Donnerstag, 17. Dezember 2015

Weihnachtsgrüße

  ...am Ende des Tages sind wir alle Menschen!!!

....und auch sonst!!!

 

Wir wünschen euch alle eine gesegnete und besinnliche Weihnacht. Haltet kurz Inne, gönnt euch eine Pause. Genießt die Tage mit der Familie, und nehmt euch nicht zu viel vor für das neue Jahr.

Wir wünschen euch, dass ihr gesund bleibt und eure Lebenskraft in allen Bereichen eures Körpers fließt und nicht ins Stocken gerät.

Wir wünschen euch, dass ihr weiterhin viel Freude mit euren oder unseren Pferden habt. Euch dieser große Luxus nicht daran hindert darüber nachzudenken, dass es auch anders sein könnte.

Wir wünschen euch, dass ihr immer respektvoll mit dem Leben umgehen könnt, denn Leben ist etwas sehr Kostbares. Auch das Leben Anderer.

Wir freuen uns auf euch im neuen Jahr, in alter Frische bei bester Gesundheit. 






Freitag, 4. Dezember 2015

Eine kleine Samenspende...


Naaaa.....welche Fantasien spielen da jetzt im Hintergrund die Musik...???

Ein kleiner Endorphin-Kick kurz vor Weihnachten kann jedenfalls keinem, nicht schaden.
Er erfrischt das Gemüt.

In der Tat spielt der Samen, den man täglich sät eine Rolle im Leben eines jeden Menschen. Man sollte es tun - ganz bewusst, und nicht nur zur Weihnachtszeit.

Ich habe eben einen Post geteilt, der von meiner lieben Freundin Insha kam. Da nicht jeder auf FB ist, werde ich ihn hier noch einmal zum Besten geben:

Willst du wissen wer du warst
so schau wer du bist
Willst du wissen wer du sein wirst
so schau was du tust
(Buddha)

Tja ja, die alten "weisen" Gelehrten...schon böse...

Als ich das las, musste ich unweigerlich lachen  bei der Vorstellung, wenn manche Leser ihre Gesichter verziehen beim Lesen dieser Sätze, und dem eingemeiselten Spruch auf ihrer Stirn.
Jaja...die Erde ist eine Kugel!!! Man kommt immer da an, wo man los gerannt ist ;-))

Ich bin nicht religiös aufgewachsen. Mein Vater ist Sikh - wer mag kann das mal googlen, meine Mutter Fränkin. So habe ich früher auch meine beiden Seelen in meinem Inneren bezeichnet. Vergleichbar mit Kasperle und dem Krokodil beim Zirpsen um das Unvermeintliche. 

Mein Mann befindet sich momentan in einem buddhistischen Kloster - Nähe Passau, während mir der Glaube nachts begegnet, dann wenn ich schlafe...tagsüber habe ich dafür keine Zeit :-)))
Ich hatte mal vor langer Zeit von dem buddhistischen Orden erzählt mit ihren weißen und schwarzen Steinchen (auch Samen genannt - für Begriffsverweigerer). Jeder Mönch besaß/besitzt ein Säckchen schwarzer und weißer Steine. Bei guten Gedanken steckt/e er ein weißes Steinchen in die eine Jackentasche und bei schlechten Gedanken ein schwarzes Steinchen in die andere Jackentasche. Am Ende des Tages werden/wurden sie ausgezählt.....auch für sie war und ist es sehr schwierig die Zahl der weißen Steinchen über die Zahl der schwarzen dominieren zu lassen.
....zumindest haben sie gelernt bei den "Schwarzen" nicht voll zuzugreifen oder eins versehentlich fallen zu lassen. Das nennt man dann mogeln und ist auch Teil einer Wahrheit.

Ist man nur dann ein guter Mensch, wenn die weißen Steinchen am Ende des Tages dominieren?

Wer gibt die Regeln vor. Witzigerweise gleichen sich da alle Religionen. Es gibt bei allen so eine Art 
"Die 10 Gebote".

Die schwarze Pest tragen wir nicht nur in unseren Jackentaschen. Wir tragen sie in unserem Herzen und manch einer zeigt auch nach Außen Flagge.

Wir vermeiden tunlichst das Böse zu definieren und beim Namen zu nennen, denn wir sind tolerant, demokratisch, liberal und verlieren uns so gerne im grauen Sumpf....
... und ausserdem sind wir viel zu viele...im grauen Sumpf....
.....läßt sich gut "Blinde Kuh spielen.
Wir zeigen keine Zähnchen mehr bei nicht vorhanden Vorteilen zu unseren Gunsten. Es ist nicht einmal mehr angesagt sich zu wehren, wenn eine Person einem auf den Wecker fällt.

.....bei Pferden, die sich schlecht benehmen hilft es nichts ihnen mit zarter, unbetonter Stimme mitzuteilen (sie könnten ja beleidigt sein, was wir wiederum pflegen persönlich zu nehmen), dass sie das nicht tun dürfen.
Um der Notdurft, dem Tier mal eine zu zentrieren auszuweichen, belohnen wir es bei richtiger Umsetzung, in der Hoffnung nicht als Knochensack zu enden. Woher soll das Pferd denn wissen was falsch ist, wenn wir es belohnen. Das ist aneinander vorbeikommuniziert. Mein Deutschlehrer würde jetzt sagen:
"Thema verfehlt....sechs!"
Um das zu begreifen muss man keine Bücher gelesen haben. Das sagt automatisch der gesunde Menschenverstand.....
(Gabis Gehirn ist wieder alleine im Universum unterwegs....hahaha...)

Hm, jetzt gibt es in unseren Jackentaschen aber keine grauen Steinchen hinter denen wir uns verstecken können, dumm!

Jeder sollte das, was er anderen verkaufen will, ruhig einmal selbst erfahren dürfen...und hoffentlich solange bis sich auch bei ihm ein Erfolg einstellt....dauerhaft!!!..bevor er anderen die Zeit stiehlt.
...letztendlich wird er das auch tun müssen, nämlich und spätestens am Ende der Fahnenstange.

Keiner geht vom Hof mit einer "Eins" oder "Zwei" auf dem Kittel. Alle gehen sie mit einer "Null". Und manch einer darf am Ende richtig bluten, um auf die "Null" zu kommen.

Als was er dann wieder kommt, wissen die Götter...ich hoffe jedoch nicht als Schnecke in meinem Garten. Er würde sonst Flugstunden über den Zaun bekommen...mitsamt seinem Gehäuse.....hahaha!!!

...wo waren wir......ach ja.....dieses ganze Wissen ergibt sich aus der Mathematik, aus der Physik, aus der Chemie, aus der Medizin, aus dem Buddhismus, aus dem Christentum.....es lässt sich beobachten in der Natur, bei der Geburt, beim Sterben...

...nur die Lebenden mit dieser riesigen Großhirnanlage, die haben damit ein ganz großes Thema oder besser gar keins. Sie verstecken sich hinter ihrer grauen Masse, die es gar nicht gibt.... oder nur als Anlage ;-)))

Nö....ich bin auch nur ein ganz kleines Etwas in diesem großen Universum, aber ich zähle schön brav meine Steinchen...jeden Abend....manchmal lasse ich sie auch Zuhause...

....dann, wenn ich Silvester feiern gehe und mich freue im nächsten Jahr euch alle wiederzusehen, ob mit einer "Eins" oder auch "Null" auf dem Kittel!!!

Vielleicht zählen wir dann gemeinsam Steinchen....wir gegen den Rest der Welt!!!

...oder sitzen auf den Pferden.... oder rumsen auf dem fairtrade-handgezupften Grün eine Murmel.

In diesem Sinne wünsche ich euch schöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr...
Das war mein letzter Blog für dieses Jahr und nicht wirklich ganz so ernst gemeint ;-)))

Wo die Betonung liegt, wird jeder für sich selbst herausfinden....:-))))

Mittwoch, 25. November 2015

Das globale System des Lebens

Hallo ihr Lieben,
die Vorweihnachtszeit bedeutet für viele Schnupfen, Husten, Heiserkeit....krank!!!

Leider gehört das, wie so Vieles andere zum Leben dazu. Erst wenn es pathologisch  wird, sollte man eingreifen.

Was bedeutet das genau....

Wir leben in einem Staat und in uns lebt ein Staat, in dem wiederum eine Gemeinschaft lebt. Diese Gemeinschaft besitzt unterschiedliche Aufgabe, und da sie unterschiedliche Aufgaben haben, unterscheiden sie sich...im Aussehen, im Charakter, im Fressverhalten, so wie wir Menschen auch.

Unsere Bewohner sind wie wir.....sie sind stets bemüht uns zu dienen und bewegen sich fleißig durch unseren Organismus. Alle sind voneinander abhängig und sie müssen alle Fehler beheben, die sie vom "Großen-Ganzen" aufgebrummt bekommen.

Ist das "Große-Ganze" verschwenderisch, unachtsam, herrschsüchtig oder aber auch zurückhaltend, gehemmt, beleidigt, gibt es irgendwo im "Großen-Ganzen" immer auch eine passende Gemeinschaft, die das ausbaden muss.

Nun kann passieren, dass diese Gemeinschaft nicht mehr hinterher kommt und irgendwann kapituliert. Das "Große-Ganze" wird dies wiederspiegeln. Es zeigt sich an dem Ort, an dem das Missverhältnis entsteht.

Kapitulliert diese Gemeinschaft, wird eine andere ihren Platz einnehmen. In der Regel besitzt das "Große-Ganze" 3 Sicherheitsstufen, die für einen Ausgleich sorgen können. Aber auch dieser ist irgendwann aufgebraucht.

Dann kommen sie, die schon die ganze Zeit gelauert haben. Alle wollen Wohlstand, alle wollen sich vermehren.


Bricht das Regelwerk zusammen herrscht im "Großen-Ganzen" Sodom und Gomorra. Es entsteht eine Pathologie, sozusagen ein Missverhältnis.

Wir sind auch eine pathologische Erscheinung. Wir produzieren zu viel Müll, nehmen anderern ihre Existenz, sind auf Macht und Wohlstand aus, übernehmen keine Verantwortung mehr für unseren Nächsten, sind ungnädig zu anderen und wollen immer mehr....bis auf das Vermehren. Das haben wir wohl abgelegt....um so schlimmer!

Das Gift, das wir aussenden ist das Ergebnis. Das Gift verändert alles.

Unsere Communities im "Großen-Ganzen" produzieren zu viel Müll. Das ist Pathologie. Es geht gar nicht so sehr darum, dass wir zu viele Viren oder Bakterien einer Art in uns haben. Das was uns bedroht in unserem Innern ist der Müll, den diese kleinen Geschöpfe produzieren.

Ihr könnt davon ausgehen, dass wenn ihr zu viel Müll produziert, tut das irgendein Organ in euch auch.
Das ist keine Drohung. Es ist ein Versprechen.

Der Husten, Schnupfen, etc. wird irgendwo im Sommer in Afrika ausgelöst und wandert über die ganze Welt, bis es im Winter bei uns angekommen ist. Erkältungen haben nichts mit dem Winter zu tun, sondern mit dem Ort an dem wir leben.

Erkältungen dienen unserem Körper sich zu erinnern, was Gesundheit bedeutet. Wird sie pathologisch, liegt das daran, dass eine Lücke im System entstanden ist, an der nun ganz einseitig eine Volksgruppe Müll produziert, der nicht abgebaut werden kann, weil die Müllmänner an anderer Stelle arbeiten, weil es eben nicht mehr Müllmänner gibt, weil die Müllmänner streiken, weil die Müllmänner ratlos sind und kapitulieren.

....dann allerdings wird es eng!!!

Jede Erkrankung dient zunächst dazu, den Finger auf die Wunde zu halten, zu zeigen wo es klemmt. Nehmen wir diese Erkrankungen nicht in den Arm und heißen sie willkommen - denn sie geben uns wichtige Informationen - wird jede Erkrankung pathologisch. Sprich zu einem Problem der Misswirtschaft. Die Koordinaten haben sich verschoben.

Wir können nicht einfach irgendwo Gifte verklappen, weder auf dieser Erde, noch in unserem Körper. Weil sie einfach nicht weg sind und wieder zurück kehren. Immer und immer wieder.

Schulmedizinisch kann eine Erkältung nicht geheilt werden. Sie wird "weg gemacht". Sie ist aber ein wichtiger Sparingpartner unseres Immunsystems. Eine Erkältung kann schon mal 3 Wochen dauern. Das ist nicht schlimm.

Bei einer Grippe, sollten wir uns ins Bett legen und unsere ganze übrige Energie unserem Immunsystem opfern, das alle Hände voll zu tun hat. Eine Grippe ist nur dann eine Grippe, wenn wir Fieber haben, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen.

Ach ja, was ich auch gelernt habe und was mich überrascht hat. Man kann unterdessen Energiepunkte und Meridiane messen. Es gibt tatsächlich ein Gerät  das wie ein Strommessgerät funktioniert und bei zu wenig Energie aufleuchtet. Fabelhaft! Nun habe ich tausend Grinser im Gesicht.

Nun wünsche ich euch eine schöne Vorweihnachtszeit mit leckerem Glühwein und sonstigen weihnachtlichen Köstlichkeiten.

Donnerstag, 5. November 2015

Befund: Lahmheit incl. Röntgenbild

So meine Lieben, heute erzähle ich etwas über meinen letzten Patienten.

Wie ich zu diesem Pferd kam, startet mit einer lustigen Vorgeschichte, tut aber an diesem Punkt nichts zur Sache, weil lustig ;-)))

Ich wurde zu einem Pferd gerufen, welches einen röntgenologischen Befund am Sprunggelenk aufwies, welcher für einer Lahmheit - ich nenne sie temporäre Ataxie - verantwortlich gemacht wurde.

Für ein junges Pferd bedeutet so ein Befund das Todesurteil, vor allen Dingen für ein Springpferd.

Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass Röntgenbilder ganz unterschiedlich ausgefallen sind und dabei jedes einzelne Bild von unterschiedlichen Ärzten anders interpretiert worden ist....ein weites Feld.

Nun wollte der Besitzer diesen Befund nicht einfach so hinnehmen, was auch verständlich ist, also kam ich ins Spiel.

Grundsätzlich profitiere ich heute von meiner Erfahrung mit Anschuldigungen & Gerichten. Der Mensch neigt dazu Dinge zu seinen Gunsten auszulegen. Er verliert an Objektivität weil - mein Lieblingsthema - Emotionen ins Spiel kommen, meist irrationaler Natur. Eine Assoziation herzustellen zwischen Röntgenbild und Lahmheit, erfolgt immer prompt. Leider macht sich keiner Gedanken, was das für das andere, dritte Wesen im Bunde bedeutet. Der eine hat seine Emotionen im Kopf, der andere seinen Geldbeutel und der Vierbeiner, um den es geht, fällt einfach durchs Raster.....ein weites Feld....seufz....wie schon erwähnt.

Das arme Tier war ganz zerfurcht vor Sorge, sein Gesicht sprach Bände!Und seine Augen auch. Sie wirkten müde und resigniert.

Ich schaute mir das Pferd im Freilauf in allen drei Gangarten an, rechte und linke Hand. Nach wenigen Minuten war mir klar, dass die Lahmheit nicht aus dem Sprunggelenk kommen konnte, sondern aus dem Rücken...der Rücken war fest und schwingte "Null die Bohne".

Die Palpation ergab, dass das Pferd keinerlei entzündliche Prozesse am Sprunggelenk aufwies. Sie waren glasklar, kühl und fest.

Im Rücken wurde es dann interessant. Ich nahm mir den Wirbel vor, den ich für die Ataxie verantwortlich machte. Es war der L4 (Lendenwirbel Nr.4). Als ich auf der linken Seite neben dem Wirbel Druck ausübte, schlug das Pferd mit dem Fuß gegen den Bauch....aha....super Signal!!! Danke...Pferd!!!

Mir reichte es. Ich bearbeitete etwas den Bereich um die Wirbelsäule, bzw. die Faszien und entließ den Patienten.

Zuhause setzte ich mich gleich hin und brachte Wirbelproblematik, Sorgengesicht und Schlagen gegen den Bauch auf den Punkt.

Zunächst verordnete ich etwas gegen die Todesangst. Das junge Pferd hatte nicht mal gebockt, auch sonst war es wie in sich völlig erstarrt. Dann verordnete ich eine Kur.. Das Programm ist ausgefüllt bis Mitte Dezember.

Neugierig, wie ich eben bin, ließ ich es mir nicht nehmen, nach meinem Patienten zu schauen. Als ich kam, schleckte er sich schon das Maul.

Seine Augen funkelten mich an....die Sorgenfurchen waren verschwunden, das Pferd war zum Leben erweckt worden.
...fiel auch seinem Besitzer auf.

Er fragte mich freudig, ob ich ihm noch beim Longieren zuschauen wolle. Ja, das interessierte mich dann doch.

Beim Laufen, nahm er den Kopf nach unten, als wolle er bocken...er traute sich bloß noch nicht so richtig.

Er galoppierte korrekt an, was immer ein Problem gewesen war und er tobte begeistert im Kreis herum.

Im Trab auf der linken Hand sah ich seinen L4, wie er sich beim Anheben des rechten Hinterbeins seitwärts -nach hinten ausbeulte, aber nur dann.

Am Montag schau ich mal nach ihm, ob sich seine Muskulatur auch schon entspannen konnte. Im Dezember erwarte ich ein komplett anderes Pferd, im Januar erwarte ich, dass er einwandfrei klar geht!!!
....für immer!!!

Vielleicht versetzt mein Glaube Berge...schön wäre es ;-))) und wenn es nur darum ginge eine weitere Seele zu retten.
...ich bin sehr zuversichtlich....schmunzel!!!





Samstag, 17. Oktober 2015

Herpes EHV1

Der Pferdeherpes ist keine schöne Angelegenheit und bedarf dann doch einer Aufklärung:

Es ist nur eine Art des Herpes wirklich gefährlich und auch nur für geschwächte Tiere. Es handelt sich hierbei um den EHV 1, der in seltenen Fällen zu einer Myelitis (Entzündung des Rückenmarks) führen kann. So steht das unter anderem in medizinischen Veröffentlichungen.

Man kennt heute die Zusammenhänge zwischen Stress und Schweregrad der Erkrankung. Bei den Sterbefällen handelt es sich in der Regel um immunologisch geschwächte Tiere.

Man geht davon aus, dass 80% der gesamten Pferdepopulation Träger des Virus ist, und gerade er in Stresssituationen ausbrechen kann, trotz dass Antikörper im Blut nachgewiesen werden können.

Klappt das Immunsystem kurzzeitig zusammen, nehmen die Antikörper ab und der Virus bekommt Oberwasser, der ansonsten Teil eines fast jeden Pferdes ist.

Da jetzt gerade im Raum Nürtingen Herpesfälle aufgetreten sind, hoffe ich, dass sowohl Reiter, Trainer als auch Tierärzte besonders Acht geben und möglichst Ställe mit Ausbruch der Erkrankung meiden. Außer der behandelnde Arzt, der mit diesem Thema besonders behutsam umgehen sollte.

Nichts desto Trotz kann man dafür sorgen, dass die Pferde in näherer Umgebung nicht unnötigem Stress ausgesetzt werden, man einfach langsam tut und versucht den Immunkomplex seines Pferdes hoch zu halten.

Wie kann ich einen ganz einfachen Test machen, um zu erfahren, ob mein hustendes Pferd gefährdet ist oder nicht:

Man nehme einen Stift und fahre dem Pferd ab Mitte der Wirbelsäule Richtung Kruppe abwärts, beidseitig rechts und links entlang. Eine beginnende Myelitis ist vergleichbar mit einer Ataxie. Gibt das Pferd im Rücken und der Hinterhand nicht nach, sollte man schnellst möglich einen Tierarzt konsultieren, denn behandelbar ist eine Myelitis, wenn man sie rechtzeitig erkennt.

Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Teil dazu beitragen, um Reitern und Pferde die Angst vor dem Herpes zu nehmen.

Noch mal, rennt nicht in unterschiedlichen Ställen rum. Ich habe meine Termine so gelegt, dass ich bei Stallwechsel immer Zeit habe meine Kleidung zu wechseln, fremde Pferde auf Abstand halte und mich gründlich reinige. Termine bei bekannten Ausbrüchen wurden abgesagt...

Man sollte jetzt vielleicht auch nicht auf ein Turnier oder einen Kurs gehen müssen....

Bei Pferden mit Myelitis wird auch immer der EHV1 Titer zu finden sein, aber nicht jedes Pferd (80% der Population) das den Titer trägt bekommt Myelitis.

Leider gibt es keine Veröffentlichung aus der erkennbar wird, ob bei den Sterbefällen geimpfte und ungeimpfte Pferde beteiligt sind....würde mich jetzt doch mal interessieren. Besitzer von geimpften Pferden, sollten sich nicht in Sicherheit wiegen und den Husten ihres Pferdes ignorieren...ein kleiner Tip! Es gibt keinen Nachweis darüber, ob geimpfte Pferde auf der sicheren Seite sind.

Eine Myelitis ist eine systemische Erkrankung, die durch einen Virus ausgelöst wird, so wie der Epstein Barr Virus für eine Art von Leukämie verantwortlich gemacht wird. Jeder hat mit ihm Kontakt, aber nicht jeder erkrankt an Leukämie Nicht jedes Lebewesen erleidet sofort eine systemische Erkrankung bei Virenbefall.

Passt auf eure Pferde auf, tut ihnen viel Gutes. Ein fröhliches Pferd ist auch immer ein Pferd mit gutem Abwehrmechanismus :-)))



Freitag, 16. Oktober 2015

Wurmbefall

Heute bekam ich eine Nachricht.

Es ging um einen Wurmbefall in einem Stall. Ganz ehrlich....bei der Masse an Pferden ist das um die Jahreszeit kein außergewöhnlicher Zustand.

Was allerdings außergewöhnlich ist, ist die Aussage, dass man über ein Blutbild den Wurmbefall festgestellt hat:

Also... man kann über ein Blutbild keinen Wurmbefall feststellen. Man stellt nur einen Parasitenbefall fest, nämlich dann, wenn von den Abwehrzellen (zuständig für Parasiten) zu viele im körpereigenen Blut entdeckt werden.

Man sollte auf jeden Fall eine Kotprobe entnehmen, denn mit einer Wurmkur wäre es dann nicht getan. Man sollte dafür sorgen, dass auch die richtigen Würmer getroffen werden, und auch nur die.

Ein parasitärer Befall kann alles Mögliche bedeuten, z.B. auch Befall von Milben.

Grundsätzlich muss man bei Befall von Würmern nicht voreilige Schlüsse ziehen. Würmer sorgen unter Anderem auch dafür, dass der Körper etwas zu tun bekommt.

Kurzer Schlenker in die Humanmedizin....

Bei Autoimmunerkrankungen (Abwehrzellen zerstören gesunde, körpereigene Zellen), z.B. Rheuma, setzen Ärzte im Klinikum Tübingen erfolgreich Würmer ein. Die körpereigenen Abwehrzellen bekommen endlich etwas zu tun und die lästigen systemischen Intervallerkrankungen verschwinden.

Je mehr Hygiene ins Spiel kommt, desto mehr langweilen sich die Abwehrzellen und es kommt zu einer Umkehrreaktion.

Wieder zurück zu den Pferden.....

Ob ein Pferd stark von Würmern befallen ist oder nicht, hängt zum Teil auch mit seinem Darm zusammen (Eintrittstor zu anderen Organen). Ist der Darm gesund und die Darmwand intakt hat es so ein Wurm schon ganz schön schwer.

Selbstverständlich müssen wir das Tier entwurmen. Das beseitigt aber nicht die Ursache des starken Befalls.

An dieser Stelle zitiere ich meinen Lehrer...immer wieder gerne:
"Brennt im Auto die Öllampe, baue ich auch nicht die Lampe aus. Ich schaue nach der Ursache und gieße Öl nach, sonst ist irgendwann das Auto kaputt...trotz ausgebauter Lampe." :-)))))) !!!!!

....ich liebe solche Sätze....

Nach der Entwurmung ist es wichtig den Stoffwechsel anzuregen und für einen gesunden, intakten Darm zu sorgen und eventuell andere geschädigte Organe unterstützen.

Die Naturheilkunde beinhaltet, wenn man alle Mittel zusammenzählt ungefähr 10.000 - 15.000 Stoffe, die helfen können, unterschiedlich potenziert, über Gaben dosiert und zeitlich variabel, i.v., i.s., oral,. Man würde danach schauen, wo die gesamte Konstitution geschwächt ist.

Ein Pferd mit struppiger Mähne hat eine geschwächte Konstitution, ist wie beim Menschen auch. Man betrachte sich nur den Schopf. Stehen die Haare wild in der Gegend herum und fühlen sich trocken an, liegt das nicht allein am Erbgut, sondern am Stoffwechsel.

Zurück zum Wurm....

Ist das Pferd konstitutionell stark und besitzt keine idiopathischen Veränderungen...plötzlich ängstlich oder schreckhaft, etc. Kann man durchaus zunächst einmal abwarten und am normalen Entwurmungszyklus teilnehmen.

Ist das Pferd konstitutionell stark geschwächt (unruhig, schwitzt viel, frisst wenig, etc.) sollte man auf jeden Fall das Pferd sofort entwurmen, da für dieses Tier Gefahr in Verzug ist.

Möchte man seine Konstitution stärken, nützt es nicht einfach irgendein Mittel zur Stärkung zu geben. Das Mittel muss schon passen und bedarf einer gründlichen Anamnese.

Die Phytotherapie bietet aber doch ein Sofortprogramm, unliebsame Gäste aus dem Darm zu vertreiben.

Es sind Karotten, 2,5 kg am Tag gefüttert, über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen.

Nochmal, ein starker parasitärer Befall ist für ein Tier gefährlich und muss unverzüglich mit Chemie behandelt werden.

Das was an der Chemie krank macht, ist in der Regel das beigesetzte Mittel zum eigentlichen Wirkstoff, das dafür sorgt, dass der Magen mit seiner Stärke, die Keulen nicht unschädlich machen kann. Leider setzen sich diese magenumgehenden Stoffe überall im Körper ab, am liebsten in den Gelenken. Sie können nicht oder nur langsam vom Körper abgebaut werden und stören den Stoffwechsel mit ihrer dauerhaften Präsenz.

Pferdebesitzer sollten auch nach der Entwurmung jedoch ihr Pferd genau unter die Lupe nehmen. Ist es konstitutionell geschwächt, braucht es dringend eine aufbauende Behandlung.

Ach ja, wusstet ihr, dass die bekanntesten "Enzyklopen" der Naturheilkunde Ärzte waren? Paracelsus, Kent, Hahnemann, und wie sie alle heißen.

Naja, der Glaube an Gott spaltet die Menschen, gesehen hat ihn noch keiner. Seine Wirkung jedoch ist unumstritten ;-)))

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Ganzheitliche Therapie - die reitenden Therapeuten

Eigentlich sitze ich am Schreibtisch und sollte mich tief in meine Bücher vergraben, wenn es nicht dieses absurde Video einer Pleasureprüfung auf FB gegeben hätte.

Was die Turnierszene - der ich schon lange den Rücken gekehrt habe - da produziert, ist meiner Meinung nach entwürdigend. Den Tieren ist der Schmerz und Stumpfsinn in das Gesicht geschrieben und auf den Körper gemeiselt.

In meinen Gedanken habe ich dann versucht, diese Tiere in eine ihr entsprechende natürliche Bewegungsform zurückzuführen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es mit Sicherheit für viele zu spät wäre.

Dieses Gepflatsche auf das linke Vorderbein ist auf Dauer für das Pferd schmerzhaft. Der Rücken dieser Pferde wurde dauerhaft und nachhaltig in ein Korsett gepresst, welches mit Schlaufzügeln und Ausbinder provoziert wurde. Bodenstangen sorgen hierbei für den Rest.

Was die Folge eines leblosen, nicht genutzten Muskels ist, erkläre ich später.

Bei Einigen - jedes dritte Pferd - stellt sich der Kopf schon nach Außen, um irgendwie den Schmerz beim Auftreten, über die Schulter zu kompensieren. Sie versuchen ihr Gewicht über den Schultermuskel abzufedern.

Wir von HBWR reiten - zum Glück - die Pferde anders. Jede Muskelpartie muss sich locker und geschmeidig und warm anfühlen, um einen korrekten, schonenden und geschmeidigen Bewegungsablauf zu garantieren.

...man versuche mal mit einem Besen korrekt Tango zu tanzen. Es wird nicht gelingen....und schön sieht es auch nicht aus :-(((

Warum haben wir Muskeln???

Damit sie den Skelettapparat stützen und diesen in der Bewegung abfedern.

Blockaden entstehen durch falsche Bewegungsmuster, hervorgerufen durch Überforderung und Einseitigkeit.

Reiter, die vom Sattel aus Blockaden lösen können, sind begnadete und fühlende Reiter. Sie fühlen in der Bewegung das Falsche und gehen darauf ein. Sie kennen den korrekten Tanz (Tango) und beherrschen ihn im Schlaf. Sie verwenden ihren Körper als Medium, um Blockaden zum Schwingen zu bekomme. Ihr Körper hat nur 1/8 an Kraft, welche sie ihrem Patienten gegenüberstellen können, also kann es nicht an der Kraft liegen.

Heute weiß ich, dass es die Energie, die Lebenskraft des Therapeuten ist, kombiniert mit Erfahrung und dem Wissen um den richtigen Zeitpunkt des Loslassens.

Es gibt sie überall - die falsch gerittenen Pferde. Viele wissen es nicht besser, wissen aber, dass es so nicht geht und geraten an den Falschen. Falsch sind immer die, die nach Anerkennung und Glorie suchen....Ehrgeiz, Ungeduld, Unerfahrenheit kommt dann noch als Multiplikator hinzu...und immer wieder Trends, die mit der Bewegung und dem Bedürfnis des Pferdes gar nichts zu tun haben!!!

Ich trainiere mit meinen Mädels jedes Mal, wenn ich in Stuttgart bin und bringe ihnen die Kunst des Fühlens und des Lösens eines Problems bei. Dabei spielt es keine Rolle, wie das Pferd geritten ist: Englisch, Western, Iberisch...französisch...kleiner Scherz.

Es geht um Muskeln, die den Skelettapparat stützen. Um Talente, die behutsam gefördert werden können. Um Pferde, die in dem falschen Körper stecken, zu viel leisten wollen, obwohl sie körperlich gar nicht können. Um die Kopflooser mit perfektem Körperbau, an denen jeder verzweifelt...

Ja, aber hauptsächlich geht es darum, dem Muskel nicht seine Funktion zu nehmen. Denn ist seine Funktion gestört, kann er den Skelettapparat nicht mehr stützen. Ein untätiger Muskel versorgt sich selbst nicht mehr mit Blut. Ihm mangelt es an Sauerstoff. Dann irgendwann übersäuert er, weil kein Austausch mehr stattfindet. Übersäuert er, hat das was von einem veralgten, stinkendenTümpel, der kippt. Er verkleistert und verklebt. Er verliert an Elastizität. Und irgendwann bräuchten wir ihn dann doch: Zum Aufstehen, zur Flucht, zur Abwehr zur Bewegung allgemein, zum Schutz...und dann reißt er.

Blöd, dass beim Pferd der Rückenmuskel für die Beweglichkeit, sprich Biegefähigkeit der Wirbelsäule und Trittlänge des Hinterbeins zuständig ist. Ohne Muskel versteift die Wirbelsäule. Erst gehen die Bandscheiben kaputt, dann wird der Zwischenraum ausgekleistert mit knochenähnlicher Masse, was dann die Ärzte als Verkalkung der Wirbelsäule bezeichnen. Während dieser Wandlung erfährt das Pferd schmerzhafte Entzündungen an den Wirbelkörpern und wenn das Ganze dann systemisch wird, könnte man von den Bechterew Pferden sprechen....ausgelöst durch Überreizung.

Das Skelett wiederum dient einzig und allein dem Schutz der wichtigen lebenserhaltenden Organe und der Versorgung unserer Zellen. Es kann die Aufgaben zerstörter Muskeln nicht übernehmen. Kein Organ kann zerstörten Muskel ersetzen. Ein zerstörter Muskel ist nicht reproduzierbar. An seiner Stelle bildet sich Ersatzbindegewebe. Es hat einzig und allein die Funktion, die letzten vefügbaren, kommunikationsfähigen Reste der Muskulatur irgendwie zusammenzuhalten, um das Überleben des Ganzen zu garantieren.

Unsere Evolution hat sich tatsächlich etwas dabei gedacht und ich wünsche jedem Menschen, ob Reiter oder nicht, unseren Planeten mit seinen Bewohnern mit mehr Achtung und Würde zu begegnen.

Mein Team und ich werden weiterhin mit unseren kleinen Kännchen die Wüste gießen und unseren Reitern und ihren Pferden beiseite stehen.

Es gibt sie die WIN-WIN Strategie für beide Seiten, damit das am Ende mit dem Tango klappt und das Elend dann doch klein hält.

So, und jetzt werde ich mich weiter auf meine Prüfung vorbereiten, die tatsächlich nur erst mal Leistung von mir abverlangt, um später vielen zu helfen, die in den Brunnen gefallen sind oder sich ihm zu stark genähert haben.

Unsere (die) Vierbeiner kommen schon jetzt in den ganzheitlichen Genuß, worüber ich mich sehr freue...das macht die Wüste für mich dann doch ein Stück kleiner :-)))





Mittwoch, 30. September 2015

Lebenskraft

Es ist noch recht früh am Morgen. Ich sitze hier im Bett, neben mir ein heißer Kakao, und gern würde ich aus den hohen Fenstern auf diese - schon vom Herbst gezeichnete Stille am Rande Berlins oder auch Potsdam blicken, wenn ich jetzt nicht mein Laptop vor mir hätte.

In der Tat gibt es etwas für mich zu feiern. Es ist diese letzte hohe verschlossene Tür der Erkenntnis, dessen Licht ich immer durch die Ritzen zu sehen bekam. Wie ein Hund bin ich an dieser Tür auf und abgegangen, habe an ihr geschnüffelt, habe "Auf" gerufen, habe jeden Schlüssel ausprobiert, was alles leider nichts half...
...immer wieder hörte ich die Stimme:"Du bist noch nicht soweit!"
Gestern flog sie auf - einfach so - ohne große Ankündigung....der Hammer!

Ein Mann - mein "medizinischer" Lehrer - nahm mich an die Hand und ging mit mir durch diese Türe...

Fangen wir vorne an....bei den Pferden.

Ich halte mich selbst für einen guten Beobachter. Pferde, mit denen ich nun Seite an Seite fast mein ganzes Leben verbracht habe, haben mich gelehrt auf kleinste Bewegungen und die damit verbundenen Veränderungen zu achten, sie nicht nur zu sehen, sondern auch mit dem Körper wahrzunehmen. Bücher zu diesen Themen langweilten mich zu Tode und ich schmiss sie nach kurzer Zeit alle weg oder verschenkte sie.

Menschen waren für mich immer schon sonderliche Wesen gewesen, während Pferde eine ganz klare, unmissverständliche Sprache sprachen. Ich half den Pferden, indem ich ihre Reiter dazu brachte, besser auf ihre Tiere zu achten. Und eigentlich hielt ich das auch für meine Mission, sozusagen: Großbrände löschen mit der Gießkanne ;-)))

Vor einigen Jahren kippte das Ganze. Ich kann diesen Moment ganz genau festmachen. Es war der Moment, als unsere kleine Piggy so krank wurde, ich auf andere hörte und den Tierarzt rief. Sie bekam über 14 Tage ein 6fach Präparat an Antibiotikum. Danach nochmal und nochmal. Ihr Zustand verschlechterte sich zunehmend. Kortison schlug gar nicht mehr an.  Ich übernahm das Häufchen Elend und fing an sie selbst zu behandeln auf der Basis der Natur.
Die Ereignisse überschlugen sich auf allen Ebenen, und ich kam mir vor wie ein Sack Kartoffeln, den jeder mal so im Vorbeigehen durchschütteln durfte. Ich ahnte nicht, dass es lange dauern würde, bis sich dieser Sack öffnen durfte.

Meine Pferde und natürlich auch meine Familie halfen mir dabei...sozusagen die lange Zeit zu überstehen. Sie bildeten einen schützenden Kreis um mich.

Als es dann nach Berlin ging löste sich dieser Kreis allmählich auf....meine Pferde waren nun der Meinung, dass sie mir jetzt lange genug geholfen hätten und ich mich jetzt mal um sie kümmern könnte. Zeitgleich klopften die ersten "eigentümlichen" Menschen an meine Türe, was mich sehr erstaunte...sich mit Menschen beschäftigen....ich???....das passte zunächst gar nicht zusammen.

Ich ließ es zu, da ich von Natur aus ein sehr neugieriger Mensch bin. Und landete auf einer Ebene, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe....

Lebenskraft.....:-))))

Jeder sucht nach ihr, will sie erhalten. Fehlt sie, sind wir tot.Ganz simpel!

Dazu habe ich 51 Jahre gebraucht. Alles dreht sich nur um diese Lebenskraft. Der Glaube, die Ernährung, unser Umfeld, unsere Arbeit, die Medizin, die Freizeit, etc., hilft uns dabei sie zu erhalten oder sie zu ersticken. Schwindet sie werden wir krank.

Wir tun alles, um sie zu erhalten, und doch ist es oft das Falsche,weil wir nicht in uns hineinhören, sondern den ganzen Müll in uns aufnehmen, was ein Dritter oder der Rest der Welt zum Besten gibt.

Es gibt eine Vielzahl von Symptomen auf der körperlichen und geistigen Ebene, die zu wenig Lebenskraft signalisieren. Erschwerend kommt hinzu, dass jeder von uns mit unterschiedlicher Lebenskraft ausgestattet ist. Ganz deutlich erkennbar ist das beim Reiten.

Reiten ist nichts anderes, als das sichtbarmachen der Lebenskraft eines Reiters und natürlich auch des Pferdes, welche erschwerend auch noch Tagesform abhängig ist....die Lebenskraft.

Durch diese Unterschiede der bestehenden Lebenskraft sind wir in der Lage unterschiedliche Dinge zu tun. Und der Satz, wer gesund lebt und viel Sport treibt lebt länger, ist Augenwischerei, da dieses Prinzip nur auf Statistiken beruht.

Churchill soff, aß Schweinefleisch, rauchte Zigarren, war zu dick und wenn man ihn fragte, was sein Prinzip der Gesunderhaltung war, kam "No, sports!" Er wurde bekanntlich uralt und war nie krank...

Es gibt Menschen, die sich an der Lebenskraft anderer bedienen und sie ihnen im wahrsten Sinne des Wortes rauben. Wenn euch so etwas begegnet...haut ab, so schnell wie möglich!!!

Wir tun viel zum Erhalt unserer Lebenskraft. Hierzu benötigt jeder seinen ganz individuellen Plan. Die einen gehen in die Kirche, die anderen steigen auf das Pferd, der nächste klettert im Gebirge herum, der andere lebt vegan. Der nächste geht zum Meditieren in die Alpen und wieder ein anderer sitzt den ganzen Tag vor der Glotze und isst Chips.

Ja, das ist alles völlig legitim und nicht zwingend krankmachend, da die individuelle Lebenskraft erhalten bleibt.

Was passiert, wenn die Lebenskraft schwindet. Wir sind erschöpft oder aggressiv. Wir ziehen uns zurück oder suchen Hilfe. Bleiben wir passiv werden wir krank. In der Regel verändern wir uns, unsere Gewohnheiten: Essverhalten, Trinkverhalten, Emotionen.....

Krankheit ist ein Signal der Lebenskraft. Das sagen will "Tu etwas, sonst geh ich!"

Was tun wir???

Wir ärgern uns, bekommen eine Warze (z.B.)

Wir rennen zum Arzt und lassen das Signal wegmachen.

Wir kümmern uns nicht um unsere Lebenskraft, sondern um die Zeichen, die sie setzt.

Ich möchte das jetzt an einem eigenen Beispiel näherst erläutern:

Vor ca 7 Jahren hatte ich eine Magen-/Darmgeschichte, musste aber in den Stall. Ich war mit Kunden verabredet, deren Anliegen mir sehr am Herzen lag, hatten sie sich ein junges Pferd gekauft und in meine vertrauensvollen Hände gelegt. Die jungen Besitzer waren noch sehr unerfahren, also raffte ich mich auf.

Das Pferd war harmlos und ich stellte mich auf eine unkomplizierte Geschichte ein, hatte ja schon 2 Monate super funktioniert. Dass ich nicht ganz fit war, sah ich nicht als Problem an. Ich stieg auf das Pferd, drehte meine Runden und kurz vor Schluss machte es aus dem Stand einen höllen Bocksprung - einfach so. Ich flog im Salto rückwärts vom Pferd und landete auf dem harten Boden in Sitzhaltung. Der rechte Oberschenkelmuskel riss und später stellte sich heraus, dass die linke Beckenpfanne gestaucht war. Beides extrem schmerzhaft. Ich war für 6 Wochen außer Kraft gesetzt. Die Jahre vergingen die Wunden heilten.

Dann kamen die Kanonenschläge - ich nenne sie mal - die Zeit der schlechten Energien. Und mit ihr der Schmerz der Beckenpfanne. Alles was ich anging half nichts. Osteopath, Physio, Entspannungstraining, Arztbesuch. Dann kamen Wirbelsäulenprobleme hinzu. Das Gefühl, als ob sie lose wäre, wie eine Fahrradkette. Es war eine Fahradkette - sie knackte selbst beim Gehen. Und zu guterletzt suchte mich eine Entzündung der Gesichtsnerven N.trigeminus mit bösen Zuckungen heim. Wer den Nerv kennt, weiß wie böse der werden kann. Ach ja, die Oberbauchschmerzen, die ich im Säuglingsalter schon hatte, wofür man fehlende Enzyme verantwortlich gemacht hatte, waren auch wieder aktiv...alle Ärzte riefen "Ahh" und "Ohh", als sie hörten, dass meine Großmutter Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte, aber leider konnten sie mir auch nicht helfen...oder besser ich ließ nicht zu, dass sie an mir befundlos herumschnipfelten.

Mich rissen jedenfalls diese Schmerzen buchstäblich aus dem Schlaf. Die Nacht wurde für mich zu einem Horrortrip. Ich wurde immer antriebsloser, müde und spürte, wie sich etwas davonschlich. Ich bekam Angst.

Viele Symptome, viele Meinungen, keinen Befund...über Jahre ;-(((

Ja, ich ernähre mich gesund, ich mache Sport, bin viel draußen, habe keinen Stress,....habe aber ein Problem mit Gewalt......jeder Art!

Zu dieser Erkenntnis kam ich allerdings erst, nachdem ich aufgrund der Symptomatik und der klaren Signale und dem was ich gelernt hatte, ein Kügelchen genommen hatte.

Ich nahm also dieses besagte Kügelchen...eins!!! Alles weg!!!

Ich bin selbst so überrascht und fasziniert, dass mir nichts mehr dazu einfällt, als ein Hoch auf Hahnemann (war Arzt) zu singen.

Was steht in Verbindung mit Gewalt??? Jeder kennt es...Arnica.

Das was mir meine Lebenskraft nahm, waren nicht die Verletzungen auf der körperlichen Ebene. Es waren Signale meiner schwindenden Lebenskraft hervorgerufen durch den Bezug zu Gewalt. Ich konnte das Thema "mein ganz persönliches Trauma" auflösen :-)))

Für jemanden anderen mit derselben Symptomatik, gibt es vielleicht eine andere Lösung. Manche brauchen auch Krisen, um ihre Lebenskraft zu mobilisieren oder erleben was Schönes und die Lebenskraft wurde geweckt. Schön, wenn es so einfach funktioniert.

Meine Erfahrung mit den Pferden ist z.B. dass es Pferde gibt, die durchaus auch anders wollten, wenn sie könnten. Sie können aber nicht, weil sie nicht aus ihrer Haut können. Sie werden krank, auch ohne dass man ihnen Leid oder Folter antut. Manche stehen den ganzen Tag bloß blöd rum und werden krank, als einziges Pferd einer großen Herde. Diesen erkrankten Pferden kann in zwei Richtungen geholfen werden, wenn alles nichts fruchtet. Entweder man sorgt dafür, dass sie ihren Panzer durchbrechen können. Oder man sorgt dafür, dass sie mit der Situation besser klar kommen. Beides dient dem Erhalt ihrer Lebenskraft. Beim Menschen funktioniert das genau gleich.

Übrigens....die Lebenskraft kann der Mensch nicht messen, kein Wissenschaftler, kein Mediziner. Wir können nur den Bauch öffnen und sagen es lebt oder es lebt nicht. Es gibt Werte, die wir messen können, Zahlen, die wir als Maß verwenden, die leider aber oft nicht aussagekräftig genug sind, um herauszufinden wo es klemmt.

Die Länder haben unterschiedliche Regelungen, wann der Tod eingetreten ist. Bei den einen ist es die Gehirnfunktion, bei den anderen die Herzfunktion, trotzdem wachsen die Haare weiter.

Man weiß von Herztransplantationen, dass sie schwierig sind. Der Körper nimmt das fremde Herz nicht an, andere bekommen Depressionen, weil sie das Gefühl haben ein Fremder lebt in ihnen und wieder andere bekommen dieselben Symptome, die eigentlich dazu geführt haben, dass er ein neues Herz gebraucht hat. ....ja, das ist jetzt grenzwertig und nichts für zarte Seelchen.

Jeder kann es spüren....wenn sie schwindet...die Lebenskraft.

So einfach ist das!

Was nicht einfach ist, ist den Weg aus der schwindenden Lebenskraft zu finden. Das ist für keinen Therapeuten einfach. Schwindende Energie zu behandeln, die man nicht messen kann erfordert die Kunst des Sehens, des Fragens, der Geduld.

Es gibt viele Ärzte, die der klassischen, mathematischen Medizin den Rücken kehren, weil sie der Meinung sind, dass durch die Eingriffe der Ärzte mehr Menschen sterben, als durch Krebs oder Unfall.

Hier in Berlin/Brandenburg arbeiten Ärzte und Heilkundige sehr erfolgreich Seite an Seite. Keines kann ohne das andere leben.

Ich freue mich jetzt schon auf den Tag, an dem ich in meiner eigenen Praxis sitze, im Rücken eine Form von Tagesklinik für längere Aufenthalte. Wichtige Kontakte zu einsichtigen und guten Ärzten habe ich schon.

Mein Ziel wird ein hohes sein.

Mit meinem Organsystem - so mein Arzt, auch ein Heilsympathisant - werde ich 120 Jahre alt...

Das muss ich jetzt wohl auch werden ;-)))














Montag, 28. September 2015

Harte Arbeit

Ich wollte mal ein bisschen über das Leben als Trainer schreiben...

Vor 20 Jahren sagte mal ein amerikanischer Trainer zu mir:" Mit 50 sind deine Knochen kaputt!"...
...er hatte recht!!!

Zunächst einmal ist es ein Unterschied, ob ich tatsächlich bereit bin, Erfahrungen zu sammeln, denn Wissen erlangt man nicht dadurch, indem man alle Bücher liest, die es auf dem Markt gibt und auch nicht, indem man einfach nur Nachplappert. Man muss es erfahren, um von den Dingen zu wissen.

Ein ganz einfacher Test ist der, nach dem "Warum" zu fragen oder nach dem "Was kann ich tun, wenn es nicht funktioniert". Weiß darauf der andere keine Antwort, sollte man auf dem Absatz kehrt machen und sich jemanden suchen, der mehr erfahren durfte.

Alles hat seinen Preis!

Nachdem ich mich Jahrzehnte lang wirklich auf jeden Bock gesetzt habe, kann mir niemand mehr die Welt rosa malen, denn es ist schlichtweg gefährlich in Einbahnstraßen zu denken.

Wenn ich meine Blessuren zähle, die immer noch schmerzen, auch nach so langer Zeit der Abstinenz, komme ich auf  maximal 3 Scheußlichkeiten. Aber es langen 3, die einem das Leben schwer machen können.

Ich wurde dafür bezahlt, dass ich mein Leben riskierte. Heute kann ich nur den Kopf darüber schütteln. Nichts desto Trotz und nur, weil ich so sehr an meinem Leben hänge, kann ich heute meine Erfahrungen weitergeben und freue mich darüber, dass es Trainer und Privatpersonen gibt, die das erkennen.

Ansonsten hoffe ich, dass niemand mehr um sein Leben fürchten muss, nur weil irgendjemand der Meinung ist, dass er sein Pferd besser einschätzen kann und darum auch einen Dritten benötigt, der sich drauf setzt ;-))

Der Trainer steht jeden Tag, bei Wind und Wetter an der Seite seiner Reiter und dreht mit ihm seine Kreise. Er ist Psychologe, Motivator, Lehrer für Zweibeiner und Vierbeiner zugleich. Ohne Aufwärmphase setzt er sich auf das Pferd, um Lücken zu schließen, die nicht umgesetzt werden können. Am Ende des Tages hat er weniger verdient als eine Kassiererin bei Aldi.


Ganz zu Schweigen von der Haltung der Pferde. Jeder fordert artgerechte Haltung, gesund mit gepflegtem Erscheinungsbild des Pferdes. Es sollte ausgeglichen und gut trainiert sein.....natürlich sollte auch der Service drum herum stimmen.

Ich habe eben nachgesehen, was unser Steuerberater pro Pferd veranschlagt hat...moment....13.361,55 Euro ohne Mwst. im Jahr...nein, die "Privaten" sind mein privates Vergnügen und sind da nicht mit rein gerechnet. Ja, das sind mehr als 1.000 Euro pro Monat, wenn man es richtig machen will.

Ganz ernsthaft, wer zum Henker ist so beknackt, dass er sich das antun sollte.....

Trotzdem höre ich vom zu teuren Unterricht oder zu teurem Trainer....

Mir war es jetzt mal ein Anliegen mit Tagträumereien aufzuräumen.

Ein gutes Pferd kostet Geld, ein guter Trainer auch und wer sich den Luxus auf einer schönen Anlage leisten will, sollte ab und zu ein bißchen nachdenken.


Montag, 21. September 2015

Ground-Control to make Atoms...

Bestimmt kennen noch einige von euch dieses Lied von David Bowie. Aber wahrscheinlich doch eher in einem anderen Kontext.

Es geht um maximale Kontrolle - sprich 100%, bei einer maximalen Freiheit - sprich 100%.

Sicher fragt ihr euch, ob die Oppermann jetzt völlig übergeschnappt ist...nein, natürlich nicht und wenn es doch so wäre, würde sie es nicht zugeben.

Reiten....bedarf erst mal einer Klärung. Es dient nicht unserem Freizeitvergnügen. Wer dem Ganzen auf den Leim geht - diesem trügerischen Grinsen des unsichtbaren Dritten - wird ganz schnell eines Besseren belehrt. Spätestens dann, wenn das imaginäre Etwas die Reisleine das erste Mal zieht und unsere Traumvorstellung vom glücklichen Reiter statt näher in die Ferne rückt, wird uns bewusst, dass da etwas anders läuft, als gedacht.

Meistens, wenn nicht immer - liegt es an unserer eigenen Disziplin. 100% Leistung erfordert 100% Disziplin. Blöderweise gilt das auch für unseren Traum. Jeder Traum erfordert 100% Eigenleistung. So ein bisschen, funktioniert einfach nicht...

...große Lebensweisheit der großen weißen Frau....;-))

Zurück zum Reiten. Irgendwann hat es jeder begriffen. Wer es nicht begreift, rollt seine große Murmel vor sich her, wie Sisyphos - König von Korinth...mühsam, sein Leben lang, bis die "Murmel" fällt / Groschen.

Das war jetzt etwas arg philosophisch...hat aber Spaß gemacht.

Benötigen wir für unsere Ziele "Andere", spielt die Kommunikation eine ganz immense Rolle. Je klarer ich mich ausdrücken kann, desto besser kann mich der andere verstehen. Kommunikation ist in erster Linie "Verstehen" und leider auch "Disziplin" zugleich. Verstehe ich etwas anderes, weil Interpretationen möglich sind (der andere hat sich keine Mühe gegeben), landen wir auf einer ganz anderen Ebene, als gewünscht. Wir sind an der falschen Stelle abgebogen. Emotionen dienen dabei als Katapult. Wir sind dann nicht nur falsch abgebogen, sondern auch aus der Kurve geflogen. Es fehlt auf einmal zum Wollen, die Orientierung.....

Gehen wir zurück zum Reiten...nein...zur Disziplin....oder auch Selbstkontrolle/Eigenreflektion.

Was erwarten wir, wenn wir uns auf ein Pferd setzen?

...es möge doch bitte in dem von uns gewünschten Tempo, in die von uns gewünschte Richtung laufen. Das kann doch nicht so schwer sein......doch!!!

Die meisten Reitanfänger machen sich keine Gedanken, wo sie überhaupt hin wollen. In diesem Fall wird das Pferd die Richtung vorgeben.

Der Reitanfänger sitzt auf dem Pferd, wie auf einem Stuhl, wobei der Stuhl nur Mittel zum Zweck ist. Wir wollen es uns bequem machen, damit wir uns auf etwas ganz anders konzentrieren können.....FALLE!

Diese Gewohnheit übertragen wir auf das Pferd....Stuhl gleich Pferd....Mittel zum Zweck.

Kurzer Exkurs in die Welt der Chinesen. Vielleicht kennt jemand den "Gang der Nebelkrähe". Der Gang ist irritierend und extrem langsam. Er täuscht darüber hinaus, dass der "Geher" seine ganze Energie im Unterbauch - dem unteren Tantiem - sammelt, und somit in der Lage ist, diese Energie bei Bedarf freizusetzen....ich kann auch einfach vor mich hinlatschen, wenn keiner guckt, bis ich über das Kopfsteinpflaster stolpere.

Sitzen wir auf dem Pferd, ist die Sammlung der Energie im Unterbauch sehr wichtig, denn damit setzen wir unser Pferd in Bewegung. Je nachdem, wohin wir diese Energie senden, verändert das Pferd seine Richtung.

Ja, so einfach ist das, wenn man das Thema Disziplin beherrscht.

Beherrschen wir die Disziplin, beherrschen wir unser Pferd und haben den Kopf frei für die Feinheiten, die wir uns nun erlauben können...

Vor allen Dingen - und ganz besonders - gehen wir unserem Pferd nicht auf den Keks mit den Dingen, die wir eigentlich vielleicht doch nicht so ganz wollen :-)))

Nun sind wir ein ganzes Stück weiter....wenn wir es wirklich wollen.

Unser Pferd wird sich darauf konzentrieren, was wir wollen und zunächst einmal "Pi mal Daumen" eine Richtung im gewünschten Tempo anbieten.

Wer Golf spielt, weiß, dass man mit "Pi mal Daumen" keinen Ball im Loch versenkt. Auch der Reiter bekommt irgendwann das Gefühl, dass er zwar zu den 80% der reitenden Bevölkerung gehört, deren Pferd eben so das macht, was von ihm verlangt wird, aber dann geht es irgendwie nicht mehr weiter.

Hm, dann, ihr Lieben stellen wir fest, dass ein Fortschritt nur mit  weiteren Investitionen der Leistungsbereitschaft einher geht, die unsere Disziplinfähigkeit zum Zerreißen an ihre Grenzen bringt und unseren inneren Leidensdruck immens steigert.

Zum Trost aller,...weichen wir der Aufgabe aus, wird sie uns auf einer anderen Ebene - irgendwann - ganz fürchterlich mit ihrer massiven Präsenz erschrecken und uns zwingen.

Hierzu hätte ich jede Menge Beispiele....von einem möchte ich kurz erzählen:

Es handelt vom ehrgeizigen Reiter, der gerne Themen überspringt und dessen Pferd immer wieder erkrankt ;-)))

Also stellen wir uns dem Übel. Einen Weg zurück in die geliebte Windel und dem Schrei nach Futter gibt es nicht mehr...oder vielleicht doch...aber später!

Und auf den Dingen, mit denen wir uns ungern beschäftigen wollen, hält der große Manitu ganz geschickt seinen dicken Daumen drauf.

Mir ist klar, dass der Text nicht für alle verständlich ist, darum unterrichte ich in erster Linie Reiter, die die Bereitschaft haben wirklich den letzten Rest an Disziplin aus sich heraus zu wringen und dazu jemanden wie mich benötigen, damit sie nicht der Mut und die Leistungsbereitschaft verlässt, bis sie ihre 100% erreicht haben.












Samstag, 1. August 2015

Die Suche nach dem Gleichgewicht

...oder....jedes Deckelchen sucht sein Töpfchen. Wer es etwas spiritueller haben möchte kann auch sagen: Das Prinzip von Ying und Yang.

Es bedeutet alles dasselbe.

Die Grundidee hierzu finden wir in der Natur, wer es genauer haben will...in uns!!!

Das Prinzip des Lebens verläuft auf eine ganz simple Art und ich versuche das jetzt in hoffentlich nur wenige Sätze zu packen:

Überall da, wo ein Ungleichgewicht entsteht erfolgt ein Austausch von Stoffen. Wer in Chemie aufgepasst hat, kennt das Prinzip der Osmose und Diffusion. Geraten die Stoffmengen in Ungleichgewicht, benötigt die kleinste Einheit des Ausgleichs - Energie.

Zu den energiegeladenen Bewegungen gehören auch motorische, z.B. Shoppen, aufgrund des Ungleichgewichts in unserem Schrank :-)))

Oder gedankliche...dazu gehören die guten Gedanken:"Wie mache ich die Welt ein bisschen schöner"! oder die schlechten Gedanken:"Warum muss der Depp von Nachbar am Sonntag den Rasen mähen".

Wenn man genauer hinschaut, fällt einem unweigerlich auf, dass schlechte Gedanken viel mehr Energie verbrauchen müssen, als gute. Denn meist kommen zu den schlechten Gedanken motorische Ausfallbewegungen hinzu ;-))) und das Prinzip des Ärgers oder der Ablenkung.

Wenn wir auf dem Pferd sitzen, lassen wir uns tragen. Ein bisschen müssen wir uns schon auch bewegen, aber in einer etwas anderen Relation zum Pferd. Wo versteckt sich nun die ausgleichende Energie, welches das Pferd aufbringen muss, und - aber von uns zurück bekommen muss???

...hahaha...vielleicht im anderen Reiter, der das Rasenmäher-Prinzip verfolgt und wutig in der Halle rumdonnert.....kleiner Scherz.

Bleiben wir bei unserer Einheit, dem Pferd und uns. Also, wo bleibt sie die Energie, die unser Pferd für uns aufbringt...und wo bleibt die ersetzende Energie für das Pferd???

Wird es  keine Energie zurückerhalten, wird es in letzter Konsequenz sterben.

Stellt euch einfach mal vor. Ihr fordert vom Pferd mehr Energie, als ihr gebt, und der Energieverlust würde sofort dafür sorgen, dass das Tier unter euch zusammenbricht.....ich hoffe ganz inbrünstig, dass ich euch diesen Gedanken ins Hirn brennen kann....das ist Wertschätzung und Achtung....

Ich meine nicht diese Tütteltiraden und überdimensonierten Futtermengen, die wir in das Tier hineinstopfen. Das ist kompensiertes Zeug aus der Vergangenheit, welches mit dem Pferd gar nichts zu tun hat.

....puh, das kam jetzt aber aus der Tiefe meines Gehirn-Atlantiks....

Die Energie bleibt in unseren Gedanken - zumindest sollte sie da bleiben, dem Gleichgewicht zu liebe.

Damit es zu einer Einheit kommt, muss ich mir genauso viele Gedanken machen, wie mein Pferd sich bewegen muss und das im direkten Austausch. Meine Gedanken müssen genauso schnell fliegen können, wie mein Pferd sich bewegt. Um das zu schaffen benötigen wir Präsenz - "Sein in diesem Augenblick". Nicht vorher, nicht nachher....jetzt!!!!

In dem Moment, in dem wir etwas vom Pferd verlangen, müssen wir in der Lage sein, das Erforderliche zurückzugeben....

Präsenz!!!

Denn das ist das, was das Pferd von uns benötigt.

Viele glauben - warum auch immer - dass das Leben ein Tauschgeschäft ist, so nach dem Motto:"Ich nehme das, was mir gefällt - dafür bekommst du das, was mir nicht gefällt." oder "Ich brauche etwas mehr von dir, dafür bekommst du etwas weniger von mir." Das ist allerdings ein ganz modernes Thema des Mehrwerts....und extrem anstrengend, weil es ganz viel Energie verbraucht, da man ständig bemüht ist zu sagen, dass das so nicht geht.

Übrigens...Thema "Mehrwert"...ich schweif mal kurz ab....dem Gewinner steht immer ein Verlierer gegenüber, auch wenn es nur um 1 Euro geht. Ihr müsst euch nur mal umschauen. Die Kette ist manchmal enorm lang, sodass man den Überblick verliert.

Jeder glaubt, dass die Dinge, die er tut, mehr Wert sind als die Dinge, die ein anderer tut.

Wie komme ich auf dieses Thema???

Ach ja...zu mir kam ein Suchender und er bekam von mir eine Antwort, die ihn nicht wirklich befriedigte, aber den Nagel auf den Kopf traf:

"Warum soll ich mich mehr um dich kümmern, als du dich um dich selbst kümmerst?"

Und schwupp war ich beim Thema "Gleichgewicht" gelandet. Das Einzigste, was der andere von mir wollte, war meine Energie, um sich wieder genüsslich im Sofa räkeln zu können.

Er wollte sein beladenes Köfferchen bei mir abstellen und beschwingt mit frisch aufgeladenen Akkus in den Tag starten...

...da hatte er dann doch was falsch verstanden ;-)))

Montag, 27. Juli 2015

Intelligenter Umgang mit dem Pferd

Ich habe keine Ahnung, wie viel Freizeitreiter es gibt. Aber es gibt zu viele, mit keinem oder wenig Wissen über Pferde. Sie haben es so lange nicht nötig sich Wissen an zueignen, bis sie vor einem Problem stehen und dann muss ganz schnell ein Trainer her.

Nach welchen Kriterien Trainer ausgesucht werden, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur ganz sicher, dass die Trainer in der Regel, nicht nach ihren Erfahrungen ausgesucht werden, sondern nach einem Versprechen, das in der zweiten oder dritten Phase gar nicht gehalten werden kann.

Im Vordergrund steht für mich stets die Gesunderhaltung des Pferdes, keine Effekte. Die Effekte sind Modeerscheinungen. Sie sind all die Jahre gekommen und wieder verschwunden, weil irgendjemand eine neue allumfassende Idee auf den Markt geschmissen hat, die nur bei genauer Betrachtung tatsächlich mit dem Wohlergehen des Pferdes einherging.

Ich persönlich finde, dass diese gesammelten Werke, unnützer Tätigkeiten und Pferdeartikel allmählich wieder verschwinden sollten, da sie meistens nur den Müllberg vergrößern, der irgendwann einmal zu einer Bedrohung für uns Menschen werden wird und Zeit raubt, die wir vielleicht auch in andere Dinge investieren könnten.

Fangen wir mit den Taten an. Ich brauche nicht mein Pferd aus dem Stall ziehen, wenn der Stallbesuch eigentlich einem Eventcharakter gleich kommt. Das Kümmern um das Pferd, sollte auf das Bedürfnis des Pferdes abgestimmt sein und man sollte sich in dieser Zeit auch auf das Pferd konzentrieren, sonst könnte man es theoretisch auch einfach im Stall stehen lassen.

Ein Pferd im Offenstall mit ausreichend Nahrung und Artgenossen, benötigt uns eigentlich gar nicht. Das Reiten und der Umgang mit dem Pferd, hat - wie schon so oft erwähnt - etwas mit unserem Bedürfnis zu tun.

Mit einem Pferd spazieren zu gehen, das im Offenstall steht, macht nur dann Sinn, wenn man es grasen lässt (wenn es zu dünn ist) oder wenn wir ihm die ganzen Furchteinlösenden Dinge zeigen wollen, die einem so begegnen können. Alles andere hat wieder mit uns zu tun, nicht mit dem Pferd.

Die Arbeit am Boden sollte sich darauf konzentrieren, das Pferd zu korrigieren oder es auf den Reiter vorzubereiten. Eine Korrektur dauert in der Regel 10 min ca 5x angewendet, dann ist aber auch gut. Stundenlanges korrigieren sorgt dafür, dass eine neue Korrektur von Nöten sein wird, entstanden aus der zu langen Fehlbelastung der vorausgegangenen Korrektur.

Viel weniger Zeit wird dafür verwendet zu schauen, ob die Ausrüstung richtig angepasst ist. Die Frage nach dem "nichtpassenden" Sattel, kommt vor der Frage "Habe ich den Gurt richtig verschnallt", "bildet die Sattelunterlage keine Falten". Aus Angst, dass der Sattel rutscht, schnüren wir dem Pferd die Lunge zusammen - sein wichtigstes Organ.

Letztens bekam ich ein Pferd vorgeführt, dass am Gurtverlauf ein Hämatom bekommen hatte. Der Reiter hielt das Hämatom für eine Reaktion auf einen Stich.

Reiter bohren ihre Fußspitzen beim Aufsteigen in die Rippen der Pferde. Bleibt es irgendwann nicht mehr stehen, wird das Pferd dafür verantwortlich gemacht.

Das langsame und vorsichtige Aufsteigen, macht die Pferd kirre. Sie müssen viel zu lange versuchen das Gleichgewicht zu halten. Wer einen jungen, noch rohen Araber bestiegen, hat, kennt die Reaktion.

Statt auf diese Dinge zu achten, wird geschaut, wie schön das Pferd den Kopf trägt.

Jean Claude Dysli sagte einmal treffend auf einer Messe:"Die Position des Pferdekopfes ist eine Modeerscheinung, die sich ständig ändert. Die Korrektur der Kopfposition ist eine rein kosmetische"....sehr schön beschrieben.

Egal wohin ich schaue, die Pferde werden fast nur noch unter Dauerspannung geritten, egal ob mit Wassertrense, blanker Kandare, Knotenhalfter. Ich würde mich mal gerne auf so ein überspanntes Pferd setzen und schauen, ob es überhaupt noch in der Lage ist, Schub zu entwickeln.

Dann sehe ich wieder Pferde, die mit weggedrücktem Rücken auf der Vorhand latschen oder die, die auf der Vorhand latschen und auf dem Gebiss rumlümmeln. All das ist ein Produkt unserer modernen Zeit, Hauptsache der Kopf ist in der gewünschten und genormten Position - unserem Zeitgeist entsprechend.

Intelligenter Umgang bedeutet für mich auch, zu schauen, wen ich vor mir habe, kurze Wege mit viel Effizienz sind wichtig für das Pferd, damit es nicht zu früh oder sogar gar nicht auf dem Schlachthof landet.

Jedes Pferd ist anders und jedes Pferd hat das Recht dazu, von uns Willkommen geheißen zu werden. Das ist schon mal die simpelste Aufgabe von allen. Jedes Lebewesen ist einzigartig und muss als solches wahrgenommen werden. Jedes Lebewesen sendet Signale aus, um sich verständlich zu machen und wir müssen lernen sie zu verstehen, denn wenn wir sie verstehen, finden wir auch Lösungen.

Signale, die heute unbedeutend erscheinen, können morgen zu einem riesigen Ballon werden, der einfach explodiert.

Jemand, der nicht die Bereitschaft zeigt, etwas zu verstehen, hat nicht nur seinem Autopiloten die Regie überlassen, er kann auch keine Lösung anbieten, die dem Signalgeber gerecht wird. Es wird nur eine Lösung angeboten, die den äußeren Makel beseitigt und eine kaschierende Funktion übernimmt.

Ich mache das an einem Beispiel fest: Ein Pferd will beim Aufsteigen nicht mehr stehen bleiben :-))
Anstatt zu überprüfen, ob ich einen Fehler mache, wird dem Pferd gedroht. Man bringt es in eine ungünstige Position, die da heißt "Mach dich für mich klein". "Ich weiß zwar nicht, was du von mir willst, aber ich will jetzt da rauf und zwar sofort".

Wir haben vergessen, dass das mal alles ganz gut lief, wie so Vieles , was wir vergessen mit den Jahren der Routine.

Routine ist die Faulheit pur in unseren Köpfen. Wir benötigen sie für den Alltag. Beim Pferd sind jedoch wachsame, intelligente Lösungen gefragt. Jede Lösung muss stets überdacht und korrigiert werden - in unserem Gehirn- damit wir anderen Lebewesen weder physisch noch psychisch Schaden zufügen.

Das ist das Mindeste, was ich von einem Trainer erwarte. Egal, ob er Reitlehrer, Golflehrer, Segellehrer oder Lehrer an der Schule ist.

Das Leben erleben wir in 3D, gehen aber gerne eindimensionalen Wegen nach. Das ist weder intelligent, noch schafft es eine vernünftige Lösung eines Problems, wobei unreflektierte Lösungen und Probleme meist nicht auf derselben Ebene zu finden sind.




Mittwoch, 22. Juli 2015

Materia Medica Viva

Ich habe den folgenden Blog nach einem Buchtitel benannt, dessen Verfasser zu "DEM" Meister der klassischen Homöopathie gehört.

Gemeinsam mit anderen bedeutenden Wissenschaftler hat er eine Enzyklopädie der Homöopathie verfasst, deren Reichweite bis tief in das Innerste unseres Körpers und des Geistes reicht.

Es ist nichts für einfache Gemüter, denn das Werk beinhaltet knapp tausend Seiten, relativ klein geschrieben. Die behandelten Mittel - in das Deutsche übersetzt - gehen leider nur bis zum Buchstaben "E".

Nichts desto Trotz bekommt man als angehender Heilpraktiker mit diesem Werk einen Schatz an Wissen an die Seite, der alles Bisherige sprengt.

Als ich anfing mit Pferden zu arbeiten, stellte ich mit der Zeit fest, dass Pferde irgendwann mit ihrem "Fassungsvermögen" an ihre Grenzen stoßen. Hier ein paar Beispiele - ich fange mal ganz harmlos an:

  • Ein S-Springpferd, sprang im Training immer ganz brav über die Hindernisse. Auf dem Turnier verweigerte es plötzlich alle Sprünge. Für dieses Pferd gab es keine Alternative, denn der Besitzer wollte sie nicht. Also musste ich alles geben. Das erste Problem war die Höhe des Hindernisses. Auf dem Turnier waren sie höher angesetzt und das Pferd hatte wohl Schwierigkeiten beim Langmachen der Hinterhand vor dem Hindernis. Ein Osteopath schaute sich das Ganze an und fand auch in der Tat einige Blockaden. Danach gab es für die Verweigerung keinen ersichtlichen Grund mehr. Sie war aber immer noch präsent. Ich arbeitete mit dem Pferd 2x. Es war willig, freundlich und absolut leistungsorientiert. Auf der Ebene gab es nichts zu tun. Das Thema hatte sich jedoch immer noch nicht geändert. Irgendetwas hatte sich in seinem Kopf manifestiert: Turnier, Stress, Verspannung, Schmerz...??? Wie will man das trainieren??? Ich verabreichte ihm eine Gabe homöopathischer Mittel. Kurz darauf lief er, auch im Training noch lockerer. Dann bekam er ein zweites Mittel - Antistressmittel. Leistungspferde wollen nicht verlieren. Sie wollen alles geben, das setzt sie unter Druck und sie machen Fehler, die sie ganz schlecht verarbeiten. Zum Schluss bekam er dann noch etwas für die Muskeltätigkeit und der Bub konnte erfolgreich gestartet werden, ohne Probleme.

  • Zu mir kam ein Araber. Er war sehr misstrauisch gegen alles und jeden. es gab überall Probleme: Beim Aufhalftern, Satteln ging gar nicht, etc. Damit er Vertrauen zu mir bekam, kniete ich jeden Tag für 30 min neben ihm mit dem Futtereimer in der Hand, bevor er das Halfter zu Gesicht bekam. Irgendwann waren wir soweit, dass ich ihm den Longiergurt über den Rücken legen konnte, schließen ging gar nicht. Wir gaben ihm ein Mittel für seine Lunge, denn der Gurt drückte direkt auf die Lunge. Bei Arabern ist die Lunge sehr empfindlich. Nun konnte er den Gurt ertragen. Dann kam der Sattel. Damit assoziierte er etwas ganz Besonderes. Er hatte solche Panik vor dem Ding, dass nur noch eine Methode half. Ich bastelte aus dem Sattel ein Bändelmeer, band alles hoch. In einem vollkommen perfekten und sicheren Roundpen ließ ich ihn laufen. Bevor ich ihn jedoch sich selbst überließ, zog ich an einer Schnur und alle Bänder breiteten sich über ihm aus. Völlig out of control raste er stundenlang im Roundpen herum. Ich hatte ihn immer im Auge, da wir auf dem Platz mit den anderen Pferden arbeiteten. Nach 3 Tagen war es geschafft. Wir hatten ihm für seine Angst und Muskulatur ein Mittel geben können und schließlich konnte er problemlos angeritten werden - gebisslos, mit Sidepull. Immer wieder, wenn er schreckhaft wurde ( nach 1 Monat, dann 1 Jahr, später nach 2 Jahren), bekam er seine Mittelchen. Über Jahre hinweg hatte ich noch Kontakt zu der Besitzerin, die von ihrem coolen Pferd schwärmte.

  • Dann hatte ich einen ganz tragischen Fall. Ich weiß noch genau wann das war, denn ich hatte mein neues Auto gerade mal 1 Woche - meine heutige Biotonne :-))) Ein 14jähriges Mädchen war mit ihrem Reitbeteiligungspferd in einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Stall befand sich mitten in einem Industriegebiet in Kirchheim. Sie war vom Stall weggeritten, als ein LKW um die Ecke kam. Das Pferd war völlig überrascht und machte auf der Hinterhand kehrt. Das Mädchen hatte nur 1x keinen Helm auf gehabt und knallte mit dem Kopf auf den Asphalt. Das Pferd hatte nicht verstanden, was passiert war. Das Mädchen kam nicht mehr und keiner kümmerte sich mehr um ihn. Im Gegenteil. Seine Familie zerbrach und seine Besitzerin hatte quasi nur noch ihn. Er ließ niemanden an sich ran. Man muss dazu sagen, dass es sich bei dem Pferd um ein Quarter-Criollo-Mix handelte. Wendig und flink wie ein Quarter, ausgeprägter Fluchtinstinkt, eines Criollo. Erst arbeitete ich aus der Ferne mit ihm. Das ging ganz gut. Irgendwann machte ich ihm klar, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war, wo ich in seine Nähe kommen wollte. Es ging, aber mehr eben nicht. Es reichte jedoch aus, um ihm etwas geben zu können, ausgelöst durch das Trauma, was er erlebt hatte und ausgelöst durch sein Wesen, das er nun mal war..."schnell mal weg"! Es ruckelt sich alles ein und die Besitzerin konnte ihn wieder reiten....nein, der Pferdeflüsterer kam später in die Kinos ;-))) 
So kann ich ganz viele Geschichten erzählen....es würde Bücher füllen. Aber das gehört zu der Kategorie "Alte Zeiten". Was ich begriffen habe im Laufe meiner Tätigkeit, dass man nicht immer durch wohlmeinende Taten Dinge ändern oder in den Griff bekommen kann. Das bedeutet letztendlich nur, dass man sich selbst maßlos überschätzt. Zusammenhänge sind oft viel komplexer, meist körperlicher und geistiger Natur...die immer miteinander vernetzt sind. Ohne denken würden wir nicht fühlen und ohne spüren könnten wir nicht handeln...:-)))

Ich habe durch meine Arbeit mit den Pferden gelernt, dass nicht jedes Wesen in seine Haut auch rein passt. Manchmal ist der Kittel zu groß, manchmal ist es auch ein ganz anderer. Jedes Wesen hat seine Grenzen, die nicht wir zu bestimmen haben und manchmal sind diese Grenzen nicht normal. Oft ist es so, dass der Wille da wäre, aber der Körper nicht mitmacht oder umgekehrt.

Jemand der schreit, hat auch ein Problem auf der körperlichen Seite. Spätestens wenn er aufhört zu schreien wird ihm das bewusst - jedem!!!! Nur kümmern wir uns nicht drum...sollten wir aber!!!

Wenn wir bereit dazu sind zu erkennen, dass das Pferd einfach nicht kann, nicht aus seiner Haut kann, müssen wir ihm anders helfen, als gebetsmühlenartig unser Programm Tag für Tag durchzuziehen, in der Hoffnung, dass es irgendwann fruchtet....da komme ich noch einmal in einem anderen Blog darauf zurück mit dem Titel - Clockwork Orange - Pferdetraining....;-)))

Ich komme jetzt zurück zu diesem Buch! Es ist eher ein wissenschaftliches Buch. Denn es beschreibt unter anderem, die Veränderung eines Menschen im Moment des Ausbrechens einer Erkrankung.

Schwere, verdeckte Erkrankungen sind deswegen so schwer zu erkennen, weil sie in der verborgenen Tiefe unseres Körpers gedeihen, ohne dass wir es merken. Erst wenn Symptome auftreten - auf der körperlichen Ebene....leider!!!! - gehen wir zum Arzt.

Die Symptome treten aber schon viel früher auf der geistigen Ebene auf. Bei Krebs 3-4 Jahre vor der Symptom - Erkennung.

Für mich gab es immer eine Verbindung zwischen Eigenschaften und Erkrankungen, gelernt von den Pferden. Je plötzlicher, desto gravierender.

Wenn ich mir so die kranken Tiere anschaue, kann ich sofort sagen, warum sie krank geworden sind. Es steht ihnen förmlich auf der Stirn geschrieben.

Ich wünsche jedem, dass er mehr in sich hineinhören möge, innere Unruhen wahrnimmt und sie ernst nimmt und hoffentlich nicht ständig andere dafür verantwortlich macht. Denn nur so kann Erkenntnis und Erkennen fruchten und auch unter Umständen schützen.

Verstehen tu`ich sie zwar immer noch nicht...die Menschen...aber vielleicht ist das auch nicht meine Aufgabe.

Also, passt alle schön auf euch auf und nehmt das wahr, was euer "Ich" zu euch sagt.

Ich kümmere mich solange weiter um die Pferde :-)))

...und unsere Kunden...


Sonntag, 19. Juli 2015

"Western - Reiten"

Heute sind zur Abwechslung mal die anderen dran!

Als ich vor 28 Jahren bei Ute Holm, damals Landsmann erschien, hatte ich schon viele Jahre Reit-Gebuckel hinter mir...ganz klassisch mit vielen offenen Optionen, die ich auch nutzte. Ich bin heute denjenigen immer noch sehr dankbar, die mir die Möglichkeit einräumten, ihre Pferde zu reiten. Ich hatte schon früh sehr viele Pferde geritten...Dressur-, Spring-, Vielseitigkeitspferde...was anderes gab es damals noch nicht, bzw. bei uns im Stall.

Die Spanier und Portugiesen kamen so langsam aus dem sonnigen Süden angefahren und irgendwie faszinierten mich damals die Rasse der Alter Real, aber nicht die spanisch/portugiesische Reitweise.

Als ich auf Ute stieß, war diese Reitweise für mich eine Offenbarung. Zu diesem Zeitpunkt waren die Quarter noch recht klein 1,42m - max. 1.52m und zumindest im Trab sehr unbequem.

Trab??? Das benötigte man damals nicht. Es ging direkt aus dem Schritt in den Galopp. Gymnastizieren??? Das gab es damals nicht. Man setzte sich drauf und ließ die Pferde laufen

Wer das Westernreiten beherrschte brauchte keine Fersen und auch keinen Zügel...ich weiß nicht, wie heute die Regeln der AQHA sind....aber damals flog man raus aus der Prüfung bei Sporeneinsatz und offenem Pferdemaul.
Zu diesem Zeitpunkt erschien mir das zu wenig. Nur das Pferd laufen lassen??? Hm....
Mit den Jahren entwickelte ich mich auch weiter und überlegte mir, was die wahre Kunst des Westernreiten ausmacht. Leider ist das mit der heutigen Turnierreiterei für mich nicht mehr vereinbar. Heute bleibt das Pferd immer auf der Strecke.

Ich wollte einfach mehr und dann hatte ich es gefunden. Die Kür des Westernreitens besteht darin, jeden einzelnen Muskel des Pferdes zu aktivieren, ohne dem Tier seine Freiheit zu berauben, um meine ganz persönlichen Ziele zu erreichen, die eigentlich mit dem Pferd gar nichts zu tun haben.

Was mir heute so begegnet, empfinde ich  eher erschreckend. Da werden anatomisch nicht geeignete Pferde in eine Zwangshaltung gebracht, um - keine Ahnung was - zu erreichen. Es kann nicht erreicht werden, denn das Pferd ist dafür unter Umständen gar nicht gebaut.

Niemand käme auf die Idee mit einem Badmingtonschläger, Tennis zu spielen. Kein Golfinteressierter käme auf die Idee, mit einem Hockeyschläger aufs Grün zu gehen.

(Kein Golfer würde auf das Grün gehen mit einem kaputten Schläger...dieses Extrembeispiel gibt es leider unter den Reitern auch...)

Reiter tun das jedoch. Sie kaufen sich ein Pferd, ohne darüber nachzudenken, was sie damit wollen. Sie denken über den Preis nach und suchen sich danach das Pferd aus. Irgendwann wissen sie - vielleicht - was sie mit ihrem Pferd wollen und zwängen ihr Pferd in eine unpassende Jacke, die da heißt, Leistung - Sport.

Dann wird auf Teufel komm raus trainiert. Ein gutes Sportpferd braucht täglich max. 20min intensives Training. Im Aufbau werden Muskeln und Gehirn trainiert und wenn es die Materie beherrscht, muss es nur noch gelockert werden, bis kurz vor der Show. Übrigens auf Dauer ein langweiliges Unterfangen, weil es immer dasselbe sein muss, unter viel Disziplin. Wer 2 Stunden braucht, sollte sich ernsthaft Gedanken machen, ob er das geeignete Pferd für seinen Anspruch besitzt. Tut es das nicht, sollte er seine Einstellung ändern oder sein Pferd verkaufen.

All diejenigen, die das nicht tun, werden ihr Pferd verschleisen, auf eine, dem Tier unwürdige Art und Weise.

Das Westernreiten heute hat sich stark verändert. Gut gymnastizierte, lockere Pferde am losen Zügel, findet man kaum noch in der Szene. (Noch weniger begegnet man freundlichen gut erzogenen Reitern....sorry!!! Meine persönliche Weltanschauung)

Jedes Pferd hat so seine anatomischen Tücken, aber vielleicht einen super Willen. Ich muss auf seine anatomischen Fehler acht geben und seine Vorzüge in den Vordergrund bringen...beim Menschen nicht viel anders.

Im Training vieler, geschieht das meistens anders herum. Da wird auf der mangelnden Anatomie rumgeritten (die leider nicht verändert werden kann), bis der Wille schwindet. Ist die Motivation weg und der Körperbau gar nicht vorhanden, tauchen sie auf....ganz schleichend....die Erkrankungen.

Der Wunsch in uns nach Freiheit, hat viele zum Westernreiten gebracht. Warum in Drei-Teufels-Namen, gestehen wir uns nicht die Freiheit zu, die Dinge für uns und unser Pferd anders zu entscheiden. Immer wieder lassen wir uns in eine Schublade stecken, versuchen aus dieser Schublade herauszukommen, um in der nächsten zu landen. Wir versuchen uns anzupassen, um dazu zu gehören und hören nicht auf unsere innere Stimme, die da sagt "Tu`es nicht!"

Mir kann keiner erzählen, dass er diese Stimme nicht kennt...erwischt???

Hinter Westernreiten verbirgt sich eine Philosophie der Freiheit. Nutzen wir doch diese Chance und setzen sie um, für uns und unsere Pferde. Wer das begriffen hat, tut sich mit seinen Artgenossen auch leichter.

Womit ich geneigt bin, das nächste Fass auf zu machen....;-))

Heute leiden Menschen unter einem unnatürlichen Kontroll- und Geltungszwang. Ich habe in meiner noch jungen Golfkarriere des Vesuchs, nicht einmal erlebt, dass ein Golfanfänger - der nicht einmal in der Lage war, den Ball zu treffen - zu einem Lehrer ging, und ihm die Welt des Golfschlägers erklärte.

Das gibt es nur bei den Reitern und jeden Tag werden es mehr. Ich weiß, dass das spitz und gemein ist.

Vielleicht möchte der eine oder andere tatsächlich etwas ändern und hat jetzt endlich den Mut, es zu tun. Dann hat sich dieser Text schon gelohnt......und meine Glückwünsche hat er!

Westernreiten bedeutet "Loslassen", "Entschleunigen", "Sich auf das Wesentliche konzentrieren".

Probiert das mal aus, dann werdet ihr automatisch die Zügel lose in eine Hand nehmen können, sitzen bleiben - auch wenn es mal hüpft...und in Gedanken die Sonne putzen...:-)))

Ich frage mich ganz oft, wenn ich Reitern zuschaue, was für einen Mangel er versucht zu kompensieren.

Unsere eigenen inneren Zwänge sind unser Feind. Wenn wir sie aus uns verbannen - und das kann uns das Westernreiten lehren - haben wir die erste Stufe des Glücks erreicht. Wir sind frei und unabhängig und für uns und unser Pferd verantwortlich. Nicht der Trainer, nicht der Arzt, nicht unser Rechtssystem....

...und jetzt hör ich auf, sonst wird es blöd!


Dienstag, 7. Juli 2015

Kabelsalat

Ich habe in den letzten Wochen sehr viel über das Nervensystem - seine Möglichkeiten der Reaktionen gelernt und nachgedacht, sodass ich heute ein paar Rückschlüsse meiner Beobachtungen zum Besten geben kann, was unter Umständen viele Pferde(lieb)haber irritieren wird. Vor allen Dingen wird es denjenigen zu denken geben, die Pferdeliebe auf Füttern und Putzen reduzieren und das Bedürfnis nach Reiten komplett ausschließen.

Als alte erfahrene Pferdefrau kann ich jedem sagen, dass Reiten mit der Liebe zum Pferd gar nichts zu tun hat, sondern schlicht weg mit unserem eigenen Bedürfnis einhergeht, uns tragen zu lassen und ein Wesen zu beherrschen, das viel stärker und größer ist als wir....Alles andere spielt zunächst eine völlig untergeordnete Rolle.

Das ist das ungeschminkte Gesicht von 25 Jahren Erfahrung mit Pferden, Reitern und die es werden wollen.

Vielleicht hat mal in der Tat jemand beobachtet, wie ein Pferd reagiert, wenn er es besteigen will. Englischreiter haben da einen großen Nachteil, weil sie beim Aufsteigen auf das Hinterteil des Pferdes schauen.

Die Westernreiter schauen immer in Richtung des Pferdekopfes...somit bekommen sie die Reaktion des Pferdes mit, wenn sie es besteigen...sollte man meinen....

Ich schätze, dass...80% der Westernreiter gar nicht bewußt ist, wie das Pferd beim Aufsteigen reagiert....

Es hebt den Kopf. Ein gut trainiertes Pferd hebt nur noch leicht den Kopf, ein williges auch. Ein junges Pferd richtet auch noch die Ohren nach hinten. Drückt ein unerfahrenes Pferd dabei auch noch den Rücken weg, wird es einem kurz das Weiße im Auge zeigen und Gas geben. Denn, ungewohnter Schmerz im Rücken bedeutet "Gefahr".

Das Wegdrücken des Rückens ist eine unwillkürliche Handlung. Was bedeutet das???

Die Schmerzrezeptoren liegen direkt unter der Haut. Diese senden Impulse über die sensiblen Nervenbahnen. Der Schmerz wird direkt an das Rückenmark geleitet. Das spannende daran ist, dass das Rückenmark ohne Zuschaltung des Gehirns reagieren kann. Diese motorischen Nerven befinden sich auf der Oberseite eines Wirbelkörpers - beim Pferd im oberen Rücken - und können direkt aufgrund der Schmerzleitung der Haut reagieren. Es kommt zu einer spontanen Reaktion - dem Rückenwegdrücken.

Wir kennen das vom Fallen, wenn wir unsere Arme im Sturz nach vorne strecken.....eine unwillkürliche Handlung ohne Zuschaltung des Gehirns.

Zurück zum Pferd....

Beim Rückenwegdrücken wird der Kopf angehoben, bedingt durch die Anordnung der Muskulatur und der Tatsache, dass die Muskeln noch kalt sind und nicht auf Dehnung vorbereitet sind. Durch das Anheben des Kopfes, kann es, muss es aber nicht - zu einer willkürlichen Schmerzreaktion in Folge kommen. Es passiert dann, wenn der Schmerz nicht nachläßt, sondern aufgrund der Ermüdung, der sich wehrenden Rückenmuskulatur, verstärkt.

Die Willkür unterliegt, wie es der Namen schon sagt dem Willen - das Gehirn schaltet sich ein. Und da das Pferd durch Schmerz mit Flucht reagiert, wird es unter Umständen um sein Leben rennen. Läßt der Druck nicht nach, wird es solange bocken, bis der Schmerz nachläßt und der Reiter am Boden liegt.

Ich werde jetzt nicht  erklären, wie es geht und auf was man achten muss bei einem besonders schmerzempfindlichen Pferd mit starkem Fluchtreflex und Willen, bedingt durch eine überhöhte Sensibilität und Anatomie.

Die dem Willen unterliegenden, notwendigen motorischen Nervenbahnen treten an den Wirbelkörpern nach Innen aus, also Richtung Bauch (beim Pferd nach unten). Diese Nerven stehen nicht nur mit dem Gehirn in Verbindung, sondern auch mit dem in der Nähe befindlichen Organ, deswegen nach unten. Das Organ ist auf die Zuschaltung der Nerven aus dem Gehirn angewiesen, aber das ist jetzt ein anderes Thema, hat mit Druckverlust, Durst, Essen, etc. zu tun.

Jetzt kann jeder mal googlen, was passiert, wenn wir ohne Unterlass den Bauchmuskel behacken - willkürlich oder unwillkürlich. Ganz abgesehen davon, dass wir mit unserem Gewicht das Pferd im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven gehen - mit oder ohne Sattel (hier allerdings verstärkt punktuell, vergleichbar einer Akupressur).

Typische Überreizungserkrankungen von Nerven, die der Willkür unterliegen und organische Reaktionen bedingen sind Leber- und Darmerkrankungen. Die bekannteste hierzu ist beim Pferd die Kolik.

Wirbelschmerzen sind auch immer ein Hinweis auf Organerkrankungen...wie bei allen Wirbelwesen.

Nehmen wir nun doch alle mal zur Kenntniss, dass die Symbiose zwischen Pferd und Mensch nichts mit Liebe zu tun hat und dass auch unser Pferd die Arbeit mit uns genießt, sonst würde es uns nicht er-(tragen).

Begegnen wir doch endlich mal dem Pferd mit Respekt und Würde und lassen dieses einfach mal Pferd sein und nehmen zur Kenntnis, dass wir dieses Tier reiten wollen...

Ein glückliches Pferd ist ein Pferd, das in Frieden fressen, saufen und dösen darf, ohne dass ständig jemand an ihm herumzerrt, weder der Kumpel, noch der Mensch. Sie lieben die Stille und sie lieben Aufgaben. Und wenn sie verstanden haben, um was es geht, werden sie auch ihren Reiter lieben, der sich davor in Acht nehmen sollte, sein Tier nicht zu überfordern und ihm Zeit für seine Entwicklung zu lassen, ohne es zu langweilen.
 

Freitag, 15. Mai 2015

Heilung

Heute zur Abwechslung mal wieder ein medizinischer Post.

Was versteht der moderne Homo sapiens (lat., verstehender, verständiger bzw. weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch....ähhhm!!!) unter Heilung. Das Wort ist etwas betagt und gehört auch nicht zwingend in die Lehre moderner Schulmedizin.

Ich habe hierzu Wikipedia zu Rate gezogen....


Der Begriff Heilung bezeichnet den Prozess der Herstellung oder Wiederherstellung der körperlichen und seelischen Integrität aus einem Leiden oder einer Krankheit, oder die Überwindung einer Versehrtheit oder Verletzung durch Genesung. Während der Heilungsbegriff etymologisch eher durch ein Ganz-Werden bestimmt ist (siehe „Heil“), bezeichnet genesen (von griechisch neomai) ursprünglich ein Davongekommensein aus einer Gefahr.

....seelische Integrität.....

Jedes kranke Lebewesen ist auch gleichzeitig ein Psycho????

Etwas ketzerisch.....es steht jedoch im Text von Wikipedia, zumindest könnte man es heraushören ;-))

Die neuen Prüfungen - vorgenommen von den Amtsärzten, legen tatsächlich einen Schwerpunkt auf die Psychologie, während ihre medizinischen Prüflinge schweißgebadet vor ihnen stehen.

Ganzheitliche Heilung??? Haben wir dafür heute überhaupt die Zeit???

Mir fällt immer wieder auf, dass Mensch dazu neigt zu behaupten, dass das was man nicht sieht, existiert nicht und das was man sieht und als störend empfindet, weg muss - und zwar gestern.

Um so dringlicher empfinde ich, die Notwendigkeit der Aufklärung und Prävention.

Je mehr ich über die medizinischen Erkenntnisse erfahre, desto sprachloser bin ich bei dem Umgang mit Erkrankungen, sowohl bei den Patienten, als auch bei den Ärzten und Kassen.

Man macht sie weg  und nimmt dabei in Kauf, dass 20 Nebenwirkungen zu weiteren Erkrankungen führen können, Hauptsache ES ist weg.....jetzt!!!!

Heilung ist ein Prozess, der je nach Dauer und Nachhaltigkeit Zeit benötigt.
Man kann Schmerzmittel nehmen, man kann Kortison spritzen, man kann Antibiotika zu sich nehmen, man darf sich gerne den Röntgenstrahlen aussetzen, man sollte damit bewusst umgehen, sie als Diagnosemöglichkeit erkennen und als vorübergehende akute Lösung wahrnehmen. Man muss sich jedoch klar sein, dass das mit echter Heilung nichts zu tun hat.

Es lohnt sich für jeden zumindest darüber nachzudenken und seinen Arzt zu fragen, wie er auf die Diagnose kommt, was sie zur Folge hat und was das Mittel, das einem verschrieben wird bewirken soll.....

Leider überschreitet das das Maß an Zeit, welches uns beim Arzt zur Verfügung steht...dumm gelaufen!!!


Montag, 27. April 2015

Ein Diamant

Nun bin ich aus Mailand zurück gekehrt und mir schwirrt so Manches im Kopf herum. Es ist ein Sammelsurium von Notizen, die mein Hirn gespeichert hat, aufgrund von Gesprächen und Ereignissen.

Es ist immer eine Bereicherung, wenn man gefordert ist. Allerdings ist es auch eine Bereicherung mit Menschen zu sprechen, die vom Leben eine Ahnung haben und auch eine entsprechende Erfahrung mitbringen.

Auf unserer Reise nach Mailand wurden wir von einer Gruppe von Menschen begleitet, die aus ihrer Sicht einen fantastischen Blick auf das Leben haben. Unter anderem ein Nobelpreisträger, Psychotherapeuten, Architekten, Führungskräfte der Industrie. Sie alle haben eins gemeinsam. Es ist der reife Blick auf das Leben - mit einem Lächeln.

Nun aber zu meinem Thema. Ich bin gespannt, wie ich es schaffe, diese Vielfalt in ein Netz zu verspinnen.

Ich beginne mit meiner letzten Reise nach Stuttgart. Mir begegneten auf dieser Reise ganz erstaunliche Dinge. So erzählte mir eine Reiterin, die schon sehr lange bei uns reitet, aber aufgrund der Entfernung eine Reitbeteiligung in ihrer Nähe gesucht und gefunden hat, dass sie eigentlich sehr unglücklich darüber sei, wie der Unterricht dort ablaufen würde. Die Pferde würden sofort rangenommen, es gäbe keine Pausen und im Prinzip bestünde das Reiten auf absoluter Kontrolle (hauptsächlich über den Zügel).....

....hm, das Nächste was ich erfuhr war der Blick, der immer geradeaus gerichtet sein müsse und jetzt kommt der Wiederspruch zur Technik...man müsse das Pferd mit dem Geist reiten....und das aus dem Mund einer sehr jungen Frau......ohje!!!!

.....das ist dann aber doch noch ein langer Weg!!!!

Mit dem Geist reiten, ist wie mit Gott sprechen. Es verlangt ein hohes Maß an Selbstdisziplin, Erfahrung und die Fähigkeit seinen Körper mit seinem Geist in Einklang zu bringen, das Herz dominieren zu lassen, und das auf dem Pferd zu vollenden.

Wer diese Kür beherrscht, wird nie krank, hat immer ein Lächeln auf dem Gesicht, ist immer freundlich zu anderen Menschen und ist vor allen Dingen im Leben angekommen....

Ganz ehrlich??? Ab diesem Moment braucht man keinen Lehrer mehr....

Ein reifer, erfahrener Lehrer behandelt seine beiden Schützlinge wie einen Diamanten und einen Klumpen Gold. Damit beide zum Erstrahlen kommen, muss der Diamant geschliffen werden. Wer einen Diamanten in der Rohfassung kennt, weiß, dass man ihn als Diamant gar nicht erkennen kann, und ist über seine Bedeutungslosigkeit im Orginal überrascht. Das Schleifen ist mühselig. Der Diamant kann nur mit einem anderen Diamanten geschliffen werden. Um ihn zum Strahlen zu bringen, bewegt sich der Diamantenschleifer im Nannobereich, bis er das Funkeln herausgezaubert hat.

Der Goldklumpen wird zur Fassung modelliert. Er soll den Diamanten nicht umklammern und nicht einengen, sondern den Glanz des Diamanten unterstreichen.

Jedes Pferd ist ein kleiner Diamant. In der Rohform erkennt man seine Schönheit sehr selten. Ein guter Trainer erkennt den kleinen Schatz, den er präsentiert bekommt, und will ihn zum Strahlen bringen, dabei hat jedes Pferd seine Eigenheiten, wie die Diamanten auch. Um ihn zum Strahlen zu bringen, muss man das Innere nach außen kehren, so wie bei einem Pferd auch.

Kann sich der Geist des Pferdes nach außen kehren, wird der Mensch an seiner Seite ganz klein und unscheinbar. Doch auch er hat eine besondere Aufgabe. Der Mensch sorgt dafür, dass sich der Geist entfalten darf, dass er sich wie auf einer Bühne bewegen darf, dass er einen Rahmen erhält - eine Fassung - die das ganze Licht in der Bewegung reflektieren darf, ohne ihm dabei die Freiheit zu rauben.

Das ist Reiten. Es ist vergleichbar mit einem Diamant in einer Fassung. Der Reiter als Fassung. Der Reiter, der auf Platz Zwei gehört, nicht auf Platz eins.

Menschen mit einem zu starken Geltungsbedürfnis werden dieses Ziel nicht erreichen. Sie werden Schleifchen sammeln, aber sie werden nicht diese innere Tiefe zu sich und ihrem  Herzen finden.

Die Kommunikation mit dem Pferd entwächst dem Herzen. Ein guter Horseman bedient sich nicht der Techniken. Er arbeitet mit dem Herzen. Pferde können das sehen....das Herzchakra.....:-)))

Das Herzchakra macht eine Person aus mit sehr viel Tiefe, mit sehr viel Frieden, mit sehr viel Präsenz.

Wir bei HBWR konzentrieren uns darauf, unseren Reitern den Weg zu sich selbst zu finden....ein bisschen weniger Hirn und Verstand, ein bisschen mehr Herz, ein bisschen mehr Wurzel und ganz viel Frieden.

Es ist ein langer Weg, und wir begleiten unsere Reiter auf ihrem langen Weg. Denn jeder fängt ganz klein an. Wir behüten sie, geben ihnen kleine Hinweise. Wir überfordern sie nicht und irgendwann beginnt es zu schwingen - das innere "Ich".

Ich muss dann immer schmunzeln, denn das Schwingen verändert die Bewegung des Pferdes, bevor der Reiter es überhaupt wahrgenommen hat, und verrät somit ihn.

Reiter nehmen diese Veränderung erst viel später wahr, sind dann aber völlig aus dem Häuschen.

Ich habe dabei immer das Gefühl, dass in diesem Moment der Reiter sich von seinen inneren Zwängen befreit hat und seinem Diamanten die Freiheit und Präsenz zugesteht.

Es ist einfach nur schön, diesem Einklang, dieser Harmonie, diesem Fluss an Energie, diesem Verständnis zu zuschauen. Dann verschränke auch ich meine Arme und schaue nur zu und denke mir...."Es ist geschafft! Der Diamant hat seine Fassung erhalten!"




Mittwoch, 8. April 2015

Thigh Gap

Unter den jüngeren Lesern ist dieser Begriff nicht unbekannt.

Ein junger, nach Erfolg strebender Designer schuf diesen Begriff, als er magersüchtige Models über den Laufsteg schickte.

Thig Gap ist die Lücke zwischen den Oberschenkeln, die man auch von den Hungerleidenden in den afrikanischen Ländern kennt.

Es ist schick...auch für junge Männer bohnenstangenhafte Beine zu besitzen. In Berlin rennen ganz viele davon rum. 20jährige, aschfahl mit tiefen Augenringen.

Ginge es dabei um Pferde, würde der Besitzer des Pferdes das Veterinäramt am Hals haben.So geschehen bei uns.

Was tun, wenn das Lebewesen vor uns am vollen gedeckten Tisch sitzt und einfach nicht isst.

Gesundheitsämter streiten sich über den Bodymaßindex. Ist es normal, wenn eine Person einen Bodymaßindex von 17 hat? Da hört man dann:"....ja es gibt diese Dürren wirklich!"

Wirklich??? Vielleicht steckt ja auch eine Schilddrüsenerkrankung dahinter...oder das Hungern.

Als bei der Pret a Porter eine junge Frau aus den Latschen kippte, schlug das System zu!

In Frankreich wurden mit einem Schlag die Magersüchtigen auf den Laufstegen verboten.

Wie wäre es denn mal mit Aufklärung!!!

Es ist schick geworden verhungert auszusehen und dann noch nichts zu essen, wenn überhaupt vegetarisch...der Trend geht aber zum Veganer....blöd, dass nicht abzusehen ist, wie diese Menschen sich in 20 Jahren fühlen und unter welchen Krankheiten sie leiden werden. Kein Vit B, kein Kalzium, keine Bewegung in jungen Jahren bleibt leider nicht ungestraft.

Was passiert da eigentlich. Vegetarische Magersüchtige mit Thig Gap marschieren auf die Osteoporose zu. Nicht erst, wenn die Menopause einsetzt, sondern schon mit 30 Jahren. Sie züchten mit ihrem Essverhalten eine Unfruchtbarkeit herbei. Da braucht man keine hormonverseuchten Gewässer mehr, denn es passiert von ganz alleine.

Das nächste Problem für junge Männer ist Soja. Soja enthält den höchsten Gehalt von Phytoöstrogene. Fazit...jeder junge Mann, der nicht Vater werden will, sollte reichlich davon essen.

Schwangere Frauen, die sich vegetarisch ernähren, sollten begleitend Vit B Gaben zu sich nehmen, auch reichlich von Kalzium.

Jetzt schon begegnen mir Menschen - auch ältere - mit massivem Kalziummangel. Wir brauchen es...für unsere Knochen. Ohne Kalzium und Vit B werden die Knochen spröde oder weich. Sie altern und können sich nicht mehr regenerieren.

Proteine sind die wichtigsten biochemischen Funktionsträger. Ihr Gesamtbestand macht etwa 15-17% der Körpermasse aus.  Wir benötigen 1g pro Kilo Körpermasse täglich. Ich meine jetzt Proteine natürlicher Herkunft. Proteine verändern unseren Hormonhaushalt.

Wir verweigern genmanipuliertes Gemüse, hormonverseuchtes Fleisch, stopfen aber synthetische Pillen in uns rein von denen wir nur einen Teil der Inhaltsstoffe kennen.

Die meisten verbinden Hormone mit dem Sexualverhalten. Leider besitzen sie überall Schaltfunktionen für die Motorik, für das Funktionieren der Organe, für unsere Emotionen.

Unterdessen kann ich genauso gut Veganer orten, wie Menschen, die zu viel Fleisch konsumieren.


Die Jugend ist schön, der Schönheitswahn allerdings ein großer Fehler mit schwerwiegenden Folgen, dessen Ausmaß man noch gar nicht abschätzen kann.

Nichts zu essen, dann noch vegetarisch oder gar vegan ohne ärztliche, ernährungsberatende, wissende Person, das sollte ein junger Mensch nicht tun, nicht wenn er in seiner Lebensplanung Kinder einbauen möchte. Und auch sonst nicht. Mangel an Vit B und Kalzium, kann der Körper nicht so einfach kompensieren. Fehlen Muskeln, fehlt dem Körper Stützgewebe für die Knochen. Sind die Verknorpelungen an den Gelenken verschlissen, mangels Stützgewebe, wird es sehr schmerzhaft....unter Umständen überall, auch in der Wirbelsäule.

Ist es das wirklich wert?





Mittwoch, 1. April 2015

Unser Geburtstagskind....

...wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst....!!!!

Ich habe mich heute extra beeilt, um über Bahija zu schreiben. Sie ist heute 26 Jahre alt geworden.
Eine rüstige Rentnerin auf vier Beinen.

Als sie auf die Welt kam, heute vor 26 Jahren, spickelte ich durch die Boxentüre, 1 Stunde nach ihrer Geburt....ja...ein Pferd...ein hässliches, braunes Entlein lag da im Stroh.

Sie wuchs auf dem Hof auf und ich realisierte sie kaum...war einfach nicht mein Typ.

Im Herbst hielt ich schon mal Ausschau nach meinem eigenen Pferd. Ich wollte mir von meinem ersten verdienten Geld ein Pferd kaufen.

Aus irgendwelchen Gründen wurde ich vor Weihnachten auf sie aufmerksam (gemacht) und ich deutete ihrem Züchter an, dass ich in Erwägung ziehen würde, sein Fohlen zu kaufen, was eigentlich völliger Schwachsinn war.

Er freute sich so sehr, dass er mich gleich am Ärmel hinter sich herzog. Bahija`s Box glich einem Hochsicherheitstrakts mit Schloss und Riegel versehen. Madame hatte die Gabe, alle Türen zu öffnen.

Er entriegelte alle Schlösser und ließ mich alleine.

Man stellt sich das immer so romantisch vor...das eigene Pferd, und eigentlich sollte sich das Pferd auch freuen. Tat es aber nicht!!!

Als ich die Boxentüre geöffnet hatte, feuerte sie eine Salve nach der anderen ab, immer Richtung meiner Person. Ich weiß nicht, aber ich dachte nicht lange nach und fing selbst an, nach ihr zu treten.

Etwas erstaunt hielt sie inne und ich konnte sie anfassen. So ging das in einem Fort.

Endlich hielt ich sie am Strick mit stolz geschwelgter Brust - was macht Bahija - sie rannte einfach los. Ich - keine Ahnung von Fohlen hielt sie fest. Leider hatte sie mich so überrascht, dass ich stolperte und sehr viel Sand schlucken musste.

Mit der Zeit legte sich das und wir wurden ein Team. Ich nahm sie überall hin mit.

Bevor sie zur Ausbildung zu Ute Holm kam, ließ ich es mir nicht nehmen, sie selbst zu besteigen. Es war kein Problem. Auch das Gelände war kein Problem.

Meine Tochter war geboren und auch sie lernte auf ihr das Reiten.

Bei unseren Urlauben in der Lüneburger Heide war auch Bahija dabei. Mit Satteltaschen und Karte bepackt zog ich mit ihr los.

Einmal landeten wir im Moor. Sie versank bis zum Karpalgelenk im Sumpf. Gleichzeitig versperrte uns ein Baum den Weg. Wir beide versuchten uns durch zu arbeiten und schafften es auch. Wir besuchten die Hunnengräber. Ich durfte Bahija sogar mit rein nehmen. Wir überquerten einen Staudamm. Trotz Getöse blieb sie ganz ruhig und Passanten schauten uns erstaunt hinterher.

Wenn wir rasteten, musste ich sie nicht anbinden. Sie kannte das schon aus der Zeit, als ich beim Ausritt mein Kind stillen musste. Sie blieb einfach bei mir.

Das schönste Erlebnis hatte ich, als ich mich in der Heide verritten hatte. Irgendwann kreuzten wir einen gepflasterten Weg. Irgendwohin musste der Weg ja führen, also ritt ich an ihm entlang. Ein Geräusch bahnte sich einen Weg zu uns. Es kam unheilvoll näher. 4 Panzer rollten von hinten immer näher heran. Wir konnten nicht ausweichen. Wir waren versehentlich auf das Nato-Übungsgelände geraten.

Die Jungs krochen alle aus ihren gepanzerten Fahrzeugen, um das Schauspiel des lonesome Cowgirls mit ihrem Pferd zu bestaunen.

Bahija bekam einige Fohlen...tolle Pferde!!! Nicht jeder war in der Lage diese Pferde zu schätzen.
Für Bahija waren Fohlen schon immer das größte gewesen. Man sah es ihr an, wenn sie ein "Kleines" wahrnahm....Augenaufschlag...blink, blink....Baby...Meins!!!

Bahija hatte schwere Verletzungen. Sie wurde Opfer eines Rippers. Laut Tierarzt 40 Messerschnitte im Genitalbereich.

Bahija zog sich eine Drahtschlinge ins Sprunggelenk. Sie befand sich an dem einzigsten Baum auf der Koppel. Die Koppel war groß. Sie kämpfte....ich auch!

Bahija gewann Turniere...Reining, Horsemanship, Western Riding...nur Pleasure...das ging nicht.

An der Kuh arbeitete sie hervorragend. Unser Bauer stellte seine Kühe vom Anbindestall auf Laufstall um. Er hatte Sorge, dass die Tiere ausflippen würden und fragte mich, ob ich ihm mit meinen Pferden helfen würde. Bahija und ich trieben sie abends in den Melkstand.

1998 gründete ich die Reitschule. 2000 war Bahija mit Bijou trächtig. Brav absolvierte sie ihre Reitstunden mit ihren Schülern, trotz dickem Kessel. Bis 2010 wechselte sie noch wie eine Junge durch die Halle. Ihren letzten Schüler trug sie 2012. Dann stellten wir den Vertrag auf Rentner um.

Nun kümmert sich eine junge Frau um sie, die sie sehr lieb hat. Je nach Tagesform geht es immer noch ab ins Gelände...aber wie!!!!

Manchmal machen Bahija ihre Augen zu schaffen. Dann kommt sie nur zur Pflege raus.

Nächste Woche bin ich wieder bei meinen Tieren und werde meine Runde drehen, sie begrüßen, und  sie danach fragen, wie es ihnen geht.