er fühlt sich als König. Leider ist das Leben des Königs auch nicht nur mit Rosenwasser gesegnet und er wird das Verhalten des Königs nicht umsetzen können, wie ein Löwe sich nicht wie ein Schaf verhalten kann, auch wenn sich die Situation verändert hat. Das wird ihn einschränken in seiner Freiheit und seinen Fähigkeiten in der Gegenwart und er wird auf die Gegenwart nicht adäquat reagieren können.
Unsere Seele wird geboren als König, Bauer, Prinzessin, Engel, etc. je nach Struktur entspringen wir dem Pflanzen-, Tier- oder Mineralreich…so ist unsere DNA aufgebaut.

Nehmen wir das Tierreich:
Tiere am Boden…z.B. die Schlange. Auch da gibt es König und Bauer. Lachesis: Sie ist giftig, schutzlos, aggressiv, liebt Sand, Hitze, vernichtet alles, was sich bewegt…..man muss sich das Tier nur anschauen….hahaha…..und in die Reithallen blicken….schmunzel!!! Kleiner Scherz!

Die Königscobra: Sie ist die Königin der Schlangen. Sie kann drohen, täuschen, sich verstecken. Sie ist die gutmütige Schlange, die sich in voller Größe aufrichten kann, um den Feind zu beeindrucken. Sie liebt es im Dunkel und Kühlem zu schlafen. Aber…und jetzt kommt es, ihr Gift ist unwiederbringlich tödlich. Ihre Schutzfunktion der Aggressivität ist nicht so ausgeprägt wie die der Lachesis, weil sie besondere Talente der Verteidigung und des Schutzes hat, was der Lachesis fehlt.
Wird die Königscobra gezwungen zu leben wie die Lachesis, wird sie unter der plötzlichen Veränderung leiden, sich anpassen müssen oder sterben, sie wird beißen müssen, obwohl sie nicht töten will. Sie muss lernen, dass Drohung nichts bringt.
Muss sie sich Beine wachsen lassen, werden diese sie ihr Leben lang peinigen. Ihr Talent liegt in der Häutung, in der Kraft sich aufrichten zu können bei Gefahr, in der Täuschung und ihrem tödlichen Gift.

Ein Mensch der als Königscobra geboren wurde, benötigt ein sicheres Zuhause, liebt kühle Räume während des Schlafes, liebt die Harmonie, richtet sich auf bei Bedrohung, kommt gut mit sich alleine zurecht. Man kann sie leicht verletzen, weil sie ein Tier des Bodens ist und nicht weglaufen kann….usw.

Ich habe das System nach Leben und Krankheit und wie es funktioniert, sehr stark vereinfacht. Für diejenigen, für die das eher befremdlich erscheint, können darin auch eine Metapher sehen.

Wenn wir uns jetzt zum Wirtstier reduzieren, wird das Schema ganz einfach. Veränderung am Körper hat mit Veränderung des Mikrobioms zu tun, während die Seele (Energieblase oder Gedächtnis…oder, oder…) immer gleich bleibt.

Wie schon erwähnt ist es mir ziemlich egal, wie es zu den Ergebnissen kommt. Für mich ist entscheidend, dass es herausragende Ergebnisse gibt. Aus meiner Erfahrung und meinem Wissensschatz heraus, habe ich mich auf den Weg gemacht, mich in den Sumpf des Unerklärbaren zu begeben, weil es einfach sauspannend ist. 

Woraus sich mal wieder die Frage entwickelt, warum krallen wir uns so sehr an  Eigenschaften und Wissen fest, welches in der Vergangenheit erworben wurde.

Jede Veränderung oder jedes Ereignis schafft zunächst einmal einen akuten Hirnalarm. Können wir diese Veränderung in positive Energie umwandeln oder aber das Ereignis als wohltuend empfinden. ist alles im grünen Bereich. Passiert zu viel, wird erst mal der Frachter beladen. Irgendwann ist der Frachtraum voll und die Ware wird entsorgt. In unserem Fall ins Unterbewusstsein. ein Leben lang packen wir dann die Container voll und versenken sie

Für jedes Problem oder auch Ereignis das wir in schneller Folge bekommen/erfahren, schaffen wir entweder ein Plätzchen aus Kompromissen oder schließen sie weg, können wir sie in der Akutphase nicht lösen, weil zu viele oder zu schnell. Sie brodeln im Untergrund und bahnen sich einen Weg durch unsere Seele oder unseren Körper, je nachdem wer nachgiebiger ist, verliert.

Die Schulmedizin bietet Lösungen für akute Problematiken. Diese schleichenden, rezidivierenden Prozesse sind eine Errungenschaft der Moderne, wofür es noch keine Lösung gibt.

Ich weiß auch nicht wie diese gefunden werden soll.
Es macht doch keinen Sinn, den Körper aufzuschneiden, um nach schlechten Energien zu suchen.
Diese krankmachenden Energien können überwunden werden….

Ich kehre zurück zu meinen Wurzeln und werde Bauer. Ich will König werden und entwickle mich weiter zum König und verhalte mich wie einer. Ich mache nichts und werde krank.
Ein König der Erde kann nicht zu einem König der Lüfte werden und umgekehrt. Aus einem Bauer wird kein Pilot!!!!

Und Piloten, die mit dem Traktor rumcruisen und Kartoffeln pflanzen…das lassen wir lieber, da würde die Menschheit verhungern, weil sie versuchen würden dem Traktor das Fliegen beizubringen :-))

Jetzt habe ich genug über die Funktionsmechanismen der Homöopathie geschrieben. Vielleicht ist dem einen oder anderem aufgefallen, dass das was uns krank macht im Unterschied der Dynamik liegt; die uns erreicht, in welcher Geschwindigkeit und wie schnell wir in der Lage sind Themen zu bearbeiten, damit wir im Gleichgewicht bleiben und mit uns unsere Bewohner. 

Geraten wir ins Ungleichgewicht, gerät unser Mikrobiom ins Ungleichgewicht. Dann verändern wir uns in unserer Dynamik und schaffen auf der Erde das große Ungleichgewicht, was uns dann wieder krank macht...usw...


Dienstag, 14. Juni 2016

HBWR Sprechstunde "Mahlzeit"



Heute nehme ich mir mal das Thema Ernährung vor!!! 

Zu viele Menschen haben zu wenig Ahnung von richtiger Ernährung, was sich bei den Tieren wiederspiegelt.

Zunächst essen viele Menschen das Falsche. Das ist jetzt nicht wirklich der Burner an Information. Was aber viel interessanter ist, dass die vermeintlich Gesunden auch unter falscher Ernährung leiden.
Spätestens bei Hund, Katze, Pferd wird das dann doch sehr auffällig.

Da es in meinen Besprechungen hauptsächlich um das Viechzeug geht, bleibe ich zunächst mal dabei.

Tiere – wie auch Mensch – nehmen in der Regel 100 % Energie in sich auf, wenn sie Nahrung aufnehmen. Beim Menschen teilt sich Ernährung in Kohlehydrate, Fette und Eiweiße auf…beim Tier auch. Der Unterschied liegt in der Verwertbarkeit, und dass Pflanzenfresser Zellulose aufbereiten können, was der Mensch nicht kann, bzw. nicht können sollte.
Diese 100% bilden eine Torte bestehend aus Kohlehydrate, Fette und Eiweiße. Futtert das Pferd von dem einen zu viel, entsteht ein großes Ungleichgewicht.

Es ist bekannt, dass zu viel von einer bestimmten Komponente Entzündungen hervorruft. Man kennt die Verbindung zu Krebs und autoimmunen Prozessen beim Menschen. Bei den Tieren brauchen wir nur noch etwas zu warten.
Von dem anderen zu viel, fördert Diabetes mit den dazugehörigen Komponenten.
Die Lösung lautet „Ausgewogen“ und in Maßen.

Wenn ein Pferd etwas klapprig daherkommen, darf man nicht einfach das Eiweiß hochpuschen, denn zu viel Eiweiß produziert Entzündungen und eben den Krebs und Autoimmunerkrankungen.
Dieses Dauergemümmel von schwerer Kost bei Reiter und Pferden hat schwerwiegende Folgen. Ich behandele sehr viele Leber und Gallenerkrankungen bei den Tieren. Teilweise sind die Organe der Tiere so stark belastet, dass ich mich wundere, wie die überhaupt noch klardenkend, irgendwas zustande bringen.

Ein Freizeitpferd, das für 1 Stunde aus dem Stall gezogen wird benötigt kein Hafer. Das sagt mir nicht nur der gesunde Menschenverstand, sondern auch mein Fütterungsprogramm. Erst nach 1 Stunde intensiver Galopparbeit…täglich, und 2 Stunden Arbeit insgesamt, macht Hafer erst überhaupt Sinn.

Unser Heu ist so reich an Eiweiß, dass es mich nicht wundert, wenn Pferde bei wenig Arbeit, klemmig daherkommen, weil das Gewebe völlig übersäuert ist, im ganzen Körper Entzündungsprozesse am Laufen sind und die meisten Pferde einfach zu fett sind. Fett provoziert Diabetes. Es gibt sie, die Tiere mit Diabetes. Sie sind nur nicht als solche deklariert. Fettablagerungen kommen von zu viel an Energie, die im Körper zu Fett umgewandelt wird und irgendwo als Speicher für schlechte Zeiten eingelagert wird. 

Die Tiere leiden frühzeitig an Fettleber, an Arteriosklerose….alles Errungenschaften der Zivilisation.
Bei unseren fetten Wiesen mit viel Eiweiß wäre eine Dauerberieselung durch Stroh in der weidefreien Zeit viel besser, wäre das Stroh nicht so voll gepumpt mit Pestiziden und Glyphosat. Das ist nämlich nicht dasselbe….haben wir uns jetzt von einer Ex-Biochemikerin eines bekannten Konzerns erklären lassen.

Also, bevor wir die anderen für all die schädlichen Dinge verantwortlich machen, die von Außen auf uns einwirken, sollten wir erst einmal unsere eigene Nase fassen und unseren Pferden eine artgerechte Ernährung bieten….und uns auch!

Das Gras in der Steppe ist extrem eiweißarm. Sollten wir schnell verfügbare Energie benötigen hilft Öl…ganz einfaches Salatöl tut`s auch und wer Glucose in Reinform verabreichen will - damit kann man nichts falsch machen - kann es mal mit Malzbier versuchen. Die Glucose des Malzbiers ist sofort verfügbar und kommt direkt in die Zellen zu unseren Mitochondrien.

Den Rest des Tages sollten wir mit Ballaststoffen füllen, das macht auch das Pferd satt.
Wenn wir zur Belohnung ein Leckerli verabreichen, lernt das Gehirn des Pferdes in die falsche Richtung. Was belohnt wird ist das Gehirn…irgendwann belohnt sich das Gehirn selbst, indem es überall nach Fressbarem sucht und es auch findet.

Futter dient dann nicht mehr der Erhaltung des Energiehaushaltes, sondern es dient der Belohnung, was von Menschen gewollt ist.
So vergiften wir mit unserer eigenen Zivilisationskette und der daraus entstehenden Krankheiten unsere Tiere….oder belohnen wir sie doch???

Schauen wir uns doch mal genauer an, was jeder einzelne am Tag so auf dem Speisezettel hat.
Wer zu viel auf die Waage bringt, sollte es mit einem Prozentsatz von 60 – 25 – 15 probieren.
Gesünder leben ist sehr oft erst mal ein Weg zurück zum Lernen und in unserer Zivilisation ein Weg des Hungers und sich Bewegens. Ohne diese beiden Faktoren geht es nicht.
Sich mit Essen zu belohnen ist der falsche Weg. Es ist vor allen Dingen auch ein falscher Weg für Tiere.

Ich bin überzeugt, dass über die oben aufgeführten Aspekten noch keiner so wirklich nachgedacht hat. Vor allen Dingen nicht über das Belohnen des Gehirns.

Meine Pferde hier in Phöben stehen auf einer Sandweide. Das Heu ist so wie es sein sollte. Es besteht aus blassen, langen und harten, aber kaubaren Stengel. Kraftfutter bekommen sie keins, auch wenn ich mit ihnen in der Halle Rollbacks und Wechsel zauber. Sie bekommen von mir Weidebigs als Spurenelement und Vitaminzugabe und es steht ihnen ein Salzleckstein zur Verfügung. Mehr brauchts nicht!

...und ich!!!

ich gehe jetzt mal eine Runde joggen mit Hund, damit ich mir die wohlverdienten Erdbeeren gönnen kann ;-)))

Freitag, 3. Juni 2016

Sprechstunde HBWR


Ich habe mir lange überlegt, ob ich Themen aus meiner täglichen Arbeit mit Mensch und Tier aufgreifen und darüber berichten sollte. Ich habe lange gezögert, weil ich mir überlegt habe, welchen Nutzen es haben kann, darüber zu berichten.

Bei dieser Serie bitte ich auch um Verständnis, dass nicht alle Themen bis ganz in die Tiefe gehen und manche Themen gar nicht angesprochen werden, weil sie zu intim und heikel sind.

Es wird eine Mischung werden aus Naturheilkunde, Mediation zwischen Mensch und Pferd, Training geistiger und körperlicher Fähigkeiten von Zwei- und Vierbeinern….sozusagen ein großes Feld.

Für diejenigen, die mich und meine Arbeit kennengelernt haben, hat das was folgt nichts Befremdendes, für andere vielleicht schon.

Ich hoffe mit dieser Serie etwas dazu beitragen zu können, Menschen zu sensibilisieren, sich und ihr Umfeld besser reflektieren zu können, und Dinge verändern zu können, die heutzutage notwendig sind.

Meine schulmedizinischen Kenntnisse und die harte Ausbildung in diesem Bereich, helfen mir Krankheiten, Wesenszüge und Verhaltensweisen zu filtern, um sie in gesund oder pathogen einordnen zu können.

Pferde sind hierbei wunderbare Helfer. Und darum fange ich mit einem Fall aus dieser Rubrik auch an.

Einer meiner besonderen Lieblinge, lässt sich nirgends einordnen. Mit dem Kopf ist er ständig woanders, fällt im Sekundentakt Entscheidungen, über die ich Tränen lachen könnte, wenn nicht seine erfahrene Reiterin – völlig überrascht – sich neben ihm auf dem Boden wiederfinden würde.

Er hatte keine besonderen Zukunftsaussichten, da er als Vierjähriger die Diagnose: Osteoarthritis erhielt.

Ich hatte schon bei dem Befund so meine Schwierigkeiten. Eine Osteoarthritis ist eine systemische Erkrankung, die den ganzen Körper befällt, dessen Ausgangspunkt in einer Infektion zu suchen ist. Wie ich schon erwähnt habe, sind diese Keime sehr schlau geworden und können sich verstecken. Lebewesen mit einem sensiblen Immunsystem bekommen ein Problem. Unsere Abwehrzellen wissen, dass der Feind noch vorhanden ist und poltern los, beginnen alles zu vernichten, was so ähnlich aussieht, in der Hoffnung den Keim doch noch zu erwischen. So ähnlich aussehen tun die körpereigenen Zellgruppen, in denen sich Keime verstecken können. Und es verwundert kaum, dass unsere Gedächtniszellen des Immunsystems noch nicht gelernt haben zu differenzieren, welches sind körpereigene Zellen und welches sind fremde Keime, weil sie sich zu ähnlich geworden sind. Dass unser System nicht hinterher kommt, liegt an dem Größenverhältnis. Keime sind klein und wenig strukturiert unser Körper ist groß mit vielen Aufgaben und dadurch auch etwas träger im Entwickeln neuer Prozesse.

Das Thema chronische Erkrankungen, ist ein ganz anderes und man muss aufpassen, nicht in diese Falle zu tappen.

Auf der Suche nach einem Gendefekt stößt man auf den HLA B27. Würde man jetzt den HLA B27 gar nicht als Defekt bezeichnen, sondern als Weiterentwicklung unseres Genoms, würde sich eine ganz andere Herangehensweise offenbaren. So einfach ist das…

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie ich auf dieses Ergebnis komme, darf mich gerne hierzu ansprechen.

Zurück zu meinem Lieblingsspinner….

Also, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, halte ich für übertrieben, da es sich um ein reines lokales Phänomen handelte.

Unterdessen kann er sogar galoppieren und ist ein wirklich schicker. Leider ist eine Taktunreinheit geblieben.

Auch hier muss man differenzieren.

In meiner Zeit im Richten von Sportpferden auf internationalem Parket, wurden mir öfters Pferde mit Taktunreinheiten vorgestellt. Was sie alle auszeichnete, war die kurze Oberlinie mit viel Spannung im Rücken und sehr lange Röhren und Schenkel. Bei Arabern habe ich dieses Phänomen öfters gesehen, die wiederum nur lange Röhren besaßen. Durch die Kreuzung der Warmblutrasse mit der arabischen Rasse, wurde dieses Phänomen verstärkt, durch das Mitbringsel der Warmblüter. Zu den langen Röhren und kurzem Rücken, gesellte sich noch der lange Schenkel des Warmblüters. Diese Pferde zeigen im Trab eine Taktunreinheit. Was sie alle auszeichnet ist eine höllen Galoppade.

Die nächste Überlegung ist, dass die Taktunreinheit von der noch nicht ausgebildeten Tiefenmuskulatur herrührt.

Da er jedoch diese Taktunreinheit verliert, bei Stellung auf der linken Hand und der Arbeit mit Cavalletti, kann man davon ausgehen, dass es sich um ein Bindehautproblem, bzw. fasziales Problem handelt.

Da ich kein Freund von langem Rumgezabel bin, habe ich jetzt alle Aspekte auf dem Schirm und danach wird gearbeitet, wobei der Trainer sehr offen ist gegenüber meinen schrägen Vorgehensweisen.

Nichts desto trotz hat sich ein ganz neues Problem entwickelt. Unser Schätzchen ist ein Springpferd und wird aufgrund seiner entstandenen Möglichkeiten am Sprung trainiert. Nun kann passieren, dass er kurz vor dem Sprung abbremst…er ist verdammt schnell!!!

Ein Hilferuf ließ mich dann zu dem Training am Sprung eilen und ich machte mehrere Beobachtungen:

Schnucki hat durch die Stellung der Augen ein eingeschränktes Gesichts- und damit Blickfeld. Kommt er an den Sprung sieht er ihn nicht mehr und bremst ab.

Das alleine wäre kein Grund seines Verhaltens.

Die nächste Frage ist die Frage nach dem Vertrauen zur Reiterin.

Ich schaute mir die Reiterin an. Eine sehr klare, ruhige und freundliche Person mit gutem Sitz und guter Technik. Also kann es am Vertrauen nicht liegen.

Dann fiel mir auf, dass er ungefähr 5m vor dem Sprung zögerlich wurde.

Meine Idee hierzu war für das Akutproblem ein kurzer, einmaliger Gertentouch 5m vor dem Sprung…eine durchaus ungewöhnliche Tat. Als Langzeitlösung, schlug, ich vor,  ihm den Kopf vor dem Hindernis höher zu nehmen, damit er das Hindernis nicht aus den Augen verliert.

Naja….beides zusammen war die Lösung.

Außerdem gab mir sein Verhalten jede Menge Hinweise auf die homöopathische Fortsetzung seiner angeblichen Osteoarthritis.

Diese kleine Taktunreinheit, steht in direkter Verbindung zu seinem Verhalten.

Die Schulmedizin hat Körper und Geist voneinander getrennt, die Naturheilkunde bringt sie wieder zusammen.

Um zu wissen, wie die Geister ticken, benötigt man eine immense Eigenreflektion, um nicht in eine Subjektivität der Eigenliebe zu verfallen.

Meiner Meinung nach ist dieser gewaltige Energieverbrauch nur zu meistern durch Abstand zu sich und den Lebewesen, Meditation und innerer Reinigung, sonst zweigt man an der falschen Kreuzung ab mit fatalen Folgen.

Meine Freunde der Schulmedizin besitzen einen Schatz an Wissen, leider verweigern sie sich zum Großteil noch, sich selbst weiter zu entwickeln.

Die Kombination aus Beidem ist eine Offenbarung…jedenfalls für mich!