Sonntag, 22. Juli 2018

Lebenskrisen unter Beobachtung

Ich habe mit vielen Menschen über ihre Krisen gesprochen. Ich habe Tiere beobachtet, die trotz bester Versorgung krank werden und ich habe mich gefragt, worin eine Verbindung besteht zwischen Krise, Krankheit und Bewältigung.

In einem Satz ist festzuhalten, dass Krankheiten sehr oft verschwinden, wenn Krisen bewältigt sind.
Was aber bedeutet eine Krise zu bewältigen. Welche Bedeutung hat eine Krise und wie wird sie empfunden.

Wir kennen es alle, wenn es ab und zu knistert, wir zwar unzufrieden und nörgelig sind, aber keinen Anreiz sehen, etwas dagegen zu tun. Die Lösung die viele suchen ist im Außen, was soviel bedeutet wie: der andere hat Schuld an meiner Krise.

Ganz besonders gefährlich sind diese schleichenden Krisen, diese unterschwelligen Unzufriedenheiten, denn diese produzieren zähe und gefährliche Krankheitsprozesse, die lange als solche nicht erkannt werden. Und sind sie erkannt, gibt es kein Zurück mehr.

Dann gibt es diese Hammerkrisen, die sich mit einem lauten Knall in unser Leben mischen. Hinter ihnen verbergen sich die destruktiven Erkrankungen mit einem sehr starken Metabolismus, schaffen wir es nicht uns aus dieser Krise zu führen.

Ich nenne jetzt mal eine Zahl, die ganz viel entscheidet. Sie heißt 4! Nach vier Jahren können Erkrankungen entgleisen, die aufgrund von Krisen entstanden sind und durch eine Infektion ergänzt wurden.

Ich finde sie überall: Krise, Infektion, Metabolismus, 4 Jahre!

Gegen Infektionen - treten sie isoliert zu Krisen auf - können wir uns wehren....noch.... indem wir Medikamente einnehmen und Energie sparen. Letzteres ist einer der wichtigsten Parameter der Genesung.

Durch Krisen gekoppelt mit einer Infektion hilft eine reine Energieeinsparung nicht, denn unsere Emotionen sorgen dafür, dass hohe Anteile an Energie verbraucht werden, auf der Suche nach Lösungen oder auf der Suche nach Schuldigen.

Krisen benötigen wir, damit wir uns weiter entwickeln auf was für einer Ebene auch immer. Sehr hilfreich ist der Glaube an etwas Größerem (Anselm Grün Zitat), etwas Höherem, als wir es sind.
Es verbindet viel mehr Menschen miteinander, als man sich vorstellen kann und es entlastet ungemein. Es entlastet so sehr, dass wir unsere Energie für unsere Genesung verwenden können.

Wer in eine große Krise gerät, sollte allen Ballast abwerfen. All das was unnötig Energie verbraucht muss weg. Und dann begeben wir uns in die Stille in uns selbst. Das Meckern, das Nörgeln, das Kritisieren anderer, das Ego in uns beruhigt sich und wird irgendwann einfach mal die Klappe halten.

Und dann taucht es auf das kleine Pflänzchen der Hoffnung. Dorthin, wohin wir unsere Hoffnung wenden, werden wir uns auch wiederfinden, solange wir nicht das Zeitfenster überschreiten.

Diese Message wendet sich an Menschen, die vom Schicksal unumgänglich gebeutelt wurden.

Nun zu den anderen....

Ich habe an Tieren gesehen, was passiert, wenn sie der Meinung sind im falschen Körper zu stecken und doch eigentlich zu viel Höherem geboren wurden - aus ihrer Sicht. Das Entscheidend ist, dass ihnen etwas fehlt, was das Höhere oft ausmacht: Die Qualität des sich Führens. Die Qualität des sich disziplinierens. Das ist ganz simpel....

Wer sich nicht führen kann, der kann das Höhere nicht erreichen. So einfach ist das. Wissen alleine reicht nicht aus. Denn auch Wissen bedingt nicht, dass wir uns und andere führen können.

Wenn ich an einen Punkt komme, wo mein Affe im Gehirn wieder sein Solospektakel insziniert, bremse ich runter und sag innerlich:"Stop!"

Ich zeige meinem Gehirn die rote Karte und fahre ganz bewusst runter. Es gibt viele Wege, diese Gelassenheit zu lernen. Über Atmung verändern wir den ph-Wert des Blutes, wir beeinflussen die Hormonausschüttung, etc. Über lenken der Gedanken auf die andere Seite der Argumentation, lässt uns gelassener werden. Hierzu ein Beispiel:

Ich habe zwei große Hunde und gehe morgens und abends mit ihnen raus. Nun kann ich denken: Ich muss mit ihnen raus, weil sie Bewegung brauchen und ohne mich nicht können/dürfen. Daraus entsteht ein Zwang, später Zwangsneurosen, die sich an anderer Stelle entleert. Ich werde unzufrieden, sorge aber nicht für eine Auflösung dieser Gedanken. Die Auflösung dieser Gedanken wäre: Ich gehe mit den Hunden raus und erlebe etwas, z.B. die Natur oder die Menschen. Und schon die Veränderung meines Gedankengangs erzeugt Hoffnung, verändert meinen Blick und verändert meine Ausstrahlung.

Schaffe ich es nicht, negative Gedanken loszuwerden, knülle ich sie in ein Stück Papier und schieße sie in den Orbit. Die Gedanken waren da, haben aber mein Handeln nicht insofern beeinflusst, dass ich hirnlos rumgepoltert habe. Rumpoltern tun wir immer dann, wenn wir uns selbst bewerten. Und fällt das Bewerten schlecht aus, fangen wir an zu treten, um die Illusion des Selbstwertes zu erhöhen, indem wir das andere abwerten.

Hierzu noch eine kleine Geschichte von gestern:

Mein Mann und ich erhielten eine thailändische Massage. Danach gingen wir ins Städtchen tranken Lambrusco und waren ganz selig. Außer meine Blasen an den Füssen, gab es nichts zu beanstanden.
Wir überquerten eine Straße im Stadtzentrum, wo nur Straßenbahnen fahren dürfen...und eben langsam, weil meine Füße wund waren (Frau muss mal irgendwann neue Schuhe einlaufen, mit dem Risiko, nicht  zu wissen, wo es wehtun wird). Da brauste eine Radfahrerin ungebremst auf uns zu - Breite der Straße...5-6 m - bimmelte ganz aufgeregt und hielt ihr Fahrrad genau auf uns zu. Wir sprangen eben nicht zur Seite, a.) weil sie zu schnell auf uns zu hielt, b.) weil wir keine Augen am Hinterkopf und an den Seiten haben, c.) weil ich wunde Füße hatte. An uns vorbei schnauzte sie noch:"Könnt ihr nicht schneller laufen!"

...und ich rief:"Nein!"

Natürlich bäumte es sich in mir auf "Du blöde Kuh!" Zieh dir erst einmal was Anständiges an, bevor du mit mir sprichst!" Aber ich lachte über mich selbst und dachte nur "Gut Ding will Weile haben!". Mit einem Stück Humor, nimmt es die Schärfe auf eine entlastende und befreiende Art und Weise.

Humor ist eines dieser Eigenschaften, die ganz viel heilen, wenn man ihn einsetzt, auch in Krisenzeiten.

Wer ihn verloren hat, sollte sich auf den Weg machen und ihn herbeiwinken Er wirkt entkrampfend und befreiend und schützt einen vor starken Metabolismen.






Freitag, 13. Juli 2018

Dreitag der Freizehnte und die Frage, ob ein Tuktuk auf deutschen Bundesstraßen fahren sollte

Ja, ich merke gerade, dass es über ein Jahr her ist, dass ich einen Blog geschrieben habe.
Inspiriert von dem heutigen Tag und der lieben Hilfe einer Kundin, mich wieder auf die Beine zu bringen, bin ich wieder bereit....

Einige von euch kennen diese Kapriolen schon, wenn Frau Oppermann vom Leder zieht. Für diejenigen, die das noch nicht kennen, bitte ich, sich entspannt nach hinten zu lehnen und die Bilder zu genießen, die bei dem Gelesenen in Erscheinung treten mögen..

Das Tuktuk, welches mir heute begegnete, ist eigentlich das Ende meiner Geschichte. Ich ziehe es jedoch vor, mit dem Anfang einer Aneinanderreihung von kleinen Katastrophen zu beginnen....

Als ich mittags von meinen ersten Reitstunden zurückkehrte und mich auf die Stille freute, ahnte ich noch nicht, dass dieser Tag einer der Tage sein wird, an den ich mich mit einem Schmunzeln erinnern würde, mich aber auch dabei ertappte, bei dem Versuch mein eigenes Leid zu puffern , kläglich scheiterte.

Ich empfand den Tag heute eher als Komödie. Wenn sich jemand an Inspector Clousseau erinnern kann, war ich der alte Mann, der die Straße überqueren wollte und weil ihm das nicht gelang, sich einen Stuhl nahm, um dem Schauspiel - sich verfolgender Affen, Zebras und Polizisten - beizuwohnen.

Nun aber zu meiner Geschichte, die mit einem unsäglichen Geräusch von unrhythmischen Dauerbohrungen begann. Im Nachbarhaus wurde seit Tagen eine Wand aufgebohrt. Schon das Geräusch an sich war unerträglich. Aber hätte der Bohrer nicht etwas musikalischer sein können und nach einem gewissen Takt hätte bohren können. Stattdessen bohrte er, wie manche Auto fahren oder eine Nähmaschine betätigen.....vähhhhnnnn,vän....vänvän....vähhnn....versteht ihr???

Nach 2 Stunden gab ich auf und flüchtete aus dem Haus, mit der Hoffnung, heute noch eine Bombe zünden zu dürfen.

Tja, aber was sollte ich tun???

Da kam mir die Idee in die Waschstraße zu fahren. Also fuhr ich zu der Tanke um die Ecke, parkte brav mein Auto an der Seite und kaufte mir ein Waschticket, selbstverständlich das mit dem besonderen Glanz....man ist ja eitel.

Als ich zu meinem Auto zurückging, brauste so eine kleine rote Kugel mit türkisfarbenen Inhalt an mir vorbei, direkt auf die Einfahrt zur Waschstraße zu.

Kennt ihr das...diese Mischung aus Erstaunen, Neugier und allmählich schwelgendem Kamm???

Ich war gespannt, was mich hinter der Kurve erwartete....Eine leere Kugel, die den Weg zur Waschstraße versperrte!!!

Der türkisfarbene Inhalt war wie vom Erdboden verschluckt!

Gefühlte Stunden später kam das Türkis um die Ecke und wedelte mit seinem Waschbon rum, brabbelte in sein faltiges Kinn und warf einen Euro in den Dampfstrahler, versperrte aber immer noch den Weg hinein in die Erlösung mit glänzendem Auto den Tunnel verlassen zu können.

Ich schaute dem geschäftigen Türkis zu und zog es vor einfach die Klappe zu halten, bis das Türkis den Code eingeben wollte.

Ich konnte mir dann doch nicht verkneifen zu sagen, ob es nicht Sinn machen würde das "ROTE" hinein zu fahren, bevor man den Code eingibt...naja...usw!!!

Während der andere Wagen dann endlich gewaschen wurde, beschloss auch ich den Dampfstrahler auszuprobieren. Neugierig schaute mir das Türkis dabei zu. Ganz geschäftig reinigte ich die weißen Felgen meines Wagens, bis es ca 1m hinter mir zu blöken anfing:"Sie machen meine Hose ganz nass....!"

So ein Dampfstrahler kann in so einem Moment zu einer entzückenden Waffe werden. Ich hätte das Türkis am liebsten mit dem Strahler an die Wand getackert. Stattdessen drehte ich mich langsam um und fragte das Türkis, ob es nicht einfach auf die andere Seite gehen könnte mit einem etwas größeren Abstand.

Irgendwann war es in seiner roten Kugel verschwunden und davon gebraust.

Kaum auf der Straße fuhr mir ein nasepopelnder Mitachziger mit seinem Jetta regelrecht erst über die Füße und dann vor mir her....mit 20 km/h in einer fünfziger Zone. Zum Glück dauerte dieses Drama keine 10 min.

Auf der Abbiegespur nach Denkendorf erschien vor mir ein nagelneues E-Cabrio und was saß drin? Charming Mission Ende 50 mit gelee-giertem, dünnen Haupthaar und Pilotenbrille, braun gebrannt. Sein Radar war auf alles gerichtet, was zum typische Beuteschema eines solchen Hais gehört: lange Haare, Knackarsch, hohe Hacken (Gesicht kann man sich zur Not auch schönreden). Volles Klischee und doch so real.

Plötzlich haute der vor mir sowas die Mücke rein, dass es mich fast aus dem Sitz gehoben hätte. "Mann....!" schrie ich nach vorne "Du gelackter Affe....hast du sie noch alle!"

Naja, die einen bremsen für Tiere, die andere für Superstacksen mit Rampunzelhaar. Da fiel mir ein, dass ich einmal zu einem Freund sagte, der auch diesen Chip besaß, warum er sich kein Pony kaufen wolle. Kackt ihm zwar die Bude voll, aber hätte auch langes Haar und wenig Ansprüche....Mann, war der sauer :-)))

Mein Charming Mission E vor mir checkte genau, ob Superstackse ihn sehen konnte...leider drückte er zu früh auf die Tube.....
Da hat mal einer richtig Feuer gemacht und wofür??? Im wahrsten Sinne des Wortes für den Arsch.

Kaum war er davon gebraust, reckte so ein 3 Tonnen Mann seinen Bauch auf die Straße. Ich konnte dem gerade noch ausweichen. Können solche raumfordernde Geschosse nicht mit einkalkulieren, dass das Ende ihres Indvidualkreises nicht an der Nase aufhört???

Last but not least kam es dann um die Ecke...gekrochen und nahm mir die Vorfahrt.

Ein dunkelblaues Tuktuk 15 km pro Stunde. Es transferierte mich in eine meditative Phase von Raum-und Zeitlosigkeit gekoppelt mit höchster Demut.

Anders hätte ich diesen Schlussakkord nicht überlebt.....




Freitag, 2. Juni 2017

Erfahre dein Können



Wenn ich auf meine Füße blicke, denke ich mir oft, was das für eigentümliche Gebilde sind. Sie sind dafür gemacht mich in Balance zu halten, sowohl im Stehen, als auch im Gehen. Wofür wir die Zehen brauchen ist mir dabei immer noch nicht ganz klargeworden, denn meine Zehen sind so klein, dass jede Japanerin vor Neid erblassen würde.

Vielleicht sind unsere Zehen aber auch die letzten Relikte unserer Wurzeln, die statt in die Erde, naseweis nach vorne wachsen.

Wenn ich mir meine Zehen anschaue, würden sich diese gerne in die Erde bohren und mich zum Stillstand zwingen.

Genau genommen – wenn ich mir die vielen Menschen anschaue – sitzen die meisten auf Stühlen und ihre Füße verlieren an Bedeutung. Erhalten sie keine Aufgabe, verknöchern sie. Ein unterdessen weit verbreitetes Phänomen. Man kann diese Menschen als entwurzelt bezeichnen.

Kennt man sich mit der Lehre der Chakren aus – ein völlig verklärender Begriff im Westen -  braucht man sich nur die Energiefelder oberhalb der Brust anschauen: Hals, Kopf, Stirn. Da tobt regelrecht der Bär.

Wir sind voll von Gedanken – von morgens bis abends. Gehen uns die Gedanken aus, dann sorgen wir für Nachschub, jeder auf seine Weise. Es können Bücher sein, es kann die Glotze sein, es kann der Nachbar sein oder aber auch ein Reiter.

Unsere Gedanken kreiseln um uns und um unser Wissen.

Es tut mir leid, wenn ich jetzt an dieser Stelle einige provozierende Statements von mir gebe. Sie sind aber notwendig, damit ihr mit euch selbst eine grundlegende Erfahrung macht, die weit über das Wissen hinausgeht.

Wir be-urteilen Situationen, wir be-urteilen Menschen, wir be-urteilen unsere Umgebung. Und damit wir mit diesen vielen unnützen Informationen zurechtkommen, bewerten wir sie und packen sie in das entsprechende Kästchen, welches wir bei Bedarf sofort zur Hand haben.

Wir wissen so unglaublich viel und sind so arm an Erfahrung. Wir werden beherrscht vom Wissen, von den Errungenschaften der westlichen Welt. Dieses Wissen ist wie ein schlechter Virus. Er hält uns davon ab Dinge zu erfahren. Er sorgt dafür, dass wir uns in die Ahnungslosigkeit begeben und Dinge nachplappern, die wir gehört haben, die wir gelesen haben oder gesehen.

Fühlen wir etwas dabei? Wenn wir unser Wissen verkünden? Was fühlen wir aber, wenn wir von Erfahrung sprechen……na???? Wird es jetzt warm im Gehirnkasten?

Mir begegnen immer und immer wieder Menschen, die mich mit einem Haufen gesprochenem Müll zuschütten, der nicht nur keinen Nährwert hat, sondern unsinnigerweise den Raum füllt. Oft würde ich den Betroffenen gerne sagen, sie mögen sich mal ganz still verhalten und die Schwingungen des Raums fühlen, dann müssten sie nicht so viel plappern.

Unterdessen macht diese Spezies einen ganz großen Bogen um mich, was ich eigentlich sehr schade finde….oh….da fällt mir doch ein Beispiel ein….sehr nett!

Ich hülle jetzt dieses ahnungslose Menschlein in ganz viel Liebe. Denn das was ich nun erzähle ist keineswegs böse oder wertend gemeint. Es veranschaulicht lediglich, was ich ausdrücken will.

Gestern war die Eröffnung von Bernd Kolbs „Brahman“. Da ich seine erste Ausstellung besucht hatte, wusste ich was mich erwartete. Und da ich es wusste, überlegte ich, wie ich dieser Begegnung respektvoll gegenüber treten könnte…nein, ich meine jetzt nicht Bernd – einer der liebevollsten Menschen, die ich kenne – sondern der Energie, der ich gegenübertreten würde.

Ich zog meinen schönsten Sari an und ehrte auf diese Weise meine indischen Wurzeln. Bestimmt hatten so einige eine Erscheinung, was aber nichts mit mir zu tun hatte, denn ich war ganz bei mir.

Im Laufe des Abends stand ich dann alleine an einem Stehtisch und sog alles in mich ein, was an Energie so um mich herumschwirrte, als sich mir eine Dame mittleren Alters näherte, sich zu mir gesellte, mich auf meinen Sari ansprach und gleich munter darauf losplapperte, wie toll das aussähe und sie auch überlegt hatte einen Sari anzuziehen, aber das dann doch abgelehnt hat, weil sie es..…
......ja, was jetzt???

Zunächst bemerkte ich, dass es gar nicht um Inhalte ging, sondern um die Wirkung, die man im Außen mit solch einem Auftritt erzielen kann. Zunächst habe ich das gar nicht verstanden, was sie mir da erzählte….und sie mich wohl auch nicht.

Es war ihr wohl ein großes Bedürfnis von ihren indischen Wurzeln zu erzählen und plapperte wieder darauf los…ich erkannte ihre indischen Wurzeln aber nicht, bis sie zugab, dass sie sich als "Inderin" fühle und schon ging es wieder los...Indien...Hindus...Elefanten...Dasha……es folgte ein Durcheinander von Wissen und Halbwissen.

Ich schaute ihr tief in die Augen in der Hoffnung, sie würde bald ihre Klappe halten. Was sie dann auch tat!

Mich hätte viel mehr interessiert, wer sie wirklich war, wie sie sich fühlte, welche Aufgaben sie in ihrem Leben zu bewältigen hatte…..eben Tiefgang!

Wenn wir uns öffnen, beginnen wir zu erfahren. Wir erfahren dabei nicht nur, dass auf einem Spaziergang durch den Wald die Bäume unterschiedlich aussehen. Sie riechen unterschiedlich, sie bewegen sich unterschiedlich, sie senden unterschiedliche Energie aus und sie kommunizieren unterschiedlich. Mit jedem Gang in den Wald dringen wir tiefer in die Erfahrung ein und beginnen auch immer mehr zu fühlen.

Wenn ich jetzt das Waldbeispiel auf Reiter übertrage….hm, erkennen sich vielleicht ganz viele wieder.

Zunächst entdeckt man, dass Pferde unterschiedlich aussehen. Dann entdeckt man ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten, dann versucht man mit ihnen in Kontakt zu treten. Manch einer bemerkt auch, dass sie unterschiedlich riechen und sie nehmen uns unterschiedlich wahr. Bis sich dann die beiden Energien verschmelzen können, vergehen ein paar Jahre, was allerdings nur am Reiter liegt.

So ist das mit Allem!!! Es geht um Schwingung und es geht um Energie. Unser Körper kommuniziert über Schwingung und Energie. Wenn wir die Klappe halten, können wir sie spüren.

Je mehr wir spüren lernen, desto sicherer werden wir. Unsere Wahrnehmung erweitert sich in grenzenlosem Ausmaß.

Solange wir uns jedoch mit Wissen vollstopfen, das gar nicht zu unseren Erfahrungen gehört, werden wir das Fühlen nicht lernen, werden uns Angststörungen, Schlaflosigkeit, sowie chronische Erkrankungen plagen.

Ach ja, Fühlen und Gefühle sind zweipaar Stiefel. das Fühlen ist nach Innen gekehrt, Gefühle schwappen immer/meist nach Außen. Fühlen ist ein Empfangen ohne Wertung. Gefühle sind Emotionen behaftet mit einer Wertung, die sich in der Regel Luft machen. Ein großer Unterschied.

Wir werden in Zukunft wieder unsere Füße in die Erde stecken müssen, um zu erfahren, dass wir ein Teil eines großen Ganzen sind. Zeigen wir keine Bereitschaft wird uns die Natur bezwingen und das Universum wird uns auf den Kopf fallen.

Wir haben in nur wenigen Jahren, wenn wir es mit dem Wachstum der Natur vergleichen – geschafft unseren Erdball zuzumüllen und ihn zu vergiften. Wir haben mit einer unglaublichen Respektlosigkeit diesen Planeten und seine Bewohner ausgebeutet.

Wenn ich das jetzt einmal mit einem Tumor vergleiche, graben wir uns momentan das Wasser selbst ab und sind dabei uns selbst zu vernichten.

Wer fühlen lernt wird diese Energie erfahren und er wird handeln. Denn Erfahren bedeutet ein tiefes Bewusstsein darüber zu entwickeln, ein Teil eines Ganzen zu sein. Sind wir in der Lage diese Schwingungen aufzunehmen, werden wir auch in der Lage sein zu verändern. Jeder einzelne von uns kann dazu beitragen. Wenn wir die Dinge erfahren, hören wir auf sie zu beurteilen ;-))

Ich bin nur ein kleines Lichtlein, das versucht sein Licht weiterzugeben und ich freue mich über jeden, der in tiefer Verbundenheit bereitwillig seine Hände öffnet, um es weiterzureichen…..

In diesem Sinne, habt ein schönes Pfingstwochenende, geht in den Wald und beginnt zu fühlen.

Sonntag, 7. Mai 2017

Von verschwollenen Augen, Equinem Sarkoid und Präkanzerosen




Manchmal- ihr Lieben – braucht man Jahre um einfach mal was auszuprobieren, aus der Not eine Tugend zu machen und auf einmal ist es da – das kleine Wunder!

Ich fange jetzt ganz von vorne an, denn die Geschichte hatte so ihren Verlauf.

Vor 2,5 Jahren nahm ich an einem Akupunkturkurs teil. Viele können sich vielleicht noch daran erinnern, dass ich einen wahnsinnigen Bluterguss bekam, der sich über die linke Gesichtshälfte erstreckte. Meine Lehrerin hatte richtig Angst um mich.

Nichts desto trotz muss man zusätzlich in der Akupunktur höllisch aufpassen keinen Leberfleck zu stechen. Trifft man ihn, kann er ganz schnell entarten. Hierfür verantwortlich sind die Melanozyten. Und einmal aktiviert, werden die richtig böse und können in Windeseile metastasieren.

Irgendwann bekam meine Haut nach ein paar Wochen ein kapillares Störungsfeld, so ähnlich wie Besenreiser. Es wurde größer und roter und irgendwann kam ein Kern zum Vorschein …..usw. Meine Diagnose vor wenigen Tagen stand: Es war ein Lentigo maligna (für die Kenner), ein semimalignes Phänomen.

Bevor dieser Kern in Erscheinung trat und nicht so klar war, was es ist, versuchte ich das Ganze von innen zu dämmen, was mir nicht gelang. Erst als ich den Kern entdeckte wurde mir doch mulmig und ich machte mich auf die Suche nach einem Hautarzt.


Ich bekam schlichtweg keinen kurzfristigen Termin. Der früheste wäre im August gewesen.

Jetzt war guter Rat teuer.
 
Also mixte ich mir eine Salbe und trug sie auf, in der Hoffnung dadurch etwas Zeit zu schinden. Was soll ich sagen, nach 3 Tagen entwickelte sich das gestörte Gewebe wieder zurück. Das Ergebnis kam für mich so überraschend, dass es mich zunächst verwirrte…aber nicht lange.

Sofort kamen mir ganz viele Ideen, wie man die Wirkungsweise auf der Haut testen kann, und ob es eine Wirkung gibt.

In der Salbe sind schulmedizinisch keine Inhaltsstoffe, außer die natürlichen. Dazu gehört die Sheabutter mit ihrem Lichtschutzfaktor und das Kokosöl mit seiner antibiotischen Wirkung. Das was ich mache, ist sozusagen ein Informieren der Creme. Sie ist bio, sie ist vegan und keiner kann mir an den Karren fahren, da sonst nichts nachgewiesen werden kann.

Nun gibt es keine besseren Patienten, als die Tiere und genau die suche ich jetzt. Insbesondere suche ich vierbeinige Probanten die an dem equinen Sarkoid leiden, auch eine Form von Präkanzerose. Der Virus des equinen sarkoid gehört zur Gattung der Papillomaviren, die eigentlich von Kühen übertragen werden. Von meinem Gefühl her breitet sich das Virus bei den Pferden extrem stark aus.

Das Dumme an dem Virus ist, dass es zu einer karzinogenen Form kommen kann, wie beim Lentigo maligna auch, also auch zu dem Gebiet der Präkanzerosen gehört und bei einer gestörten Immunabwehr sehr schnell metastasieren kann.

Ich habe nun eine Urtinktur hergestellt, die sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden kann.

Leider müssen die Besitzer der Tiere ganz genau dokumentieren, wie der Verlauf nach der Anwendung ist.

Bei der Diagnose des equinen Sarkoids muss man keine Panik bekommen. Daran herumschneiden halte ich für extrem gefährlich. Leider gibt es keine wirklichen Alternativen, also werde ich den Versuch starten und mit mir die Pferdebesitzer der befallenen Pferde.

Wie schon erwähnt ist die Creme aus natürlichen Stoffen und rein energetisch informiert.
Mehr verrate ich noch nicht, werde euch aber auf dem Laufenden halten.
 
Die energetischen Cremes mit abschwellender Wirkung probieren mein Mann und ich zunächst erst mal an uns selbst aus 😊))

Donnerstag, 4. Mai 2017

Karmic Management - Leben und Arbeiten nach karmischen Prinzipien



Der folgende Text richtet sich an all diejenigen, die nicht nur nach dem Erfolg um jeden Preis suchen, sich nicht mit Ellenbogen, Halbwahrheiten und Geschrei nach vorne katapultieren, sondern bereit sind, am Wandel unserer Gesellschaft teilzunehmen. 

Egal wie unbedeutend eine Idee zunächst erscheint, sie beginnt - wie alle Ideen mit einem Gedanken. Aus einem Gedanken wird ein Samen, der gegossen und gepflegt werden will. Bis aus diesem Samen ein Baum wird, muss man oft lange warten, gießen, pflegen, muss manche Umleitungen in Kauf nehmen. Und doch lohnt es sich nach karmischen Prinzipien zu arbeiten und zu leben - straight, kontinuierlich, geduldig.

Die karmischen Prinzipien – ich habe schon oft von den weißen und schwarzen Steinchen erzählt – ist kein Firlefanz des Ostens. Es ist eine belegbare Wissenschaft.

Vor vielen Jahren zerrte mich mein Mann zu einem Retreat des Geshe Michael Roach. Zunächst saß ich mitten drin und fragte mich, was die Teilnehmer wohl geraucht haben könnten. So abgefahren kam mir - als Neuling - dieses Spektakel vor. Da wir einige Tage vor uns hatten – mit sehr frühem Aufstehen, meditieren mit knurrendem Magen, Tee trinken, Yoga – gewöhnte ich mich an diese vielen "Aliens" im Teilnehmerraum.
Wir hatten aber auch sehr viel Spaß!!!

….KOPFSTAAAAAND…..ICH….????.........warten bis es mir die Füße gen Himmel zog.

So die Ansage - so das Warten!

Da würde ich wahrscheinlich heute noch knien und hoffen, dass sie abheben…meine Patschepfötchen…..hahaha!!!!

Mein Mann titulierte seine Lieblingsfigur nur noch als „Nasser Hund hat Nasenbluten“. Und ehrlich gesagt sah das auch so aus…..wenn er das machte 😊))

Wer mich sofort in seinen Bann zog, und das erreichen normalerweise nur Pferde……..außer mein Mann vor 2000 Jahren…….war dieser wilde Typ, der von Kabeln und Antennen sprach, der auf seinem Teppich rumtollte, als wäre er gerade erst geschlüpft. 

Geshe Michael Roach ist nicht nur ein Unikum, ein Entertainer, ein Nasenpacker, er ist vor allen Dingen ein Gelehrter mit einem unglaublichen Blick für das Wesentliche. Und….er ist sich nicht zu fein, sich für andere zum Narren zu machen, nur damit diesen ihre Peinlichkeit bewusst wird - auf eine liebevolle, faszinierende Art.

Er sprach und sprach, erzählte von seinen Lehrjahren im Kloster, von den Diamentenschleifern und dem Zusammenhang, dass Gutes sich mit Gutem verbindet auch in der Wirtschaft.

Immer und immer wieder betonte er, dass wirtschaftlicher, nachhaltiger Erfolg in Verbindung steht mit Ehrlichkeit und Geradesein zu sich und zu anderen, dass man nie aufhören darf an sich zu arbeiten, dass man immer versuchen sollte etwas zurückzugeben, und dass es dann einfach passiert.

Alles wird umgewandelt in positive Energie. Bald begegnest du nur noch Menschen mit positiver Energie.

Ab und zu streift dich dann so ein Schweif bestehend aus ätzendem Schwefel. Es macht dir nichts aus und du entwickelst größten Falls Mitleid mit den Passanten und denkst:

“Yepp, da hat einer noch einen langen Weg vor sich.....

(lauter Gedanke)….wenn der jetzt nicht mal in seinem nächsten Leben als Legehenne in einer Legebatterie landet…oder als Tannenbaum mit weihnachtlichem Gebemsel und blickendem, blauen Geleucht..........oder als im Blitzkrieg gebrauchter Präser, der im Gulli verschwindet.“

In diesem Moment wandert ein schwarzes Steinchen in meine rechte Jackentasche…..seufz!!!

Macht aber halt auch Spaß! Und meine Vorstellungskraft war schon immer exorbitant.

Aber trotzdem bleibt die linke Tasche immer ein bißchen schwerer…..Man ist ja lernfähig!

Mit dem Kontakt zur positiven Energie, dehnt sich das Feld immer weiter aus. Das ist auch meine Erfahrung. Und mit dem Ausdehnen multipliziert sie sich.

Der Raum dehnt sich aus, wie eine Seifenblase!

Ich habe aus dieser Begegnung sehr viel gelernt und gebe das, was ich gelernt habe gerne weiter, in der Hoffnung, dass es weite Kreise ziehen möge und sich ausdehnt mit vielen Beteiligten. Dieses Prinzip ist in der Umsetzung so einfach und bedingt letztendlich nur Disziplin des Einzelnen.

Ich habe gelernt, dass mit dem verwandeln schlechter Energie in gute Energie – das ist dann wohl die nächste Stufe – sich die Hexenbesen da draußen selbst pulverisieren und ihr Gebläse im luftleeren Orbit verpufft.

Mit Geschrei hat noch keiner die Bananen von der Palme gepflückt. Das ist nun einfach mal so!

Es wird - keine Frage - ein bisschen dauern, bis jeder Einzelne mehr weiße Steinchen mit sich herumträgt. Aber wenn das geschieht, wird sich die Welt jedes Einzelnen verändern und mit ihr das große Ganze.
Die Erfahrung, die ich noch gemacht habe auf dem Weg zum Karmic Management – man verliert kiloweise Ballast und wird geführt von einer tiefen inneren Ruhe und Sicherheit.