Freitag, 19. Februar 2016

Das Kreuz mit dem Mangel



Wer schon einmal von der Hexe abgeschossen wurde weiß, wie schmerzhaft dieser Schuss ins Kreuz sein kann. Schießt die Hexe, und man kann sich gar nicht mehr bewegen, liegt das immer daran, dass man sich übernommen hat. Die Folge des Übernehmens ist eine Form des massiven Energieverlustes, genau an dieser Stelle.

Im Übrigen wird immer an der Stelle Energie abgezogen, wo sie am einfachsten zu bekommen ist. Dabei kann es sich um lokale Systeme handeln, die wie der Name schon sagt ortsgebunden sind, z.B. typische Verletzungen am Knie, die nur das Knie betreffen. Es kann aber auch systemisch sein, z.B. alle Häute betreffen, die sich im ganzen Körper befinden. Es gibt dafür jede Menge Beispiele. Das nachhaltigste Beispiel ist der Blick auf die Häute. Hat jemand nach einem Sturz eine entzündete Knochenhaut, kann sein, dass der Sturz dazu diente, auf den Mangel hinzuweisen, z.B. auf eine Augenschwäche (Bindehautschwäche). Beim ersten Fall käme Arnica in Betracht. Im zweiten Fall würde Arnica gar nicht wirken, weil es kein Hautmittel ist.

Durch den plötzlichen Mangel an Energie und Fluss, stoppt auch die Versorgung von Sauerstoff. Woanders entsteht wiederum ein Stau (vermutlich in der Niere). Verquollene Augen (Tränensäcke) machen sich bemerkbar. Verschwinden die Augen in ihren Höhlen, entsteht dort ein Mangel, was wiederum auf einen Mangel in den Nieren hinweist, usw. Was ich jetzt nicht weiter thematisieren möchte, sonst kommen noch alle durcheinander.

Entsteht ein Mangel an anderer Stelle, z.B. im Gehirn, wirkt sich das etwas fataler auf unsere Gesamtkonstitution aus - bzw. wird unumkehrbar, denn das Gehirn hat keine großen Speicherplätze für Glukose - dem Futter des Gehirns, bzw. des ganzen Lebens.

Bevor jedoch das Gehirn kapituliert, schickt es Alarmstoffe in den Raum, und der Körper zieht Glukose aus allen in diesem Moment zur Verfügung stehenden Organe. Der größte Speicher und Energielieferant hierfür stellt jetzt nicht unser gespeichertes Fett dar, welches erst bei längerem Hungern umgewandelt wird - in Glukose. Für eine Kurzzeitaktion müssen die Muskeln etwas abgeben…

Wer jetzt Leistungssport macht, ist hochgradig gefährdet, da auch der Muskel nichts mehr abzugeben hat. Das Gehirn gerät in Stress und schließt die Tore.                                    

Womit wir wieder bei dem Hexenschuss wären. Müssen die Muskeln dauerhaft viel abgeben, gehen diese in die Knie. Die Versorgung der Muskeln sinkt unter den Sollwert und es entsteht eine Bruchstelle, vergleichbar mit einem Stück Schokolade.

Rückenprobleme sind immer auch ein Zeichen von Mangel an einer bestimmten Stelle und einem Stau an einer anderen (ich nenne das jetzt Biberstau). Je nach Lokalisation, kann man unter anderem eine direkte Verbindung zu den Organen herstellen. Haben wir Glück und unsere Organe sind ausdauernd, passiert erst mal nichts. Irgendwann werden auch diese aufschreien – siehe Hexenschuss. Wer diesem Warnsignal keine Beachtung schenkt, hat bei guter Gesamtkonstitution die Möglichkeit, dass das gestresste Gehirn den Befehl zur Hormonumstellung gibt. Es ist ein sehr egoistisches Organ - unser Gehirn. Hormone gehören zu einem Langzeitprojekt unseres Körpers, somit treibt es den Sollwert peu a peu nach oben. Jeder arbeitende Mensch mit einer falschen Work-Life Balance kennt den warnenden Finger des Arztes….Adrenalin, Noradrenalin, Cholesterin erhöhen den Blutdruck - nur, um das Gehirn bei Laune zu halten . Der erhöhte Blutdruck erfordert vom Herzen mehr Leistung. Die Lösung lautet schneller pumpen oder mehr pumpen.

Wer einmal diese Probleme hat, wird sie so leicht nicht mehr los. Das Hormonsystem ist unser sicherstes, aber auch das langsamste System.

Ernähren wir uns falsch, kommt irgendwann die Fettleber hinzu. Bei uneinsichtigen Menschen kommt es dann zur Leberzirrhose (Verkalkung, bzw. Verhärtung der Leber).

Früher war die Fettleber ein Thema der Alkoholiker und alten Menschen. Heute haben schon eine Vielzahl der Kinder eine Fettleber.

Leider hat die Evolution vergessen, uns eine Lösung einzubauen, die uns vor uns selbst schützt.
Nein, wir rennen mit unserem Päckchen zu unseren Pferden und projizieren unseren gesamten Mangel mit seinen Tücken auf die Pferde.
Ganz selten sehe ich das Bild eines Reiters, der mit seinem Pferd die Halle betritt, aufsitzt und erst einmal ankommt - da oben auf dem Pferd. Als erstes mal tief einatmet und ankommt. Durch tiefes Atmen bis unter den Bauchnabel, der den Brandbeschleuniger in uns außer Kraft setzt. Wir können uns auf etwas anderes konzentrieren, indem wir z.B. unser Pferd danach fragen: "Na, wie ist dir heute?"
Ganz oft richten wir unseren Blick gar nicht auf das Pferd, sondern nur auf uns. Erst, wenn das Pferd nicht das macht, was als Vorgabe in unserem Gehirn gespeichert ist, richten wir unseren Blick nach unten und stecken dann allerdings fest in unserer Ursuppe, weil wir irgendwann zwischen aufsitzen und Fallmasche den Faden verloren haben, weil unser Körper schon lange die Sollwerte in uns umgestellt hat und dadurch das Schmerzempfinden um Stufen nach oben geschoben wurde, um dem Leistungsanspruch stand halten zu können.
Ein schmerzender Pferdekörper hat immer auch etwas mit seinem Besitzer zu tun. Nur ganz selten führen äußere Faktoren zur Erkrankung des Tieres.

Es reicht nicht aus, dem Pferd einen passenden Sattel zu kaufen und alle Rückenprobleme des Pferdes am schlecht sitzenden Sattel festzumachen.

Gebissloses reiten reicht nicht aus, wenn ich mein Pferd nicht  auf der Nase reiten möchte.
Also, mein Nasenbein ist wesentlich empfindlicher, als meine Mundwinkel, Zunge und Kiefer.

Es reicht nicht aus das Pferd - völlig orientierungslos, immer und immer wieder im Kreis herum laufen zu lassen. Ich schaffe damit einen Mangel, ganz gezielt an empfindlichen Stellen, die einseitig belastet werden.

Pferde müssen auch Spaß an der Arbeit haben, nicht nur einen guten Job machen,. Wenn wir darauf achten, dass sie ihren Spaß mit uns haben, dass ein Pferd mit Freude, Wut, Widerspenstigkeit seinen Körper trainieren und gesund erhalten darf. Vielleicht oder ganz sicher, wird sich auch unser Körper daran erinnern, wie das war - vor den Herzrhythmusstörungen, vor den Magenschmerzen, vor dem Augenbrennen, vor den Rückenschmerzen, usw.

P.S. Ich korrespondiere sehr stark mit anderen Ärzten, die Naturheilkunde praktizieren und ich stellte eine Frage in den Raum.
Mir war aufgefallen, dass alle Pferde, die ich behandele, von mir erfolgreich mit einem Krebsmittel behandelt wurden, obwohl diese Erkrankung gar nicht sichtbar im Raum stand.
Doch, so meinten sie, stünde diese Erkrankung im Raum.

Alles, was mit Unterdrückung und Nichtentfaltung zu tun hat, trägt das Karzinogen in sich.

Tja, da lief mir allerdings ein Schauer über den Rücken bei all den leblosen Pferden in den Reithallen, Tendenz steigend.

Alle Pferde, die ich erfolgreich mit dem Krebsmittel behandelt hatte, hatten das Bocken verlernt! Allerdings sind sie jetzt auch aufmüpfiger, als vorher :-)))


Mittwoch, 10. Februar 2016

Blumento - Pferde

Für mich hat dieses geflügelte Wort unterdessen eine ganz andere Bedeutung. Setzt man es anders zusammen, kommt die Blumentopferde dabei heraus.
...seht ihr immer noch die Pferde, obwohl das Wort schon zusammengefügt wurde ;-)))

Dieses einfache Wortspiel hat etwas mit unsere Genetik zu tun und mit der Genetik aller anderer Lebenwesen, auch der der Pferde.

Ich habe mir schon öfters überlegt, warum wir folgenden Satz sagen:"Setz dich auf deine vier Buchstaben!" Das ergibt keinen Sinn...
Vielleicht wussten schon unsere Ahnen, dass unser genetischer Code nur aus 4 Buchstaben besteht - und einem Brückenstück, welches völlig uninteressant erscheint.

So entscheiden vier Buchstaben, ob wir blond und blauäugig sind oder groß und schwarzhaarig. Alles an uns wird über vier Buchstaben geregelt: Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin....mehr ist da nicht!

Noch viel blöder ist, dass Adenin nur mit Guanin eine Verbindung aufbaut und Cytosin mit Thymin.

Aneinander gekoppelt ergeben diese Buchstaben eine endlos lange Kette. Jeder hat dieselbe lange Kette, nur die Buchstabenfolge ist eine komplett andere.

Wer wir sind und was aus uns wird, entscheiden mehrere Schnitte dieser Kette unseres Vaters und die unserer Mutter. Das ist auch, was uns vom Fadenwurm eben nicht unterscheidet. Unsere genetische Sprache entspricht der eines Fadenwurms und auch der eines Pferdes.....

Wird an der falschen Stelle geschnitten, macht sich das unter Umständen erst in der nächsten Generation bemerkbar und da vielleicht auch erst im Laufe des Lebens. Außer der Schnitt ist so elementar wichtig und falsch, dass schon bei der Geburt klar wird, was da schief gelaufen ist.

Dumm ist jetzt, dass 75% dieser elendslangen Kette nicht kodiert ist. Man weiß heute, dass diese 75% der Epigenetik angehört. Epigenetik ist die erworbene Information & Erfahrung unserer Ahnen.

Hierzu kann ich mich an einen Test im Pferdesport erinnern, der große Schlagzeilen machte im Bereich des Pferderennsports.

Man fand heraus, dass Nachkommen gestarteter Väter und Mütter, den Rennsport bei der Geburt schon eingeimpft bekommen hatten und später auch erfolgreich Rennen liefen, während Stuten die eine vielversprechende Abstammung hatten, aber nie Rennen gelaufen waren keine renntauglichen Fohlen zur Welt brachten.

Für jeden Pferdekäufer, der an seinem Pferd nicht verzweifeln will, sollte sich immer auch für die Eltern interessieren.

Wenn jemand eine Familie gründen will, sollte sich immer die Eltern des Auserwählten anschauen, um keine blauen Wunder zu erleben ;-))))

Naja, das ist jetzt alles Spielerei....aber eine spannende Spielerei!

Viel interessanter finde ich die Frage, was passiert, wenn der Schnitt an der falschen Stelle passiert. Es wird aus der Blumentopferde eben ein Blumento-Pferd. Die kleinste Reproduktionsfabrik allen Lebens ist die Zelle. Sie wächst - teilt - stirbt - usw. Sie schneidet, solange sie lebt ununterbrochen ihre Stränge, sendet sie nach Außen, um Bausteine zu ersetzen oder auch damit wir gesund leben können. Irgendwann setzt die Schere mal falsch an...weil wir Stress haben, weil wir unglücklich sind...weil....weil...weil.....oder weil unsere Genom genau an dieser Stelle des Alterns defekt ist......wir werden krank!
  

Das gilt für alles Leben, auch für unsere Pferde. Bekommt ein Pferd ständig eine Kolik, muss ich mir die Elterntiere anschauen, ob da irgendwas vererbt wurde über die nichtkodierte DNA. Ich kenne allerdings keine Situation mit Fohlen, die eine Kolik bekamen. Liegt der Fehler in der kodierten DNA wäre das Tier gar nicht lebensfähig.

Gibt es diesbezüglich keine Hinweise, sollte ich mir mal Gedanken machen, ob mein Pferd glücklich ist, ob es Stress hat oder Angst...etc.
...und wie ich ihm und auch meinem Geldbeutel helfen kann.

Das gilt auch für euch!

Ich habe gelernt, dass es nichts bringt im ganz großen Stil die Dinge zu verändern. Um sie alltagstauglich zu machen, packe ich sie in kleine Säckchen und öffne diese nacheinander. Erst wenn der Inhalt des geöffneten Säckchens bearbeitet ist, greife ich nach dem nächsten.

Ich habe das schon immer so gehalten, auch im Training mit Reitern und Pferden.

Vielleicht geht dem einen oder anderen ein Lichtlein auf, wenn nicht - ist das auch nicht so dramatisch. In solchen Fällen bekommen Krisen einen unschätzbaren Wert und man versteht mit einem Mal besser.


Donnerstag, 4. Februar 2016

Da hat das rote Pferd...

...sich einfach umgedreht
und hat mit seinem Schwanz die Fliegen abgewehrt....lala-lalalala, lala-lalalala...summ, summ, summ summ!!!

Ja, und schon wieder sind wir bei der Fasnet angelangt.
Hier im Nordosten haben sie alle einen Stock im A....man bemerkt nur dass Karneval ist, an den Berlinern, die beim Bäcker verkauft werden. Im Übrigen heißt das nicht Schwanz, sondern Schweif...ist ja kein Hund...und wedelt damit auch nicht freudig, wenn man kommt.

Warum haben wir Pferde und keine Kamele im Stall. Auf denen kann man auch reiten. Sie halten ganz andere Temperaturen aus, fressen nicht so viel und saufen auch nicht so viel. Außerdem sind sie vom Gemüt her viel entspannter....vielleicht zu entspannt.

Stellt euch mal vor....eine Reithalle voll mit Kamelen...(räusper)
....und wenn dann die Reiter sich ankeifen, spucken die Kamele zurück.....hahaha.....!!!

Wußtet ihr, dass Kamele mehr Gelenke haben, als Pferde? Darum können sie auch zur Seite ausschlagen, ohne sich zu verdrehen, schützt sogar vor Rückenproblemen.

Aber....so bin ich davon überzeugt, reiten wir keine Kamele..... weil.....wir für sie keine passenden Winter-, Stall-, Weidedecken bekommen würden. Wären sie nicht nur sehr aufwendig herzustellen, entsteht auch ein Problem der Anbringung. Wie bringe ich eine Kameldecke an?

Nun sehe ich überall in den Offenställen Pferde mit Decken....Regendecke, Fliegendecke, Winterdecke...

Ich gestehe, dass auch meine vierbeinigen Jammerlappen eine Zeit lang be-deckt wurden, ganz besonders einer.

Allerdings fand ich das selbst saublöd. Die Decken waren schnell kaputt und wenn die Temperaturen anstiegen, viel zu warm.

Außerdem wird das Fell unter der Decke viel dichter.

Stallbetreiber weigern sich, die Decken rauf und runter zu machen. Das kann ich gut verstehen. Es gäbe einen neuen Berufszweig "Decken-rauf-und-runter-Macher". Er könnte ganz gut sein Geld verdienen.

Für 15 Minuten Gefummel 2x am Tag pro Nase...da kommt schon was zusammen.

Neee, mal im Ernst! Pferde mit Decken im Offenstall ist schon krass, oder? Und es gibt so viele davon.

Witzigerweise werden die ganz alten gar nicht mehr eingedeckt. Ist das euch schon mal aufgefallen? Ob das daran liegt, dass die Pferdebesitzer über die Jahre einsichtig geworden sind, oder haben sie dann doch ihr altes Pferd weniger lieb, oder verwechseln sie ihr junges Pferd mit sich selbst...who knows?

Naja, egal....jetzt beginnt die Fasnetszeit und vielleicht hören wir diesmal ein Liedchen mit dem Kamel...

Da hat ein doofes Tier...
Namens Kamel pickiert....
mich ganz blöd aus der Decke anfixiert.....lala-lalalala....la-lalalalala, summ...summ...summ....!!!

Viel Freude euch nun mit den vielen Narrenkappen.....

...auch ohne Maske :-)))
(was zum Schmunzeln)