Mittwoch, 25. Februar 2015

COPD II

Bevor ich nun gen Süden abhaue, möchte ich noch einmal auf das Thema COPD eingehen.

Ich bin gefragt worden, wie man so eine Erkrankung vermeiden kann...ehrliche Antwort???

"Gar nicht!"

Bei Autoimmunerkrankungen tappt man noch ziemlich im Dunkeln. Plötzlich sind sie da und man wird sie nicht mehr los. Sie kann zu einer schweren Bürde werden und man darf sich schon fragen, warum man das verdient hat.

Ich werde nun Geschichten erzählen, sodass sich jeder ein Bild davon machen kann, wie ratlos man diesem Phänomen gegenüber steht. COPD steht an dieser Stelle für alle schweren Krankheitsverläufe, die schleichend und nicht heilbar sind und in die Schublade Autimmunerkrankung passt.

Eine allergische Reaktion auf irgendwas ist eine Autoimmunstörung, bei der der Körper überreagiert.

Ganz schlimm ist das mit den Unverträglichkeiten.

Was isst ein Veganer, der kein Getreide verträgt???
Was arbeitet ein Landwirt, der keinen Heustaub verträgt...ein Imker, der einen anaphilaktischen Schock bekommen hat, nach einem Bienenstich...ein Säugling, der keine Muttermilch verträgt...ein Allergiker, der Tageslicht meiden muss...etc.

Es gibt diverse Hinweise, wie man dem Phänomen zu Leibe rücken will. z.B. versuchen es Ärzte mit der Vergabe von Wurmeiern bei Lebensmittelunverträglichkeit. Sie sind der Meinung, unser Immunsystem habe zu wenig zu tun und vor lauter Langerweile stürzen sie sich auf Peanuts oder auf die Zellen, die sie zu bewachen haben. Darum werden die Wurmeier in uns ausgesetzt. Erkläre das mal einem Vegetarier oder Veganer, dass er Eier von Würmern schlucken soll. Ganz abgesehen davon, dass alleine die Vorstellung von Würmern in uns drin, einen erschaudern läßt.

Dann gibt es die Frage nach dem vererbten roten Faden.

Eins unserer Ponys hat Asthma. Unterdessen lebt es damit ganz gut. Trotzdem fällt mir immer wieder die Geschichte ihrer Schwester ein, die in der Nähe von Toulouse ertrunken ist...damals, als die Unwetter Südfrankreich heimsuchten...zwei Geschichten, ein Lungenthema....Zufall???

Dann gibt es die Frage nach der alten Lehre asiatischer Medizin.

Früher wurden Pferde in den Meridian des Dreifachen Erwärmers gechipt. Der Dreifache Erwärmer ist der Energiestrom zu allen Organen. Alle Pferde von denen ich weiß, die am dreifachen Erwärmer gechipt wurden, haben Organstörungen. Sie brauchen alle dasselbe Mittel im Anfangsstadium, wo man noch nicht von Krankheit spricht, sondern von Störung.

Was für Typen bekommen eigentlich solchen Mist???

COPD - geblähte Lunge, die den Weg nicht mehr zurück findet in die Normalität und sich selbst vielleicht für einen Heißluftballon hält im kleinen Universum unseres Körpers:
Ich habe schon so manchen mit Lungenproblemen beobachtet. Meistens stimmt die Atmung nicht. Zu schnelles Ein-Aus, zu schnelles Ein, zu schnelles Aus, zu schnelles Ein...kein Aus...kein Ein...kein Aus....die Luftanhalter!!! Gibt`s auch bei Pferden...diese überzüchteten, blutgeprägten, sensiblen, stillen Pferde.

Lebewesen, die zum Luftanhalten neigen, wenn es stressig wird oder wenn sie beleidigt sind oder wütend sind...oder zu wenig Gnaschenfreiheit haben und trotzdem ans Gebiss gezwirbelt werden...Was passiert da und wo kommt es her???

z.B. Luft kommt rein...jetzt geht das nicht weiter (Kinn verspannt sich, Kopf wird rot)....Stau in der Lunge....alle roten Blutkörperchen zur Lunge, Sauerstoff abholen...
Oh, zu wenig rote Blutkörperchen im Blut....Produktion ankurbeln....wo???...z.B. im Knochenmark......
Oh, zu wenig Rohstoff vorhanden...ja wo sind sie denn???...unsere Hormone???...wer ist dafür zuständig...die Niere....Niere beleidigt :-(((
.....geschafft!!!....
Allen Sauerstoff in der Lunge abgefangen....
Wie blöd, zu viele Blutkörperchen...
Oh, Thrombose Gefahr in Sicht....Kämpfer an die Front....Überschuss abbauen....
Scheiße...sie haben nicht nur den Stau aufgelöst, sondern das ganze Gefäß gleich mit ;-)))

Also, meine Beobachtung im Fall der Pferde ;-))) ist in der Tat, dass es einen direkten Bezug zur Genetik, unserem Charakter und Krankheiten gibt. Das wußten schon die alten Asiaten, aufgrund ihrer Beobachtungen.

Naja und dann gibt es da die kleinen Läuse, die schon von solchen Dingen heimgesucht werden....man schaue sich die Elterntiere dazu an und weiß vom roten Faden.

Danach heißt es nur noch Schadensbegrenzung.....

Fangen wir doch mal mit der Prävention an, indem wir z.B. auf unsere Atmung achten. Ich bin mir sicher, dass jeder, der das tut keine schlechten Gedanken in sich trägt....
Hahaha, vielleicht auch, weil er mit sich und der richtigen Atmung beschäftigt ist.

Der Atem - meine Lieben - hält uns nicht nur am Leben, er kann auch krank machen. Und wer gut aufgepasst hat, wird feststellen, dass falsches Atmen im direkten Zusammenhang steht zu unseren Körperfunktionen...

Und damit - meine Lieben - wären wir mal wieder bei meinem Lieblingsthema, der Selbstreflektion angekommen.....

So, jetzt geht`s zu meinem leeren Koffer und stelle mir dabei meine Lunge vor, damit ich ihn nicht vollknalle....denn ein Koffer ist auch nur eine Seele, die dazu verdonnert wurde, als solcher Koffer nicht zu platzen.....

...und ehrlich...ein Leben ohne Koffer stelle ich mir entsetzlich vor ;-)))






Montag, 23. Februar 2015

COPD

Jetzt werde ich zur Abwechslung mal einen ernsthaften Beitrag leisten ;-))

COPD ist sicher schon manch einem über den Weg gelaufen.

Es ist eine chronische obstruktive Lungenerkrankung. Googelt man COPD, erfährt man, dass ca. 6 mio Menschen darunter leiden. Wir wollen uns jetzt aber mit dem Pferd beschäftigen.

Googelt man weiter, erfährt man, dass es sich hierbei um die Verengung der Atemwege handelt und es zu einem Lungenemphysem kommt, welches die Zerstörung des Lungengewebes beinhaltet.

...das ist einmal alles in den Topf geschmissen und umgerührt....

Ich will  mich jetzt nicht ausladend darüber äußern, wie es zu COPD kommt, aber doch kurz eine Definition dazu geben, die etwas klarer verständlich ist:

Wie es schon zeigt, handelt es sich hierbei um eine chronisch Erkrankung der Lunge....Betonung auf Lunge und Betonung auf chronisch. Zu den Begleiterscheinungen komme ich später...

Ein Lungenemphysem ist eine Gasansammlung in der Lunge, die die Lunge aufbläht. Unser Sauerstoffkraftwerk ist sozusagen übervölkert und die Muskeltätigkeit, die die Lunge benötigt um den Kohlenstoff  wieder los zu werden, sehr eingeschränkt. Die kleinen Lungenbläschen sterben mit der Zeit ab, vielleicht mangels Tätigkeit. Das Lungenemphysem ist eine Begleiterscheinung vieler Krankheiten im akuten Bereich und kann auch mal so gschwind entstehen.

Das chronische Leitsymptom von COPD bei Pferden ist die Dampfrinne. Sie entsteht dadurch, dass das Pferd die Bauchmuskeln einsetzt, um den Kohlenstoff wieder los zu werden. Sie unterstützen sozusagen die gebrechliche aufgeblähte Lunge beim Loswerden der schädlichen Stoffe.

Was können wir tun für ein Pferd mit COPD....

...auf gar keinen Fall darf das Tier nur rumstehen. Es muss dafür gesorgt werden, dass die Bauchmuskeln, die einen Teil der Lungenfunktion übernommen haben, ständig trainiert werden. Das Pferd braucht eine gewisse Kondition, um sich dieser Aufgabe stellen zu können. Selbstverständlich muss ich darauf achten, dass das Pferd nicht hyperventiliert, in Folge von Stress. Aber hierzu muss der Pferdebesitzer eben sein Pferd genau kennen.

Nun kann es - muss aber nicht - noch einige Nebenschauplätze geben, z.B. wenn sich auf die geblähte Lunge ein Infekt legt. In diesem Fall muss das Bauchmuskeltraining und die Konditionierung sofort eingestellt werden. Trotzdem muss sich das Pferd bewegen, damit der klebrige Schnoder über einen halbwegs gut funktionierenden Stoffwechsel nach Außen transportiert werden kann, denn Bewegung bringt den Stoffwechsel leicht ins Schwingen.

Sorgen wir nicht dafür, wird in kürzester Zeit die geblähte Lunge verklebt sein...was es dann auch war!!!

Kommt zu einem chronischen Lungenemphysem, eine Verengung der Atemwege hinzu...darum heißen sie Wege....kann man schon von einer Autoimmunreaktion sprechen.

Hierzu ein einfaches Beispiel: Wir haben einen Schnupfen, verursacht von Viren. Damit wir in den Genuss des Schnupfens kommen dürfen, verändern sich unsere Freunde - die Viren, ständig. Spaziert jetzt ein Virus durch unsere Nase, wird es von unseren Wächterzellen erkannt. Diese ziehen gleich los und verpetzen die Baupläne der Viren an das körpereigene Institut zur Abwehr der Feinde. Ganze Armeen zur Bekämpfung des Feindes werden gebildet. Soweit so gut! Ist das Virus bekämpft, entwickelt der Körper Nachbildungen der Viren und schickt diese in die Umlaufbahn. Der Steckbrief sorgt dafür, dass der Feind im Keim erstickt werden kann, auf direktem Weg, sollte er es noch einmal wagen unseren Körper zu betreten. Nun kommt ein veränderter, neuer Virus vorbei und streckt seine Fühler in unsere Nase. Der "Neue" weiß schon lange, dass er sich eine andere Hose anziehen muss, um nicht erkannt zu werden. Dann eskaliert die Sache...alles wird bekämpft...der ähnliche Virus, die andere Hose, die Kopie des anderen, Zellen die der Kopie ähnlich sind, Zellen die der zellenähnlichen Kopie ähnlich sind, Zellen, die eine ähnliche Hose tragen....und so weiter.....

Eine einmal geschaffene Reaktion in dieser Form, ist nicht mit einem Standortwechsel, nassem Heu oder ähnlichen Aktionen zu heilen.

Fügen wir bei Autoimmunerkrankungen Antibiotika hinzu...hm, wie erkläre ich das jetzt, dass es jeder versteht....ahhh....bekommen unsere kriegerischen, kämpfenden Armeen Atomraketen geliefert. Das Antibiotikum dient als Multiplikator der eigenen Zerstörung.

Nochmal...eine schlechte Nachricht...Autoimmunerkrankungen lassen sich nicht heilen. Es ist ein fortlaufender, schleichender Prozess. Die einmal gebildeten Antikörper (Kopien o. Steckbriefe der Feinde) gegen einen bestimmten Stoff lassen sich aus dem Körper nicht mehr weg zaubern.

Diese Tatsache machte die vielen Zellhaufen zu den "Siegern" der Evolution.

Überall lauern die Stoffe, auf die unser Pferd allergisch reagieren kann...Pilze, Bakterien, Viren, Pollen, Gräser, Pflegemittel, Kraftfutter, Stroh, Hallenboden, Nadelhölzer, Sattelunterlagen, Bandagen...sogar Stoffe der Luft sorgen für ein schlechtes Klima im Körper. Ein nicht zu unterschätzender Überbringer sind die Fliegen....wie will man die in Schach halten?

Eine chronische Erkrankung ist schleichend. Sie baut nicht auf einer akuten Erkrankung auf. Man weiß nur, dass nach 12 Tage von einer chronischen Erkrankung gesprochen werden kann. Die Symptome mögen ähnlich aufgebaut sein, der Verlauf ist jedoch ein ganz anderer.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass für einen vierbeinigen COPD-Patienten es unsagbar wichtig ist, seine Bauchmuskeln zu trainieren. Ohne sie wäre unser vierbeiniger Patient nicht in der Lage den Kohlenstoff los zu werden. Und wo nichts raus kann, kann auch nichts rein. Die Sauerstoffversorgung des ganzen Organismus wäre in Gefahr.

Sauerstoff benötigt unser Blut, um die Nährstoffe in die Zelle zu transportieren.....

Zumindest weiß ich jetzt, dass ich meinen Stoff ganz gut gelernt habe ;-)))






Mittwoch, 18. Februar 2015

Homage an eine junge Lady

Nun ist es mal wieder soweit!

Zeit, Abschied zu nehmen…unsere Julia wagt den Schritt in das große Leben von Frankfurt.

Ich freue mich für sie und hoffe, dass sie die richtigen Entscheidungen für sich wählen wird.

Julia stand vor langer Zeit plötzlich vor unserem Stall und wollte an dem Geschehen um HBWR teilhaben…lasst mich überlegen…mit nur 12 Jahren.….immer witzig, immer fröhlich und immer klar in der Birne….meistens ;-)))

Sie ging jede Veränderung mit und kümmerte sich liebevoll um die Pferde. Ihr war kein Weg zu weit, egal bei welchem Wetter und egal, wo wir uns wieder fanden.

Julia bekam alle Höhen und Tiefen mit und als Alles drohte zu zerbrechen, krempelte sie die Ärmel hoch und packte mit an, trotz ihrer Prüfungen und ihrem Alter.

Ihre Idee zu ihrem Studium bekam sie durch HBWR…die menschliche Psyche im Orkan des Wirtschaftslebens….spannendes Thema!

In langer Vorausplanung bereiteten wir den Wechsel vor. Sarah Merk - eine weitere, neue, wundervolle Perle - läuft sich an der Seite von Julia warm.

Wir wünschen Julia ganz viel Glück, Gesundheit und dass sie immer ihrer eigenen Wahrnehmung folgen wird und auch kann, egal wie groß der Sturm da draussen ist.

Unsere Türe ist immer für sie geöffnet!!!!

So…und jetzt lauf los!!! Frankfurt wartet auf dich!!!