Samstag, 1. August 2015

Die Suche nach dem Gleichgewicht

...oder....jedes Deckelchen sucht sein Töpfchen. Wer es etwas spiritueller haben möchte kann auch sagen: Das Prinzip von Ying und Yang.

Es bedeutet alles dasselbe.

Die Grundidee hierzu finden wir in der Natur, wer es genauer haben will...in uns!!!

Das Prinzip des Lebens verläuft auf eine ganz simple Art und ich versuche das jetzt in hoffentlich nur wenige Sätze zu packen:

Überall da, wo ein Ungleichgewicht entsteht erfolgt ein Austausch von Stoffen. Wer in Chemie aufgepasst hat, kennt das Prinzip der Osmose und Diffusion. Geraten die Stoffmengen in Ungleichgewicht, benötigt die kleinste Einheit des Ausgleichs - Energie.

Zu den energiegeladenen Bewegungen gehören auch motorische, z.B. Shoppen, aufgrund des Ungleichgewichts in unserem Schrank :-)))

Oder gedankliche...dazu gehören die guten Gedanken:"Wie mache ich die Welt ein bisschen schöner"! oder die schlechten Gedanken:"Warum muss der Depp von Nachbar am Sonntag den Rasen mähen".

Wenn man genauer hinschaut, fällt einem unweigerlich auf, dass schlechte Gedanken viel mehr Energie verbrauchen müssen, als gute. Denn meist kommen zu den schlechten Gedanken motorische Ausfallbewegungen hinzu ;-))) und das Prinzip des Ärgers oder der Ablenkung.

Wenn wir auf dem Pferd sitzen, lassen wir uns tragen. Ein bisschen müssen wir uns schon auch bewegen, aber in einer etwas anderen Relation zum Pferd. Wo versteckt sich nun die ausgleichende Energie, welches das Pferd aufbringen muss, und - aber von uns zurück bekommen muss???

...hahaha...vielleicht im anderen Reiter, der das Rasenmäher-Prinzip verfolgt und wutig in der Halle rumdonnert.....kleiner Scherz.

Bleiben wir bei unserer Einheit, dem Pferd und uns. Also, wo bleibt sie die Energie, die unser Pferd für uns aufbringt...und wo bleibt die ersetzende Energie für das Pferd???

Wird es  keine Energie zurückerhalten, wird es in letzter Konsequenz sterben.

Stellt euch einfach mal vor. Ihr fordert vom Pferd mehr Energie, als ihr gebt, und der Energieverlust würde sofort dafür sorgen, dass das Tier unter euch zusammenbricht.....ich hoffe ganz inbrünstig, dass ich euch diesen Gedanken ins Hirn brennen kann....das ist Wertschätzung und Achtung....

Ich meine nicht diese Tütteltiraden und überdimensonierten Futtermengen, die wir in das Tier hineinstopfen. Das ist kompensiertes Zeug aus der Vergangenheit, welches mit dem Pferd gar nichts zu tun hat.

....puh, das kam jetzt aber aus der Tiefe meines Gehirn-Atlantiks....

Die Energie bleibt in unseren Gedanken - zumindest sollte sie da bleiben, dem Gleichgewicht zu liebe.

Damit es zu einer Einheit kommt, muss ich mir genauso viele Gedanken machen, wie mein Pferd sich bewegen muss und das im direkten Austausch. Meine Gedanken müssen genauso schnell fliegen können, wie mein Pferd sich bewegt. Um das zu schaffen benötigen wir Präsenz - "Sein in diesem Augenblick". Nicht vorher, nicht nachher....jetzt!!!!

In dem Moment, in dem wir etwas vom Pferd verlangen, müssen wir in der Lage sein, das Erforderliche zurückzugeben....

Präsenz!!!

Denn das ist das, was das Pferd von uns benötigt.

Viele glauben - warum auch immer - dass das Leben ein Tauschgeschäft ist, so nach dem Motto:"Ich nehme das, was mir gefällt - dafür bekommst du das, was mir nicht gefällt." oder "Ich brauche etwas mehr von dir, dafür bekommst du etwas weniger von mir." Das ist allerdings ein ganz modernes Thema des Mehrwerts....und extrem anstrengend, weil es ganz viel Energie verbraucht, da man ständig bemüht ist zu sagen, dass das so nicht geht.

Übrigens...Thema "Mehrwert"...ich schweif mal kurz ab....dem Gewinner steht immer ein Verlierer gegenüber, auch wenn es nur um 1 Euro geht. Ihr müsst euch nur mal umschauen. Die Kette ist manchmal enorm lang, sodass man den Überblick verliert.

Jeder glaubt, dass die Dinge, die er tut, mehr Wert sind als die Dinge, die ein anderer tut.

Wie komme ich auf dieses Thema???

Ach ja...zu mir kam ein Suchender und er bekam von mir eine Antwort, die ihn nicht wirklich befriedigte, aber den Nagel auf den Kopf traf:

"Warum soll ich mich mehr um dich kümmern, als du dich um dich selbst kümmerst?"

Und schwupp war ich beim Thema "Gleichgewicht" gelandet. Das Einzigste, was der andere von mir wollte, war meine Energie, um sich wieder genüsslich im Sofa räkeln zu können.

Er wollte sein beladenes Köfferchen bei mir abstellen und beschwingt mit frisch aufgeladenen Akkus in den Tag starten...

...da hatte er dann doch was falsch verstanden ;-)))