Freitag, 22. August 2014

Die Aldi-Tüte und unsere Faszien

Nein, Frau Oppermann ist nicht übergeschnappt!

Mit der Erfahrung kam die Erkenntnis, dass Menschen die Dinge nur dann begreifen, wenn man sie mit ihrem Alltag konfrontiert.

Ich bin mir sicher, hätte in der Überschrift nur gestanden "Die Faszien", hätte das kein A..... gelesen. Die Aldi-Tüte bildet jedoch einen besonderen Anreiz, mag es aus einem Erstaunen oder aus der Neugierde heraus entstehen....Mensch liest!

Nun, jeder kennt das wöchentliche Dilemma...."ich muss einkaufen gehen!"

...für mich eine absolute Notdurft, denn ich tu es nicht gerne. Für mich ist das Zeitverschwendung zwischen den Regalen herum zu kariolen, vorbei an Reihen von Fertigprodukten, Billigfusel und Süßkram.....

Schließlich und endlich lande ich an der Kasse - wenn es gut läuft - mit einem vollen Wagen vielversprechender Köstlichkeiten. Neeeein, ich zähle jetzt nicht auf, was in meinem Wagen zu finden wäre. Das entscheidet jetzt mal jeder selbst für sich.

An der Kasse wird jeder vernunftorientierte Mensch, systematisch seinen Wagen nach Handlichkeit, Schwere und Verpackung auf das Band legen und eben schon vorsortiert in seine Tüten packen.

Genau an diesem Punkt wird es spannend. In den stabilen Behältnissen befindet sich oft Flüssigkeit - die wie jeder weiß - in einem Netz nicht transportiert werden kann. Dann haben wir kleine Tütchen mit bröseligen Dingen, die wir nicht ganz unten in der Tüte verstauen sollten. Dann wiederum gibt es Obst und Gemüse in Netzen oder offen. Die offenen Produkte wiederum besitzen eine feste Struktur, die uns erlaubt, das Produkt offen in unsere Tüte zu packen. Ist die Konsistenz fest, können wir sie nach unten legen, ist ihre Konsistenz weich, wird sie am Grunde unserer schweren Tüte zermanscht.

Unsere strukturlosen Produkte, die sich leicht zermanschen lassen besitzen eins ganz wenig. Es ist das innere und äußere Netzwerk, das alles zusammenhält.

Schneiden wir eine Zitrone können wir diese Struktur sehen. Es sind die vielen winzigen Häutchen, die das Fruchtfleisch zusammenhalten. Nehmen wir eine Beere, wird das schon schwierig.

Bevor jetzt meine Vegetarierfreunde auf die Barrikaden gehen, stelle ich nun die interessanteste Frage: "Wie ist das mit dem Fleisch?" Liegt es am Grund der Tüte, was passiert damit?

In der Regel nichts! Und was hält das Fleisch zusammen? Faszien!

Nun nehmen wir die volle Aldi-Tüte und verlassen das Geschäft. Jetzt stellen wir uns eine Sekunde vor, wir wären eine volle Aldi-Tüte........hm???? Angekommen????

Unser ganzer Körper ist durchsetzt von Faszien. Es ist ein organisches Netzwerk, das wie die Haut alle Teile unseres Körpers zusammenhält.....Muskeln, Skelett, Organe, Sehnen, Bänder, etc.

Der menschliche Körper ist darauf ausgelegt, sich 20-30 km vorwärts zu bewegen. Der Durchschnitt eines Büropferdes liegt bei 1,5-2 km am Tag.

Zu wenig Bewegung, zu einseitige Bewegung, unter anderem auch reines Muskeltraining, haben zur Folge, dass die Faszien verfilzen. Muskelschmerzen kommen selten vom Muskel, sie kommen sehr oft von dem Faszienfilz.

Kurzer Schlenker.................

Ich lernte einen älteren Orthopäden kennen, der sehr viel zu erzählen weiß. Unter anderem erzählte er mir, dass er in seiner Praxis sehr viele Patienten mit Muskelverspannungen hätte.....jetzt kommt`s....und er ihnen Plazebos spritzt, nicht wie angenommen in den Muskel, sondern in die Zwischenräume......das nur am Rande.

Die Auswirkungen die ein Faszienfilz hervorrufen kann, möchte ich an einem anderen Beispiel erklären:

Jeder kennt das morgendliche Ritual des Anziehens. Nehmen wir ein Hemd. Es ist zerknittert und wirft Falten. Wir zupfen es zurecht. Fasse ich es am Saum und ziehe ganz leicht an der Stelle, wird sich das ganze Hemd in diese Richtung bewegen. Je elastischer mein Hemd ist, desto mehr Bewegung kann ich erwirken. Je unelastischer, desto starrer, desto weniger Bewegung, desto größer die Gefahr, dass es reißt.

So einfach ist das mit den Faszien.

Das ganze Netzwerk dieses Organs muss in Bewegung sein, damit es den Stütz- und Bewegungsapparat und uns unterstützen kann, gilt übrigens auch für das Pferd.

Jede Form der Einseitigkeit hat fatale Auswirkungen auf unsere Gesundheit, und die unserer Pferde

Und das Leben und Wohnen in einer Littfasssäule kann sich wirklich keiner wünschen.


Freitag, 15. August 2014

Schulmedizin und ihre Grenzen

Anhand eines Beispiel, das ich erlebt habe, möchte ich die Grenzen der Schulmedizin verdeutlichen. Es ist kein Einzelfall, den ich erleben durfte, aber garantiert der teuerste.

Am Wochenende vor meiner Reise nach Stuttgart, fiel uns auf, dass unser Hund schlapp in der Gegend herum hing. Wir schoben es auf die Hitze und ihre Läufigkeit. Ihre Laune war auf dem 0-Punkt.

Am Sonntagabend glühte sie vor sich hin. Ihre Haut war tiefrosa, ihr Zahnfleisch dunkelrot. Sie atmete sehr schnell, hatte keinen Appetit und verweigerte das Treppensteigen.

Ich dachte sofort an Vergiftung und gab ihr ein Akutmittel, woraufhin sie sofort pinkeln musste.

Am anderen Morgen hatte ich das Gefühl, etwas tun zu müssen, musste ich doch am nächsten Morgen nach Stuttgart fliegen. Alle Wege erschienen zu zeitintensiv. Also packte ich den Hund und fuhr mit ihm in die Klinik.

Für mich nachvollziehbar war die Blutentnahme und die Infusion. Nicht nachvollziehbar waren für mich die Röntgenbilder 1-2. Mir wurden die Bilder erklärt und man wollte noch einen Ultraschall machen, da auf dem zweiten Bild die Milz nur verschwommen erkennbar war (die war nicht zersetzt, sondern das Bild verwackelt).

Die Ärztin in der Klinik wollte den Hund stationär unterbringen, was zunächst als sehr sinnvoll erschien. Sie prophezeite mir eine Verschlechterung des Blutbild und somit des Allgemeinzustand meines Hundes.

Ich legte meinen Hund auf eine Decke, streichelte ihr den Kopf und wünschte ihr alles Gute. Sie schaute sehr zufrieden und aufgeräumt.

Als ich die Klinik ohne Hund verließ, hatten wir zwar einige kleine Makel gefunden. Nüchtern betrachtet gab es aber gar keinen Befund.

Je nachdem, welcher Arzt uns gerade anrief, war der Hund stabil oder beinahe tot. Trotz aller Untersuchungen gab es keinen Befund.

Mein Mann und ich beschlossen den Hund da raus zu holen, nach 2,5 Tagen. Natürlich erfuhren wir einen erhöhten Widerstand der Ärzte. Uns wurde dringendst davon abgeraten. Auf die Frage, was sie denn nun tun wollten, erhielten wir allerdings keine Antwort, bzw. immer dieselbe....Blut untersuchen...röntgen....Antibiotika spritzen....

Mein Mann nahm den Hund mit und bekam ein Rezept mit unterschiedlichen Formen von Antibiotika.

Sie war ganz wacklig und völlig verstört, als er sie Nachhause brachte. Telefonisch instruierte ich meinen Mann und sorgte als aller Erstes mal dafür, dass er dem Hund nicht diese Armada von Antibiotika verfütterte. Wir beließen es auf einem Mittel.

Die Klinik hatte uns auf ihre dicken Hinterläufe aufmerksam gemacht. Ein Indiz von Erkrankung. Ist aber leider eine Reaktion auf das Antibiotikum.

Der Klinik war aufgefallen, dass sie im Liegen pinkelte. Ist leider eine Reaktion auf das Antibiotikum.

Die Klinik mokierte ihr Fressverhalten. Jetzt weiß ich, dass die Schleimhäute  geschwollen waren und ihr die Zähne schmerzten. Ist leider auch eine Reaktion auf das Antibiotikum.

Ich tippte nun auf eine Nierenbeckenentzündung. Mein Mann hatte dies bei Abholung erwähnt. Sofort wollten sie ein weiteres mal ein Blutbild machen, röntgen und Cortison spritzen.

.....nun war der arme Hund wieder Zuhause und bekam zu seiner einen Tablette Antibiotika meine Mittelchen.

Seit zwei Tagen ist das Fieber weg. Sie tappert noch durch die Gegend und unsere Spaziergänge reduzieren sich auf eine Gehmeditation von 20 Minuten.

Ab Morgen bekommt sie das zweite Menü homöopathischer Akutmittel für das dritte Entzündungsstadium, und wenn die angeschlagen haben, tun wir noch was, damit der Körper sich besser regenerieren kann und am Schluss gibt es noch das Konstitutionsmittel.....

Ach ja, die Rechnung der Klinik ist beachtlich. Dafür, dass es keinen Befund gegeben hat, sind wir mit 850 Euro dabei. Es wurde jeden Tag dasselbe gemacht....exakt derselbe Bluttest, mit immer denselben Werten, exakt dieselben Röntgenbilder, die besagten, dass alles in Ordnung ist, immer dasselbe Ultraschallergebnis der Gebärmutter, Infusionen und Medikamentengaben in unbeschreiblichen Höhen.

....ich komme zu dem Schluss:
....ein Glück, dass ich die Ausbildung mache. Ich bin kein absoluter Gegner der Schulmedizin, dazu ist sie viel zu wichtig. Aber irgendwann sollten auch Schulmediziner zu dem Schluss kommen, dass es vielleicht doch auch noch etwas anderes zwischen Himmel und Erde gibt, was den Lebewesen helfen kann, als ihre Schulmedizin und dass Symptome viel komplexer miteinander verwoben sind. Nicht immer da, wo es weh tut ist die Erkrankung und nicht immer da wo es auftaucht sitzt der zu behandelnde Herd.

Donnerstag, 7. August 2014

Emotionen

Wie ihr alle wisst, denke ich gerne die Dinge zu ende, die mir begegnen und ich freue mich, dass es Wesen gibt, die die Bereitschaft haben, dies mit einem Funken Humor auch zu tun.

....und es werden immer mehr!!!

In meinem "Halben Jahrhundert" habe ich so viel erlebt, dass es eigentlich für ein "Viertel Jahrtausend" reichen sollte ;-)))

Wie auch viele von euch wissen, strebe ich momentan noch einmal eine ganz andere Karriere an,
...die, wie mein ganzes Leben, die Konsequenz aus allem sein müsste.

Ich mache mir sehr viele Gedanken über Lebensqualität, Krankheiten und Emotionen - weil ich ein ausgeprägtes Helfersyndrom habe und denen helfen möchte, die den Weg zu mir suchen oder finden.

Was bedeutet uns Lebensqualität? Was fällt euch zu Lebensqualität ein, ohne groß darüber nachzudenken. Geht es dabei um Zeit und Raum, geht es darum wieviel wir besitzen, geht es dabei um unsere Gesundheit, geht es dabei um unsere Selbstverwirklichung?

Krankheit ist immer eine Folge von was. Das müssen wir endlich lernen. Krankheit hat seinen Ursprung an zwei Orten:

a.) körperliche Ebene
b.) geistige Ebene

Euch zu erklären, dass der Ursprung einer Krankheit der körperlichen Ebene immer im Bereich des Darms zu suchen ist, ist vielleicht an dieser Stelle für viele etwas fortgeschritten, und bedarf zunächst keiner Erklärung.

Interessant ist der Krankheitherd auf der geistigen Ebene....Angst!!!!

Angst treibt unsere Emotionen. Sie ist das Urwesen unseres Charakters.....

Pflücke ich das Phänomen der Emotionen auseinander stoße ich auf absonderliche Verhaltensmuster, die uns allen nicht unbekannt sind.

Uns begegnet ein Mensch, den wir auf der intensivsten Stufe unserer kindlichen Phantasie  mit: "Den kann ich nicht leiden." bezeichnen. Es baut sich eine Antipathie Sondergleichen auf, werfen Anker, zupfen und rumpfen, verdrehen, beschwören, verleugnen.

Wir haben es verpasst, auf die nächste Stufe des Seins zu gelangen und verharren auf der kindlichen Ebene, die da heißt:"Ich habe Angst."

Was hat das aber mit unserem Gegenüber zu tun, welches uns eigentlich egal sein könnte.

Unser Gegenüber spiegelt unsere eigene Unfähigkeit wieder, und erinnert uns daran. Das ist das, was wir erkennen, aber nicht wahrnehmen. Unser Gehirn - faul wie es ist - schiebt es sofort in das Unterbewußtsein, wo es meist ein Leben lang geparkt bleibt ;-)))

Wir begegnen uns in unserem Gegenüber selbst - uns wird ein Spiegel vorgehalten. Wir sehen die Dinge, um die wir uns nicht gekümmert haben, verpasst haben, oder an uns selbst nicht mögen.

Und alle wissen, dass dumm raus geschwätzt immer leichter ist, als zu handeln und an sich zu arbeiten.

Jetzt kommt kurz der Finger...ich hoffe, er tut nicht so weh...."Für eine Kellerassel, die sich zu Höherem berufen fühlt, macht es keinen Sinn, die Kellertreppe zu beschimpfen..."

Statt sie zu ihren Gunsten zu nutzen, erkennt sie nur den Makel, sie überwinden zu müssen.

Die Arbeit, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen und sie zu überwinden, lohnt sich.

Wir sollten für die Zukunft mehr Bereitschaft haben, unsere Ängste zu überwinden, bevor der Berg uns auffrisst. Alle Erkrankungen auf der geistigen Ebene sind im Vormarsch, weil wir verlernt haben, uns damit auseinander zu setzen.

Im Geist kann ein Schulmediziner (ein aufgeklärter Mensch) nicht herum schnippeln, obwohl schon Stimmen laut werden, dass der Geist Materie ist, die gewogen werden kann (kommt von einem modernen Physiker, dessen Video ich demnächst verlinken will).

Jetzt gibt es das emotionalste Parkett, das mir und meiner Familie begegnet ist. Es ist die Welt der Pferdeleute. Lauter emotionale, zum größten Teil - ungereifte Menschen, die sich einer Entwicklung verweigern, sollte man glauben.

Unsere Pferde kommunizieren mit uns nicht auf der emotionalen Ebene (was auch gut so ist), sie sind authentisch und scheren sich einen Dreck darum, was für ein Gehampel wir, um uns und unsere Befindlichkeiten veranstalten. Ein riesiger Unterschied. Wir fühlen uns in unserer Emotionalität betrogen und fangen an zu beißen oder Revierkämpfe auszutragen unter dem Deckmantel der Pferdeliebe.

Die Chance, mit unserem Pferd das Allesentscheidende zu lernen, nämlich authentisch zu werden verpassen dabei viele.

Nichts desto Trotz freue ich mich, dass es doch einige begriffen haben, ihr Köfferchen gepackt haben und sich auf die Reise gemacht haben. Ich muss diesen Reisenden kein Glück wünschen, sie haben ihr Glück schon gefunden.

Die Dinge zu verstehen, ist nicht nur das höchste Glück für unsere Pferde. Es ist auch das höchste Glück für uns....

Ich wünsche euch nun, dass es bei allen Reisenden so flutschen möge, wie bei mir......:-))))

Jetzt hoffe ich allerdings, dass ich ganz viele zum Schmunzeln gebracht habe. Schmunzeln ist immer das erste Signal der Eigenwahrnehmung...;-))))