Mittwoch, 2. Januar 2019

2019 Interaktion unter der Lupe

Liebe Freunde von HBWR,

es ist immer wieder spannend einen Jahreswechsel zu spüren. Altes zu verabschieden und sich zu fragen:"Was habe ich gelernt!" Um dann Neues im Leben willkommen zu heißen. Ich spüre das jedes Jahr...und jedes Jahr etwas intensiver und klarer. Darum heute der Blog!

Wie immer sammel ich meine Gedanken im Wald und an unserem See, lass sie vorüberziehen, bis sich ein Gedanke bemerkbar macht, dessen Aspekt ich interessant finde.

Ihr könnt mir glauben....da fließt viel Trash durch so ein Gabi-Gehirn, bis etwas Vernünftiges von mir Beachtung findet.

Heute war es das Thema "Interaktion". Was erwarte ich vom kommenden Jahr und was hat mir den entscheidenden Impuls gegeben....spannend. Und ihr werdet es nicht glauben. Die meisten Gedanken die ich verschwendet habe waren ...und versucht jetzt bitte keine Wertung darin zu erkennen....

"Warum sind so viele Menschen so unglaublich doof!"

Das kam nicht von mir, das entstand durch die Interaktion mit den Kräften, die mich umgeben ;-)

Jetzt könnte ich es einfach dabei belassen oder mich über die DOOFEN aufregen. Tu ich aber nicht. Ich frage mich viel mehr:"Was hast du nicht erreicht!"

Dann kommt es.....klack, klack, klack....eine Erkenntnis nach der anderen!

Nun kenne ich die Lösung. Die Lösung entwickel ich aus dieser Erfahrung und macht mich durch meine Interaktion mit dem Doofen nicht schlauer - das ist es nicht - es macht mich handlungsfähiger.

Ich weiß, dass viele das zu abstarkt finden....Finde ich manchmal auch...bin halt Ingenieur....zerlege gerne alles bis ins Detail und baue es neu wieder zusammen. Und mache unter Umständen aus einer Lokomotive einen Sattel.

Ich versuche das mal mit einem Beispiel:

Jemand bei uns auf dem Hof fragte mich, ob er sich ein Pferd ausleihen könnte. Grundsätzlich sage ich zu diesem Thema Nein a.) bei einem Fremden, b.) bei keinem Kunden. Nun bestand mal vor langer Zeit eine tiefe Verbundenheit, die sich über die Jahre verflüchtigt hat, ich mich aber noch daran erinnere.

Also sagte ich zu. Eine ganz wichtige Information besaß ich nicht - wie lange ich das Pferd ausleihen sollte. Das erfuhr ich dann später. Zu diesem späteren Zeitpunkt musste ich schlucken, denn es sollte 4h am Stück sein. Immer in Erinnerung an unsere Verbundenheit sagte ich, wenn es passt zwischen den Feiertagen. Nachdem ich aufgelegt hatte dachte ich mir:"...welche Verbundenheit....da ist nichts übrig. Irgendwann war der andere im Nebel verschwunden und seine Energie verblasst.

Nach kurzen Überlegungen teilte ich meinem Gegenüber mit, dass ich das nur aus reinem Freundschaftsdienst mache, aber keine 4h, weil unsere Pferde max 2,5h täglich laufen und wenn dann nur bei Aussnahmen, die da aber nicht heißt Fremdreiter und 4h am Stück. Als Antwort bekam ich:"Das wusste ich nicht!"

Tja, das große Problem unserer Zeit heißt nicht, das weiß ich nicht, sondern "Das wusste ich nicht!"

Was sagt uns dieser Satz. Er zeigt uns, dass eine Handlung vorausgegangen sein muss, die nicht gelenkt war von Wissen und diese Handlung nicht in Verbindung stand zu dem Wunsch oder einem Bedürfnis im Vorfeld definiert.

Wissen bedeutet immer eine Interaktion - bedeutet Nähe - bedeutet Energieprinzip. Noch ein Beispiel....

Mensch - ärgere - dich - nicht!

Kennt das noch jemand?

Um interagieren zu können, benötigt man einen Würfel, eine Figur, einen begrenzten Raum und ganz wichtig sind andere Mitspieler. Man kann sich jetzt Gedanken darüber machen, was das Wichtigste ist. Das ist das was heute passiert, und die Antwort lautet meist "ICH" - ohne mich geht gar nichts. Doch ganz viel, erklärt an diesem Spiel!

Es mag sein, dass der Würfel das wichtigste Medium ist. Die Figuren sind beliebig, sowie die Mitspieler. Den Raum brauchen wir uns nicht wegdenken, denn ohne Raum keine Existenz. Momentan wurde sogar unter den Quantenphysikern, die Zeitfrage nicht nur diskutiert, sondern sogar widerlegt.

Zurück zu unserem Beispiel.....sorry ich liebe diese Ausflüge in die tiefsten Gehirnfugen.

Fazit ist - erklärt an meinem Beispiel, dass der der möchte lediglich einen Würfel benötigt und etwas Glück. Diejenigen, die sich aus dem Spiel rausnehmen und sich als Zuschauer an den Feldrand setzen, beobachten und rumstänkern, haben sich aktiv aus der Interaktion herausgenommen und werden über längerem Zeitraum als Nebelwolke im OFF verschwinden während die Chancen der Weiterspieler steigt, somit auch die Chance auf Glück, die wiederum verbunden ist mit Ausdauer.

In dem Wort Interaktion steckt schon eine elementare Information, nämlich AKTION. Eine Aktion bedingt ein Handeln, dazu sind wir da!

Irgendwann wurden die Interaktionsräume von irgendjemanden entwickelt, die er anderen zum Handeln zur Verfügung stellt. Er sorgt für die Spielregeln innerhalb des Interaktionsraums und sorgt dafür, dass sie eingehalten werden. Das Einhalten ist elementar wichtig. Nur so verwächst sich die Interaktion jedes Mitspieler zu einem festen Netz und wird somit sehr stabil gegen Außeneinflüsse. Das hat jetzt nichts mit dem ICH zu tun, sondern mit den Mitspielern, also den anderen.

Von diesen Räumen gibt es so viele, wie es Entwickler gibt, die wiederum über andere Interaktionsräume miteinander verbunden sind, wobei der Austausch regelkonform verläuft und verlaufen muss, z.B. mit dem Finanzamt oder Bank, als plattes Beispiel. In jedem dieser Räume gelten Regeln, die Mitspieler einhalten müssen, damit alle davon profitieren.

Zurück zu meiner Geschichte.....

Ich habe im letzten Jahr sehr , sehr oft erlebt.....vorsicht Metapher..... dass man sich ein Fahrrad (Ersatzvehikel für die Sofaecke) aus dem Ständer geholt hat und als man bemerkte dass der Reifen keine Luft mehr hatte es zurück in den Ständer stellte und rief:"Hat nen Platten!" Noch besser waren die, die gleich schrien "hat nen Platten!"

....vorsicht...jetzt tobt sich Frau Oppermann mal wieder aus: Stellt euch vor, ihr geht zum Arzt wegen Grippe und er sagt zu euch:"Ihre Nase läuft!"...mehr nicht! Dann geht ihr Nachhause und ihr werdet ständig darauf aufmerksam gemacht, dass eure Nase läuft. Wieso bietet keiner ohne viel Worte ein Taschentuch an. Offensichtlich merkt doch jeder, dass da jemand Hilfe benötigt. Hilfe unterscheidet sich von Worten ganz elementar, wobei wir wieder bei der Handlung, der Interaktion sind, bei der Verantwortung, die wir mehr fürchten, als der Teufel das Weihwasser.

Und wenn es etwas gibt, wo wir der Meinung sind, das geht mich nichts an, sollte tunlichst den Raum einer fremden Interaktion in Frieden lassen, sonst kommen genau solche Sätze heraus:"Das wusste ich nicht!"

Dieser Satz hat so viel in der Geschichte der Menschheit an Boshaftigkeit, Kriege und Elend hervorgebracht, dass einem bei Betrachtung schlecht wird.

Leute so wird das nichts! Wir müssen uns bemühen, jeden Tag - und aufs Neue. Nehmen wir uns aus der Interaktion heraus, nehmen wir uns aus dem Leben heraus. Und wollen wir einen Raum betreten, müssen wir uns die Regeln des Raums aneignen um mitspielen zu können. Viele betätigen sich heute als Trojaner, sind getrieben von Zerstörung, ohne sich zu überlegen, was nach der Zerstörung kommen soll, was die Konsequenz daraus ist, denn die meisten wollen keine neuen Interaktionsräume schaffen, nicht - weil sie es nicht können. Sie besitzen einfach die Energie nicht, die da heißt Verantwortung. Verantwortung über mich, über dich, über Kunden, über Mitarbeiter, den Interaktionsraum, den Räumen und deren Vernetzung....

Vielleicht habe ich irgendjemanden mit dieser Message erreicht. Wenn nicht, habe ich auf jeden Fall ganz viel für mich herausgezogen.
Mit diesem Wissen und dem Bewusstsein der Verantwortung, die ich gerne übernehme, dehne ich meine Räume auf.

Ich habe in der Tat, diese vielen Kritiken in positive Interaktion verwandeln können und meine Handlungsräume erweitern können.

Das was ich mache - ihr lieben Leute - ist nicht jemanden die Luft wegnehmen. Im Gegenteil, ich versuche so viele wie möglich am Spiel zu beteiligen, sie einzuladen. Die Luft nehmen sich viele selbst weg, indem sie die Räume der Interaktion verlassen.

...und wer schlau ist, sucht sich die Räume mit viel positiver Energie. Sich in Darkrooms aufzuhalten ist, wie im Sarg liegen und warten, dass sich der Deckel öffnet. Sich als Trojaner zu betätigen, sagt nur etwas über den Trojaner aus, aber nichts über den Raum in den er sich schmuggelt.

Mehr verrate ich nicht. Für mich, unseren Betrieb und auch sonst für jeden, der dieses Jahr mit anpackt, hängt der Himmel voller Geigen!

Ich wünsche euch noch einmal über unseren Blog ein glückliches, gesundes und hoffentlich erfolgreiches Jahr mit vielen Interaktionen!!!



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