Freitag, 26. Dezember 2014

Die Welt als Spiegel

...momentan habe ich viel Zeit.....nein....momentan nehme ich mir viel Zeit und beschäftige mich mit den vielen schönen Dinge, die das Leben einem so bereitet.

Die meisten werden denken....die hat doch schon alles, was braucht die denn noch........

Ich bekam einige Bücher als Fortsetzung meiner Gedanken geschenkt. Ich muss mich zunächst an dieser Stelle bei meinen Gönnern bedanken, die wahrscheinlich gar nicht wissen, was sie damit angestellt haben.

Ich switche zwischen dem Geschriebenen hin und her.....hm!!!!

Schon viele Male habe ich versucht zu erklären, warum den einen die Kommunikation mit den Pferden so schwer fällt....weil sie ein Kommunikationsproblem mit sich selbst haben????

Je schwieriger, desto präsenter das Problem.....

Vielleicht habe ich das Problem nie wirklich richtig kommunizieren können, weil mir zu dem, was ich sagen wollte, einfach die Worte gefehlt haben.

Und dann.....

...taucht in meinem Leben ein Buch auf.....es ist wie ein Kraftwerk, zugleich ein Klärwerk meiner Gedanken und auf einmal geht es wieder weiter auf der Stufe der Ahnung.

Ich benenne den Titel nicht, um den es geht, denn es geht nicht darum. Es geht um den geschriebenen Inhalt und der Tatsache, dass ein Physiker die Probleme unserer Welt erklärt, auf frappierend einfache Weise . Und auch erklärt, wie es funktioniert.

Schon immer habe ich hinterfragt und schon immer war mir klar, dass es nicht darum geht, was wir tun, sondern was und wie wir denken.

Unsere Gedanken entscheiden unser Leben, und nicht nur unser persönliches Leben, sondern auch das unserer Mitmenschen.

Es geht nicht darum, dass wir betrügen. Es geht darum, dass wir in unserem Herzen diese Bereitschaft mit uns tragen, uns und unser Umfeld damit zu infizieren. Der Betrug entsteht im Herzen und in unseren Gedanken. Er wird sich äußern...irgendwo da draußen, vereint mit den Gedanken Gleichgesinnter.

Unser Gehirn plappert in einem Fort:"Du brauchst dies....du brauchst das...schau mal hier....schau mal da!"

Es lenkt uns ab, von uns und von dem Wesentlichen, das da heißt:"Fühle!"

Wünsche erfüllen sich nicht, wenn wir auf die anderen schauen. Wünsche erfüllen sich nur dann, wenn ich versuche sie zu fühlen, tief in mir drin.

Jemanden oder "DAS" zu beauftragen dafür Sorge zu tragen, dass sich meine Wünsche erfüllen funktioniert nicht.

Schon öfters habe ich versucht zu erklären woher diese "schwarzen Samen" stammen, die diese Welt hervorbringt. Diese vielen Unruhen und Kriege direkt vor unserer Haustüre.

Ich habe mich schon oft gefragt:"Woher kommt das?"

Es ist die Reflexion unserer eigenen schlechten Gedanken. Viele schlechte Gedanken bewirken Unruhen, in uns....um uns....um uns herum.....davon war übrigens auch Einstein überzeugt.

Der Junge kannte sich wirklich aus mit Quantenphysik und der Feinstofflichkeit.

Gedanken gehören zu dieser Kategorie der Feinstofflichkeit....blöd!

Startet mal einen Selbstversuch. Schaut euch euren Nachbarn zur Linken an, schaut euch euren Nachbarn zur Rechten an. Er ist eine Spiegelung eurer Selbst.

Gefällt euch nicht, was ihr seht....

Es wird kein Zufall sein....

Verändert eure Gedanken, verändert euer Fühlen....es funktioniert.

Garantiert!!!

....und hiermit wünsche ich euch allen einen guten Start in das neue Jahr...

Das neue Jahr steht für Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit......helft eurem Nachbarn bei der Suche nach dem Licht in seinem Herzen ;-)))




Montag, 8. Dezember 2014

Besinnliches zur Weihnachtszeit

Wer nun glaubt, Frau Oppermann würde in den Computer schnurren, nur weil Weihnachten vor der Türe steht......der hat sich leider getäuscht.

Letzte Woche ließ mein spiritueller Ausleitungslehrer, der auch sonst eine Macke hat, einen ganz besonderen Satz los.....

Aber zuerst erzähle ich von seinem ersten Auftritt:

Also....der Weihnachtsmann von den Philippinen ist ein Scheiß dagegen. Bewaffnet mit Schlapphut und Rucksack, betrat ein bärtiger Riese den Raum, laut mit viel Getöse. Er blickte prüfend in den Raum, der mal kurz die Luft anhielt. Seine Augen - kleine Schlitze, hinter denen sich Pfeile verbargen - blickten prüfend in den Raum, dann donnerte er mit Neptunsstimme:

"Habt ihr alle kein Zuhause???? Setzt sich niemand mit euch an den Tisch zum Essen??? Müsst ihr alle immer mit irgendwelchen gefüllten Bechern mampfend durch die Gegend rennen????"

Ich musste schallend lachen, denn es traf den Nagel auf den Kopf....

So trafen alle Nägel, die kamen auf alle Köpfe. Ein einzigartiges, äußerst belebendes Schauspiel.

Nun sagte unter anderem dieses bärtige Riesensprachrohr einen Satz, der mich immer noch bewegt, weil so klar und einfach:

"Menschen meinen zu wissen, wenn sie etwas sehen, dabei sehen sie gar nicht mit den Augen, sondern mit dem Gehirn. Es reicht nicht aus, Gesehenes nur zu verstehen. Um zu wissen muss man es erfahren, dann erst weiß man die Dinge tatsächlich, sonst wird das eine Einbahnstraße der Blendung."

Was für ein schlauer Kerl.....wir durften dann auch erfahren. Zum Glück gab es keinen Einlauf :-)))

Aber alles andere war dran. Blutegel setzen, Schröpfen, Aderlass, Eigenblutbehandlung.

Das war überhaupt die Krönung. Er zog an der Vene Blut ab und stach einfach mit derselben Spritze in den Hintern eines Schülers - er fiel nicht tot um, Das war meine Erfahrung.....

Nach der Frage, ob das denn nicht steril sein müsste kam nur ein:" Pappalapp.....man kann überall hineinlangen, sogar in das Herz....nur das Knie, bei dem wird es gefährlich."

Aber eigentlich wollte ich gar nicht von diesem Typ erzählen, der mich so was von fasziniert....aber so was von.....

Kehren wir zurück zum WISSEN. Es ist in der Tat so, wir wissen, weil wir lesen, weil wir schauen...weil wir halt!!!

......aber erfahren???

Was erfahren wir denn so???

Eine alte Dame, die uns an der Kasse mit ihrem Wagen in die Hacken fährt, weil ihr pressiert oder weil sie uns nicht mehr sehen kann.....jedenfalls uns nicht von Hinten....

Wir sitzen auf unseren Pferden und gautschen durch die Halle und lassen uns höchstens vom Navigationsystem "Trainer" gebetsmühlenartig berieseln. Aber passieren tut nichts, mit dem wir etwas Grundlegendes erfahren könnten.

Es macht nicht einmal Spaß solchen Stunden zu zuschauen...also mir jedenfalls nicht. Da passiert nichts....ich sage nur "Aschenbahn"!!!

Wer als junger Mensch sportlich versiert war, weiß was es heißt "RUNDEN DREHEN"!!!

Wir erfahren nichts außer Langeweile und vielleicht Anstrengung!!!!

Wir wissen alles...Wir wissen sogar, wie es auf dem Mond aussieht, ohne jemals dort gewesen zu sein. Wir erfahren die Dinge vom Sofa aus, ohne dass sie mit uns in Berührung kommen. Jeder weiß was zu irgendeinem Thema, von dem er außer Bilder und Weisheiten von Dritten keine Ahnung hat.

Der Dritte, und das ist das Dilemma...hat es auch nicht erfahren, er hat es nur gesehen.

Vielleicht ist die groteske Ausuferung der heutigen Rebellionen, der Wunsch nach Erfahrung.

Krieg???

Ich muss auch nicht aus dem Helikopter gesprungen sein. Mir reicht mein tägliches Adrenalin.

Vielleicht ist es das, was so viele Gelehrte gemeinsam vertreten mit ihrem: "Bleib bei dir!"..."Versuche die Dinge zu erfahren, die dir wichtig erscheinen". Erst dann bist du wissend, alles andere ist subjektive Hirngrütze.

Hm, ich habe noch ein nettes Beispiel. Wir als Trainer sind täglich damit konfrontiert irgendwelchen privaten Reitern absichtlich und rücksichtslos in den Weg zu grätschen.....

Nun passiert es, dass ein Privatreiter seinem Kumpel XY eine Reitstunde auf seinem Pferd verpasst und auf einmal wechselt er die Seiten und erfährt die Schwierigkeit, die ein Trainer hat. Alles reitet irgendwie im Halbschlaf kreuz und quer. Wäre er ein Chamäleon, könnte er trotzdem nicht jede Situation erfassen, weil hinter seinem Rücken,,,,, und weil er gleichzeitig versucht seinem Schüler auf einem anderen Lebewesen Sicherheit und Wissen zu vermitteln.

Nur ein Lehrer besitzt diese entscheidende Erfahrung, außer, dass er vielleicht ein sauguter Reiter ist.

Ich habe das jetzt auf das Reiten beschränkt.....und schaue mal auf den Alltag:

Auto fahren!!!!

Wie oft begegnet mir ein kopfzorniger, hupender Autofahrer A. A kennt sich aus....sein Vordermann nicht. A belästigt seinen Vordermann mit seiner Erfahrung - weil A weiß - der andere hat es nicht, weder weiß er, noch hat er erfahren, wie es weiter geht. A kennt den Weg, der andere eben nicht. Mit der Zeit wird der andere seine Erfahrung mit dem Weg machen, dann ist er wissend....und wird seinem Vordermann B eins hupen, wenn der nicht bei 3 von der Straße ist.

Wir benutzen ein Navi, damit wir diese Erfahrung mit dem Huper A nicht machen müssen. Dann werden wir vielleicht eine andere Erfahrung machen, wenn wir vor einer Baustelle stehen und keine Ahnung haben, wie es weiter geht.

Also, ich erfahre jetzt gleich eine leckere Kohlroulade und freue mich, wenn ich am Samstag Morgen in Allerherrgotts Früh aus dem Flieger purzel.

;-)))))


Mittwoch, 26. November 2014

Oh je.....!!!

Jetzt muss ich doch mal wieder eine Geschichte erzählen. Diese Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten ;-)))

Frau Q betreibt einen kleinen Reitbetrieb an zwei Standorten. Sie hat das mit dem eigenen Stall - zum Glück - komplett an den Nagel gehängt. Zu viel Theater mit zu vielen unterschiedlichen Menschen.

Sie hat sich ganz auf die Dienstleistung "Reiten" konzentriert.

Man sollte meinen, dass die Stallhaltung - die sie ganz bewußt abgegeben hatte - über einen anderen Vertragspartner zu funktionieren habe.

Irgendwie krankte aber an einem Ort immer das Verständnis über den Inhalt der Vereinbarung.

Als sich dann ein Tier verletzte und Frau Q trotz gestarteter medizinischer Ausbildung genötigt wurde nicht nur einen Tierarzt zu konsultieren, sondern auch ein ganzes Programm kostenintensiver Fütterungsmaßnahmen startete, fragte sie sich schon, was denn nun der Inhalt der Pferdepension sein solle.

Es kam noch dicker.

Irgendjemanden wurde durch die  nicht vorhandene Anwesenheit Frau Q´s zur Weisglut getrieben und schwärzte diese beim Vetamt B an.

Frau Q nahm diese Aktion nicht ernst, war sie jahrelang mit der Leiterin des Vetamtes S befreundet, und beide hatten ja auch schon ein paar gemeinsame Kinderprojekte gestartet.

Hm!

Eines schönen Tages erhielt Frau Q Post vom Vetamt B. Tausend Formulare, die falsch ausgefüllt einen in die Falle gelockt hätten und später als Beweismittel fungiert hätte. In diesem Spiel war Frau Q besonders erfahren. Also rief Frau Q dort an. Die Dame am anderen Ende drückte Frau Q gleich einen Besichtigungstermin auf`s Auge. Frau Q wußte nicht, wozu das gut sein sollte, da sie ja keine Pensionspferdehaltung besaß. Also nahm sie sich einen ganzen Nachmittag frei.

Hm!

Zu Zweit kamen sie angerückt, ließen sich alles zeigen (Pferde, Sättel, Trensen, Putzzeug, das  gekaufte Futter) obwohl sie aufgrund der Meinung von Frau Q gar nicht berechtigt dazu waren. Schließlich hatte sie zur Pferdehaltung ja auch eine nachweisbare Ausbildung mit Abschluß gemacht und wußte, wer für was zuständig war/ist.

Sehr kooperativ zeigte sie alles.

Dann kam der Hinweis, sie solle das Formular ausfüllen, was sie nicht tat. Sie machte das Vetamt darauf aufmerksam, dass sie eh wegziehen wolle.

Stille!

Dann kam vom Vetamt B die Auflage, sie müsse den Umzug melden....bei ihnen....soso!!!

Sie tat es nicht. Es kamen diverse Anrufe vom Vetamt B und dann herrschte Ruhe.

Witzigerweise erschien ein Foto des Pferdes - um das so viel Gewese gemacht wurde - im Social Media Web. Prompt erhielt sie einen Anruf....Monate später vom Vetamt B: Sie müsse ihren Betrieb bei dem Vetamt E anmelden, ansonsten bekäme sie eine Anzeige.

Als Frau Q ganz entspannt entgegnete, dass sie immer noch nicht kapiert habe, warum das so sein solle...gab es einiges "in" die Ohren.....

Nun, Frau Q hat jetzt tatsächlich beim Vetamt E angerufen und ihnen die Sachlage erklärt, dass sie keinen eigenen Pensionsbetrieb habe, aber mit ihren Pferden Geld verdienen würde. Und was sie denn jetzt machen solle.

Frau S vom Vetamt E, schaute nach, ob der Hof, auf dem sich die Pferde befinden, gemeldet war.

Ja, war er. Somit war der Fall erledigt.

Frau Q hatte doch in der Ausbildung aufgepasst und wusste, dass Personen die mit der Pferdehaltung Geld verdienen, die Halter der Pferde sind und somit verpflichtet sind die Pferde auf ihrem Hof beim Vetamt zu melden. Der Besitzer hat mit diesem Thema gar nichts zu tun.

Das Vetamt ist schlußendlich für die gewerbliche Haltung von Tieren zuständig, nicht mehr und nicht weniger.

Manchmal lassen sich die Dinge ganz schnell klären, wenn man einen Zweiten oder Dritten befragt. ;-)))



Montag, 24. November 2014

Der Motor der Beweglichkeit

Heute schreibe ich mal über etwas ganz anderes ;-)))

Jeder weiß, dass das Innerste eines Wirbelwesens das Skelett ist. Die wichtigsten Organe sind nach Außen geschützt durch Rippen oder unserem Becken.

Die Wirbelsäule eines Menschen ist S-förmig angelegt, damit sie stabil und beweglich mit dem Rest des Körpers korrespondieren kann.

Bei Pferden gibt es auch Rippen, falsche Rippen, lose Rippen und das Kreuz-Darmbein sieht genau gleich aus, wie beim Menschen. Auch unser Kreuz-Darmbein kann eine individuelle Note besitzen.

Die Wirbelsäule ist bei manchem Pferd auch etwas S-förmig und hat etwas von einem durch gesessenen Sofa. Unser Steißbein ist der verkrüppelte Schweif des Pferdes und kann schon Ärger bereiten.

Damit das Ganze irgendwie zusammengehalten wird, gibt es die Muskulatur. Aber nicht nur. Verbunden mit dem Knochen sind die Muskeln über die Sehnen.

Jeder Muskel hat eine ganz spezielle Aufgabe, dessen Zwilling sich meist auf der gegenüberliegenden Seite befindet und genau das Gegenteil von dem macht, was Nr.1 vorgibt.

Muskeln kann man nicht dehnen, sie können nur entspannen...soweit waren wir schon mal.

Um beim Menschen zu testen, ob die Wirbelsäule beweglich genug ist - ob der Muskel richtig entspannen kann, gibt es den Vier - Pfoten - Bodentest. Der Probannt muss sich mit den Fingern Richtung Boden bewegen....autsch!!!! Da war es schon....geht nicht.

Jetzt kann ich mich meinem Probannten auf den Rücken setzen und wie auf einem überfüllten Koffer rum hüpfen, in der Hoffnung, er möge sich noch mehr zusammen falten. Es wird nicht gehen.

Nehmen wir ein Pferd. Ohne Reiter, kein Problem. Ohne anatomische - künstlich, per Zucht erzeugte Bewegungshandicaps, auch kein Problem.

Ein Pferd mit geringer, bzw. gar keiner Rückentätigkeit - schwierig - seine Natur bedingt schon ein großes Problem. Dass Probleme auftauchen können, ohne äußerliche Symptome, wissen wir, seit wir Menschen den Weg zum Arzt nehmen.

Nehmen wir das Pferd ohne Reiter und ohne Rückentätigkeit.Wenn wir uns auf diesen Rücken setzen - das erste Mal - huiiiiii - lernen wir das Fliegen - vielleicht.

Andere haben diese natürliche Schwingung im Rücken, können dafür aber nicht so mit den Füßen strampeln. Die Schwingung wurde weggezüchtet, nur damit das auf der Show cool aussieht.

Meistens stirbt auch dieser schwingende Rücken ab. Zu schnell, zu viel, zu einseitig , zu langweilig, zu...zu...zu - eben.

Nach 2 Jahren beginnt der Ärger. Das Pferd geht nicht mehr richtig vorwärts. Jetzt kommt der Punkt, an dem ich den überfüllten Koffer anbringen will, auf den wir uns setzen, um ihn zu schließen.

Da wird das Pferd zu Tode korrigiert....Schnitt!!!!

Das Pferd ist ein Läufer. Es ist immer in Bewegung. Ist es auf der Flucht, springt es schon mal davon. Während dem Laufen frisst es....Gras, das bekanntlich auf dem Boden wächst...16 Stunden lang.

Welches Pferd kann heute schon 16 Std lang in der Bewegung Gras fressen. Würden wir das zulassen in unseren Breitengraden, bräuchte man das Pferd nur noch rollen.....Fazit: So geht das nicht!

Wir müssen das Pferd dazu bringen, dass es sich entspannt. Ein Pferd kann sich mit dem Reiter oben drauf nicht entspannen, weil der da gar nicht hin gehört. Also bringen wir dem Pferd bei, dass es sich unter uns in komplette Entspannung begibt...im Stand.

Hat das Pferd das begriffen, lassen wir es im Schritt gehen und motivieren es, sich in die totale Entspannung zu begeben.

Ich sehe ausschließlich Reiter, die ihr Pferd bis zum Widerrist in Entspannung reiten können. Hinter ihrem Rücken geht es aber weiter.

Bei 98% der Pferde sitzt der Knackpunkt im mittleren Kruppenmuskel. Ich bezeichne ihn lieber als Muskulatur der Lendenwirbelsäule, da sie vergleichbar ist mit der unseren und etwas anschaulicher erscheint.

Was macht dieser Muskel eigentlich??? Er hält die Lendenwirbelsäule stabil, er hält das Pferd in der Bewegung zusammen, er gibt die Bewegungsrichtung vor, er ist für Beschleunigung und das Untertreten zuständig....bevor überhaupt irgendein anderer Muskel in Aktion tritt. Ohne ihn, geht nichts!!!!

Ich lese immer wieder so Blödsinn: Wie baue ich den Muskel auf, wie dehnen ich den Muskel richtig, wie kräftige ich den Muskel.....etc.

Der Muskel, so wie er ist, muss einfach nur beachtet werden. Er muss sich entspannen dürfen, damit er sich wieder kräftig zusammenziehen kann.

Das Problem sind wir, nicht der Muskel. Wir beachten ihn nicht - und wenn, dann ist es meistens zu spät.

Einem vertrockneten Kaugummi ist auch nicht mehr zu helfen. Ein Muskel, der sich nicht mehr entspannt ist unterversorgt. Wir müssen ihn dazu bringen, dass er sich wieder bewegt, elastisch wird. Wenn er sich bewegt, wird er versorgt. Vielleicht tut er das, wenn wir Glück haben...bewegen!

Mit viel Geduld schafft man das, wenn man in der Lage ist, das dumme Geschwätz der Stallnachbarn auszuschalten :-)))

In diesem Sinne, frohes Gelingen!

Montag, 17. November 2014

Die Zelle...

Wer unter den Lesern mit der Zelle die Pferdebox verbindet, hat noch nicht mitbekommen, dass Pferde unterdessen artgerecht gehalten werden können, indem man ihnen genug Platz zur Verfügung stellt, sich zu bewegen. Bei dem Bedarf des Schutzes und der Möglichkeit des Ruhen, haperts noch ein wenig bei den meisten Anbietern.

Anderen fällt vielleicht sofort der Song von Johnny Cash ein, andere kennen diesen Song "The Mercy Seat" eher von Nick Cave und Blixa Bargeld (echt coole Nummer).

Ich schreibe weder über den Pferdeknast, noch über den im übersichtlichem und sicherem Maße verwalteter, angeblicher böser Menschen.

Es geht um unser "Kleinstes". Wenn es nicht funktioniert - das "Kleinste" bekommen wir sofort ein Problem.

Meistens winkt es schon mit der Fahne, wenn es ihm nicht gut geht. Und meistens bemerken das andere, sozusagen externe Körperwelten schneller, als wir selbst.

Machen wir doch mal einen kleinen Ausflug in das Wunderwerk unseres Körpers. Ich bediene mich jetzt der Vorstellungskraft meiner Leser und vergleiche dieses Wunderwerk mit einem Ameisenhaufen....

Der Haufen sind wir :-)))

Eine Ameise ist vergleichbar mit einer Blutzelle. Die kleinen, roten rennen rauf und runter und haben nur eine Aufgabe. Material herschaffen, Füttern,  Material abtransportieren....Fahrstuhl rauf - Rutsche runter.

Pausen??? Ja, die haben sie auch. Sie erholen sich im großzügig angelegten Wellnessbereich (Milz). Leider hat die kleine Ameise ein Problem, wenn sie den Wellnessbereich verlassen will, muss sie sich ganz zusammenknautschen, um den Ausgang passieren zu können, denn der ist wesentlich kleiner als sie.

Schafft sie es nicht, kommt die Putzerkolonne, und feudelt sie einfach auf und bringt sie zum Ausgang. Das ist alles kein Problem. Denn in der Kinderstube - im Kern des Haufens - wachsen sie geborgen und gut bewacht einfach nach.

Vermehren??? Nein vermehren können sie sich nicht. Sie sind Arbeiter, nicht mehr und nicht weniger.

Die Putzerkolonen sind groß und gefräßig und haben einen Vorteil. Einmal entstanden, können sie sich multiplizieren, je nach Aufgabenbereich. Alles was nicht funktioniert, wird weg gewischt, weg gekehrt, weg geräumt, wie auch immer. Sie sehen etwas eklig aus, sind breiig und bewegen sich auch so. Im Gegensatz zu ihren nahen Verwandten, den Soldaten. Diese sind von unterschiedlicher Farbe und stellen sich dem Feind entgegen. Eine Raupe, die sich in den Gängen verläuft, wird sofort angegriffen und vernichtet.

Dann haben wir noch die Handwerker, die Tag ein Tag aus alle tropfenden Leitungen abdichten. Bei einem Wasserrohrbruch, tun sie sich dann doch schwer und holen Hilfe. Nun kommt die Feuerwehr und spannt Netze auf, damit die Handwerker bei allem Fleiß nicht von den hohen Leitern purzeln.

So ein Ameisenstaat ist schon ganz schön groß...5.280.000 an der Zahl...im Schnitt. Nein nicht pro Haufen.....(pro Mikroliter).

Sie verirren sich nie!!!

Manchmal, aber....sterben zu viele auf einmal oder kommen zu viele auf die Welt. Es gibt auch Mutanten, die nicht lebensfähig sind. Manche sind dann doch zu klein und schwächeln schnell, andere wieder werden zu groß und nehmen wiederum anderen den Platz weg.

Ein ganz normaler Wahnsinn, der jeden Tag mehrmals passiert.

Dann rennen viele umher und suchen nach Arbeit oder nach Nahrung, die sie aber nirgends finden, weil das Ökosystem herum völlig gestört ist...zu viele Elefanten und Ameisenbären sind unterwegs;-))

Nennen wir den Elefant mal "Stress" und den Ameisenbär "Ernährung".

Elefant - Ameisenbär - Ameisen und Haufen ergeben ein filigranes und sehr zerbrechliches System. Kurze Zeit hält der Ameisenstaat es aus, wenn viele seiner Bewohner einfach aufgesaugt werden.

Auch halten sie aus, wenn der Elefant Kerben in den Haufen tritt. Sie machen sich höchst motiviert und organisiert an die Arbeit. Eine dauerhafte Störung ihrer Lebensräume lässt sie jedoch einknicken... nicht gleich.

Erst bekommt der Bau Risse, man kann sie von Außen erkennen. Die Rutsche verklumpt, keiner hält sie mehr sauber. Der Fahrstuhl klemmt. Keiner ist da, um ihn zu reparieren.

Es wird zugig und kalt in diesem Bau. Am Ende ein verlassener Ort.

Macht euren Ameisen ein schönes Weihnachtsgeschenk...vielleicht durch ein sinnvolles Kochbuch. Wem das zu anspruchsvoll ist, kann auch einfach eine Kur machen mit Salzen. Sie machen eure Ameisen stark ;-)))

Der Winter ist die beste Zeit dafür.....

Und wenn ihr merkt, wie gut euch das tut, dann gönnt sie auch euren Tieren.

Ich helfe euch gerne dabei :-)))

Und wer das Ganze noch nicht verstanden hat, der braucht eben noch einen Ameisenschnupfen, oder mehrere, bis er es verstanden hat.

Montag, 10. November 2014

Wenn die Mauern fallen

Am Wochenende erlebte ich sehr bewegende Bilder, die sich hier in Brandenburg abspielten.

Über 1 Mio Menschen trafen sich, um den Mauerfall zu feiern. Sie kamen von überall her. Der Flughafen - den ich in kurzer Zeit, rund um den Mauerfall - mehrmals anfahren musste, drohte aus allen Nähten zu platzen.

Auf der einen Seite kamen die Besucher, auf der anderen Seite wurden sie erwartet.

Es war eine mitreißende, sehr emotionale Veranstaltung. Menschenmassen wälzten sich am Wochenende entlang der "Ballonmauer". Autofahrer kamen nicht mehr durch, da Fußgänger die Straßen belagerten. Rund um das Brandenburger Tor musste großflächig abgeriegelt werden. Man kam nur noch über die zweite oder gar dritte Querstraße wieder zurück zu der Ballonmeile. Der Potsdamer Platz war komplett gesperrt. Wer ihn kennt, hat vielleicht eine Idee, wieviele Menschen sich allein an diesem Ort getummelt haben.

Die Ballons hinterließen in meinem Kopf einen bleibenden Eindruck, wie auch die friedlichen und glücklichen Menschen auf den Straßen. Es wurde einfach gefeiert....

Es sollte ein Signal für die Welt werden und ich denke, dass das auch ein Stück weit gelungen ist. Es sollte ein Appell an die Menschen werden und ihnen die Erinnerung an die Mauer wiedergeben. Auch das ist den Veranstaltern gelungen, zumindest bei denjenigen Vorort.

In Zukunft kann man diese Orte mit ihren Dauerausstellungen das ganze Jahr besuchen, wobei es hierzu auch unterdessen eine eigene App gibt.

Jeder, der sich in seiner eigenen Unzufriedenheit sult und diese zelebriert, sollte sich eine Sekunde lang überlegen, wie das wäre, wenn er hinter Mauern leben müsste. Tag ein Tag aus beobachtet von einer Diktatur, dessen Nachhaltigkeit darin bestand, seine Bürger einzusperren, sie zu gängeln, wenn sie weg wollten, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, um sie zu zermürben.

Hier in Brandenburg haben Menschen das Eingesperrt sein erleben dürfen. Das galt nicht nur für die Menschen im Osten. Es galt auch für die Westberliner.

Vielleicht und auch darum sind die Menschen hier so friedvoll und freundlich. Wenn ihnen etwas nicht passt, dann äußern sie das, schaffen es aber auch, mit ihrem Thema bei sich zu bleiben. Diesen großen erstaunlichen Effekt, spürt man sofort. Ich möchte das mal an einem Beispiel erklären, welches wir am Samstag erlebt haben:

"Carmina Burana"

Diese theatralische Chormusik, ist mit Sicherheit den meisten bekannt, oder auch begegnet. Hierzu gab es am Samstag einen vollbesetzten Berliner Dom.

Jung und Alt trafen sich zum Auftakt des Mauerfalls in dieser riesenhaften Kirche, um der Musik zu lauschen. Selbstverständlich gab es eine Ansprache und selbstverständlich wurde über die Bedeutung der Kirche seit seiner Entstehung philosophiert. Der Haken an der Geschichte war, dass es keiner verstand. Das Mikrophon funktionierte nicht.

Ein Mann vor uns, fing plötzlich an zu klatschen. Alle verstanden den Hinweis und fingen auch an zu klatschen. Immer wieder kamen die Klatschlaute aus irgendeiner anderen Ecke und immer wieder wurde gerufen:"Wir verstehen nichts!"

Die Berliner hatten richtig Spaß, keiner war irgendwie verärgert. Irgendwann verstand wohl einer von den Technikern, was los war und schaltete auf "LAUT". Sofort kam der Ausruf:"Aber nicht wieder von Vorne!", großes Gelächter. Es war faszinierend, wie das Publikum dem Sprecher ihr Bedürfnis signalisierten und sich über diese Diszanzen den Ball zu warfen.

Ja, das Publikum hatte keine Schuld und auch der Sprecher hatte keine Schuld, dass sie nichts verstanden hatten, wollten jetzt aber auch nicht alles noch einmal von Vorne hören.

Der Sprecher verstand und setzte ohne Punkt und Komma einfach seine Rede fort. Das Publikum war sofort ruhig und lehnte sich zufrieden zurück.

Die Musik kam dann wie eine Zunamiwelle über sie und das Publikum sparte am Schluss auch nicht mit Applaus.

Alle verließen den Berliner Dom mit einem breiten Grinsen und Strahlen in den Augen.

Dieses Grinsen und Strahlen begegnet einem hier öfters auf der Straße, mit freundlichen Worten wird hier nicht gespart. Alles wird mit einem Augenzwinkern be-urteilt. Verurteilen tut hier keiner den anderen.

Die Menschen hier sind offen. Sie haben es geschafft, sich von den Mauern nicht nur um sich herum, sondern auch in ihren Köpfen, zu befreien.

Das macht das Leben hier in Berlin und Brandenburg so erfrischend unkompliziert.

Mir war es jetzt einfach ein Bedürfnis von Mauern zu schreiben.

Vielleicht wird der eine oder andere über seinen eigenen "Sack Zement" nachdenken, den er vor der Haustüre liegen hat.


Dienstag, 21. Oktober 2014

Wahrnehmung und die Frage: Bin ich dafür zuständig....

Am Wochenende fuhren wir über die Glienicker Brücke Richtung Innenstadt, so wie wir es immer tun, wenn wir nicht Richtung Berlin fahren. Jedesmal sehen wir einen Mann an der "Nobel-Chaussee" Potsdams sitzen. Er ist gut versorgt mit Kleidung und führt einen vollen Einkaufswagen mit seinen Habseeligkeiten mit sich.

Jedesmal beschäftigt sich mein Mann in Gedanken mit diesem Menschen. Fragen tauchen auf...
"Wie geht es ihm?"...."Braucht er Hilfe?"...."Wie kann ich ihm helfen?"...

Mein Mann hat sich schon öfters mit dem Mann unterhalten und ihn gefragt, ob er etwas für ihn tun könne.....

"Nein!", war seine Antwort, ihm ginge es gut.

Trotzdem läßt das meinem Mann keine Ruhe. Was ist es, was ihn so sehr beschäftigt. Vielleicht beschäftigt ihn gar nicht der Mann, sondern sein schlechtes Gewissen.

Für mich hat dieser Mann einen sehr zufriedenen Gesichtsausdruck. Ich weiß nicht warum er das tut und warum er der Meinung ist, dass der Flecken Erde an der Straße, unter dem Baum seine Wohnung ist.

Vielleicht tut er Buse oder möchte als Mahnmal in die Geschichte unserer Gedanken eingehen, denn das tut er in der Tat und dafür bin ich ihm dankbar, was ganz alleine mit meiner Wahrnehmung zu tun hat.

Am Wochenende saßen wir noch einmal beim Frühstück im Garten und mein Mann fragte mich, warum ich nicht einfach alle meine Pferde einpacke, sie nach Brandenburg karre und für nichts anderes mehr "zuständig" sein möchte, als Frau Oppermann zu sein.

Nun atmete ich tief durch, denn in der Tat sitzt so ab und zu der schwarze Rabe auf meiner Schulter

- oder ist es der weiße Rabe??? - und kräht mir ins Ohr:"...laß es einfach bleiben....!"

Ich habe es geschafft bei dieser Frage ganz bei mir zu bleiben, eben nicht andere mit einzubeziehen, die mir das Leben erleichtern oder schwer machen.

Das Ergebnis dieser immer wieder kehrenden Schälung heißt:" Nehme dich wahr!", "Bleibe bei Dir!", "Lasse dich nicht zur Verantwortung ziehen, wofür du nicht zuständig bist."

Es gibt keinen schwierigeren Ort, es so differenziert zu lernen, als in der Szene der Reiter....

...außer der Tatsache, dass ich diesen Job gerne machen...Schliff hin oder her, denn ich tu es aus freien Stücken :-)))

Ich wünsche jedem, dass er seinen eigenen Sumpf verlassen kann, dass er all das Gemurgel in seinem Kopf und auch sonst, ablegen kann.....denn.....dann kommen sie - die Lichtlein, die Helfer...das Glück.

Wir sollten uns immer Gedanken dazu machen, wann das Glück in unser Leben trat - uns stets daran erinnern und alles andere einfach ausgrenzen.

Den gefüllten Murgelkoffer mit Murgelgedanken, sollte man schnellstmöglich im Wald vergraben und gleich einen neuen kaufen.

In der Hoffnung Opfer sein zu dürfen, sind wir unsere eigenen Täter und richten unsere Pistole nur auf uns selbst.


Dienstag, 7. Oktober 2014

Infektionen, eine geistige Herausforderung

Soweit ich mich erinnern kann, war dieser Blog schon lange geplant....

Hm, wie geht man an ein Thema ran, ohne als Belehrender da zu stehen, der bedrohlich den Finger hebt. Ich möchte die Menschen lediglich sensibilisieren, um nicht zu sagen:

"...geht mal gucken!"...

Ich schreibe über die Dinge, die mir begegnen,verarbeite sie und gebe sie zum Besten, in der Hoffnung irgendjemanden da draußen anzusprechen, der sich verstanden fühlt....von meiner Sorte gibt es sehr viele, die sich noch nicht so richtig trauen und sich alleine fühlen mit ihren Beobachtungen, Konsequenzen, etc.

Heute schreibe ich über etwas, worüber der Mensch als Einzelner und auch in der Gruppe keinen Einfluss hat, weil zu diffus - nicht so einfach greifbar, wie ein anderes Lebewesen, das im Weg steht und man zur Not auch wegschubsen kann.

Die bedrohlichste Infektion, die momentan bekannt ist, ist Ebola - ein Virus, das sich schnell anpassen kann und in Afrika für sehr viel Wirbel sorgt, da ansteckend, wie das eben so ist beim Virus...seit heute auch im Freigang in Spanien erwischt..

Ist es tatsächlich so absonderlich, dass dieses Virus ausgerechnet in Afrika in solchem Maße ausgebrochen ist? Irgendwie hat das was von einer Metapher.

Weltweit sind Menschen in Aufruhr, weil sie sich von einem Unheil bringenden Virus bedroht fühlen, dem sie machtlos gegenüber stehen.

Gehen wir davon aus, dass das Ebolavirus noch weit genug entfernt ist...seit heute nicht mehr...., lauern hier ganz andere Gefahren, von denen kaum einer spricht, der bakteriellen Infektion.

Nachdem ich mich nun mit einem hochgradig infizierten Hund beschäftigen muss, habe ich mich zeitgleich mit den Viren und Bakterien unserer deutschen Erdkruste beschäftigt.

Haben wir einen Infekt, rennen wir zum Arzt, der wiederum dafür verantwortlich ist, dass der Infekt ganz schnell weg ist. Er wird aber nicht weg gemacht, es verschwinden nur die Symptome.

Ist ein Infekt etwas hartnäckig (in seinen Symptomen) greift der Arzt zu Antibiotika, weiß er nicht weiter, kommt Kortison ins Spiel. Und weil er sich nicht sicher ist, ob genau dieses Antibiotikum anschlägt verschreibt er gleich 3 verschiedene, da auch er den Feind nicht 100% kennt, auch nicht nach einer Blutuntersuchung ohne Befund.

Das Antibiotikum macht weg - oder so ähnlich, und es landet nach Verzehr in dem Abwasser. Unsere Klärwerke könnten zwar das Wasser soweit aufbereiten, dass keine Antibiotika-Rückstände und ihre Gäste ins Trinkwasser gelangen, interessiert momentan jedoch noch keinen.

Im Grundwasser angelangt, lauern sie....die Viren, Bakterien (angeblich vernichtet durch Antibiotika) und Pilze und freuen sich auf ihren Lehrgang "Wie trixe ich das Antibiotikum aus".

Egal wer oder was.... benötigt Wasser - da existenziell - und alle Einzeller freuen sich auf die Anwendung des Gelernten in der Praxis.

Blöd sind die ja nicht....die Einzeller,, und Geduld haben sie auch, um an den Endwirt zu gelangen. Sie lassen sich z.B. Huckepack tragen von Zecken und Stechfliegen.

Nun gibt es zwei unterschiedliche Trends der Infektion durch Zecken. Es gibt unterdessen die Zecke mit dem höchsten IQ. Sie wartet nicht, bis ihr Endwirt soviel Wärme abstrahlt, damit es lohnt, sich einfach fallen zu lassen. Es gibt die, welche ganz gezielt auf ihr Opfer zu geht....ein bißchen unheimlich.

Diese kleinen Viecher übertragen allen möglichen Mist, der böse enden kann. In der Stadt und weit draußen in der Botnik, drohen zwar auch Zecken, sie sind aber nicht infiziert. Die meisten Infektionen drohen jedoch in den Naherholungsgebieten  und in der Nähe der Mülldeponien, auch ehemaliger schon verschütteten Deponien.

....und in den Krankenhäuser, da wo am meisten mit Antibiotikum gearbeitet wird.
...sozusagen die Wiege der Einzeller.

Zurück zu den Zecken....Zunächst beruhigend für die Stadtbewohner, denn so eine Müllbergwanderung ist nichts Beschauliches. Außer vielleicht bei den schon zugewachsenen Müllbergen und aufgeschütteten Bergen der Zivilisation. Doch unterdessen weiß man, dass auch Stechmücken diese diffusen bakteriellen Infektionen übertragen können. Das ist jetzt die schlechte Nachricht, außer der, dass seit heute Ebola in Spanien im Freigang entdeckt wurde.

Diese Tierchen - Einzeller - sind so schlau, dass sie sich im Blut verstecken können und sind nach ca. 12 Wochen nicht mehr nachweisbar. Man kann sie nur in den ersten Wochen im Blut entdecken, dann sind sie verschwunden, auch ohne Antibiotikum.

Was diese Tierchen anrichten können, weiß man nicht erst seit der Schweinegrippe, Vogelgrippe, Ebola, wie schon gesagt, ein Virus....

Hm, nun sind Viren etwas geradliniger und die Symptome nicht ganz so diffus, aber ansteckend. Sie bekommen schnell einen Namen, hauptsache man kann den Feind benennen.

Bakterielle Infektionen sind viel schwieriger zu erkennen, da ihre Symptome vom Allgemeinzustand des Wirts abhängen und sich ganz unterschiedlich äußern, eben als Symptom. Das Gleichnis, Abwehrkräfte schützen, ist leider falsch.

Behandelbar???

Da, wiederum bin ich sehr zuversichtlich.

Ich folge den Worten Thich Nhat Hanh:"Gieße deine guten Samen!" Für den Westen befremdende Worte. Ins Deutsch übersetzt bedeuten die Worte:"Nähre deinen gesunden Geist!"

Es ist ein Ansatz mit dem Mediziner völlig überfordert sind. Viren und Bakterien sind aufgrund unserer Überheblichkeit resistent geworden und wenn nicht nachweisbar, auch nicht vorhanden. Symptome und Erkrankung verlaufen zeitversetzt, darum auch geringfügig beherrschbar auf der körperlichen Ebene.

Gleichzeitig haben wir uns den Neuentwicklungen der bakteriellen Ideenküche nie angenähert.

Wir können nun "Glauben" und "Beten", dass dieser Kelch an uns vorüber geht, wir können Tonnen von Antibiotika brav in uns hineinstopfen, oder uns ab und zu hinterfragen, ob wir nicht einmal darauf verzichten können, der Umwelt zuliebe...

Wir können aber auch schlichtweg gesund leben, wir können achtsam mit uns umgehen, wir können unsere Gemütszustände ernst nehmen und versuchen, sie in Einklang zu bringen, bevor sie uns wehrlos machen.

Einmal erkrankt, helfen unter Umständen nur noch unsere eigenen Energien, die es gilt zu pflegen und zu schützen.

Eine gesunde Ernährung, aus gesunder Erde ist nur möglich, wenn wir lernen nicht mehr so viel Müll zu produzieren, nicht mehr so viel sinnlose Medikamente einzunehmen, nicht mehr die Erde mit unnötigen Schadstoffen zu belasten, die sie brav einlagert, um sie dann irgendwann wieder auszuspucken. Wir benötigen freundliche Bakterien, die uns gut gesonnen sind, die mit unserem Körper kooperieren wollen und nicht uns vernichten.

....der ganze Dreck findet den Weg zurück zu uns, dessen bin ich mir ganz sicher....




Mittwoch, 17. September 2014

Chakren und Reiten

Für viele mag das Thema um die Chakren befremdend sein. Dummerweise ist die Lehre um unsere wichtigsten Energiepunkte mehrere tausend Jahre alt, älter als unser Wirtschafts- und Gesundheitssystem im Westen.

Die sieben wichtigsten Energiepunkte unseres Körpers werden im Osten - sprich Indien und China und den Ländern drum herum - als Chakren bezeichnet. Natürlich sind es mehr, und das Thema komplexer, als jetzt hier beschrieben. Jeder, der sich damit intensiver befassen möchte, kann das gerne tun.

Ich beschränke mich nun auf die 7 Chakren - die 7 wichtigsten Energiepunkte (Zentren) unseres Körpers, welche in Asien auf einfachste Weise bildhaft gemacht wurden - 7 Punkte - 7 Farben.

Da wäre das Kronenchakra. Wie der Name schon sagt, liegt dieser Punkt auf unserem Haupt. Die vergleichbare Position ist die Fontanelle eines Säuglings. Das Kronenchakra trägt die Farbe lila und kennzeichnet unsere Geistesfähigkeit. Zuviel oder zu wenig endet in einer Depression oder geistigen Verwirrung.

Das Stirnchakra, befindet sich, wie der Name schon sagt auf der Stirn. Es wird auch das dritte Auge genannt. Das dritte Auge kneift oft die Manager, die bei Überanstrengung die Nasenwurzel kneten. Das Stirnchakra ist blau, die Farbe der Weisen und Könige.

Türkis ist die Farbe des Halschakras. Jeder kennt die Probleme, wenn es sich hier staut, in Form von Halsschmerzen. Ein geringfügig ausgeprägtes Halschakra hat auch immer ein Kommunikationsproblem, ob zuviel oder zuwenig, mag jetzt dahin gestellt sein.

Grün - das Herzchakra, ist zuständig für die Liebe, das sich öffnen können mit dem Herz. Wer sich der Öffnung verweigert, muss mit einem Rippenbruch rechnen, wenn er Glück hat.

Das Nabelchakra steht für den Frieden in uns. Alle Verdauungsprobleme spielen sich an diesem Punkt ab. Die Farbe des Nabelchakras ist gelb....vielleicht sollte man Terroristen einen Darmhemmer einsetzen...:-)))

Ein ganz zentrales Chakra in unserer Leistungsgesellschaft stellt das Sakralchakra dar. Jeder kennt das Problem "...ich habe Rücken...". Die gelbe Farbe steht für diesen Energiepunkt.

Das Wurzelchakra ist rot. Menschen, die zwar Neues beführworten,Wachstum und Entwicklung verschmähen und ungeduldig mit den Füßen scharren, sich leicht aus dem Konzept bringen lassen, fehlt die Verbindung zur Erde.  Die zu viel davon haben, sind unbeweglich und intolerant, vermeiden gerne Veränderungen.

Wir sprechen hier nicht über irgendwelchen spirituellen Quatsch. Der Bereich der Chakren gehört in den Bereich Wissenschaft und kennzeichnet unsere wichtigsten Energiepunkte, ihre Stärken und Schwächen und ihre Blockaden.

 Im Laufe eines Lebens können sich die Stärken und Schwächen verändern.

Ein erfolgreicher Manager wird immer ein sehr ausgeprägtes Stirnchakra haben, ein guter Pfarrer ein ausgeprägtes Kronenchakra, ein besonderer Gärtner besitzt ein ausgeprägtes Wurzelchakra.

Das Spiel läßt sich unendlich weiterspinnen, denn die Kombinationsmöglichkeiten zwischen den 7 Chakren gleicht einem Lottoschein.

Wenn ich Reiter beobachte, erkenne ich ihre Schwachstellen. Ich brauche nur die 7 Punkte zu checken und schon weiß ich wo es klemmt. Meistens befindet sich an diesem Punkt nicht nur eine Energieblockade, sondern auch das Zentrum beginnender, für diesen Punkt spezifische Erkrankungen.

Interessant wird es, wenn diese Menschen auf Pferde treffen und diese reiten wollen. Pferde fühlen aufgrund der Blockaden, woran wir erkranken (könnten).

Ponyrassen haben ein sehr stark ausgeprägtes Wurzelchakra, arabische Pferde ein ausgeprägtes Kronenchakra.

Trifft Krone auf Wurzel wird es schwierig. Ich konnte das diese vielen Jahre beobachten und muss darüber immer wieder schmunzeln.

Selbstverständlich stellt sich die Frage, warum muss ich mir das geben "Krone contra Wurzel", ganz einfach, weil es eine Chance darstellt in ein Gleichgewicht zu kommen, sowohl auf der geistigen, als auch auf der körperlichen Ebene, welches unserer Gesundheit förderlich ist.

7 gleichgroße Bälle in den 7 Farben sollte unser Ziel sein. Tut es das nicht, wird uns unser Pferd zeigen, wo es klemmt. Reagiert es nicht auf unsere Hilfen, egal ob Schenkel- oder Gewichtshilfen, fehlt es an Energie. Reagiert es zu stark, gar emotional, sitzt irgendwo ein Stau.
.
Grundvoraussetzung, um dies erkennen zu können und filtern zu können, ist das Reiten ohne Zügeleinsatz. Das Pferd sollte seine Meinungsfreiheit behalten dürfen, damit es uns unsere Fehler zeigen kann und uns darauf aufmerksam machen kann, dass wir ein Problem haben oder sogar eins sind.

Zwingen wir Pferde durch massiven Zügeleinsatz den Händen zu folgen und nicht unserem Körper, werden auch sie krank, womöglich an derselben Stelle mit derselben Zuständigkeit.

Das bedeutet jetzt nicht, alle Leinen los. Aber bei dem sportlichen Charakter, der das Event "Reiten" hat, sollten wir die Signale der Pferde ernst nehmen, sind wir darin involviert.


Freitag, 22. August 2014

Die Aldi-Tüte und unsere Faszien

Nein, Frau Oppermann ist nicht übergeschnappt!

Mit der Erfahrung kam die Erkenntnis, dass Menschen die Dinge nur dann begreifen, wenn man sie mit ihrem Alltag konfrontiert.

Ich bin mir sicher, hätte in der Überschrift nur gestanden "Die Faszien", hätte das kein A..... gelesen. Die Aldi-Tüte bildet jedoch einen besonderen Anreiz, mag es aus einem Erstaunen oder aus der Neugierde heraus entstehen....Mensch liest!

Nun, jeder kennt das wöchentliche Dilemma...."ich muss einkaufen gehen!"

...für mich eine absolute Notdurft, denn ich tu es nicht gerne. Für mich ist das Zeitverschwendung zwischen den Regalen herum zu kariolen, vorbei an Reihen von Fertigprodukten, Billigfusel und Süßkram.....

Schließlich und endlich lande ich an der Kasse - wenn es gut läuft - mit einem vollen Wagen vielversprechender Köstlichkeiten. Neeeein, ich zähle jetzt nicht auf, was in meinem Wagen zu finden wäre. Das entscheidet jetzt mal jeder selbst für sich.

An der Kasse wird jeder vernunftorientierte Mensch, systematisch seinen Wagen nach Handlichkeit, Schwere und Verpackung auf das Band legen und eben schon vorsortiert in seine Tüten packen.

Genau an diesem Punkt wird es spannend. In den stabilen Behältnissen befindet sich oft Flüssigkeit - die wie jeder weiß - in einem Netz nicht transportiert werden kann. Dann haben wir kleine Tütchen mit bröseligen Dingen, die wir nicht ganz unten in der Tüte verstauen sollten. Dann wiederum gibt es Obst und Gemüse in Netzen oder offen. Die offenen Produkte wiederum besitzen eine feste Struktur, die uns erlaubt, das Produkt offen in unsere Tüte zu packen. Ist die Konsistenz fest, können wir sie nach unten legen, ist ihre Konsistenz weich, wird sie am Grunde unserer schweren Tüte zermanscht.

Unsere strukturlosen Produkte, die sich leicht zermanschen lassen besitzen eins ganz wenig. Es ist das innere und äußere Netzwerk, das alles zusammenhält.

Schneiden wir eine Zitrone können wir diese Struktur sehen. Es sind die vielen winzigen Häutchen, die das Fruchtfleisch zusammenhalten. Nehmen wir eine Beere, wird das schon schwierig.

Bevor jetzt meine Vegetarierfreunde auf die Barrikaden gehen, stelle ich nun die interessanteste Frage: "Wie ist das mit dem Fleisch?" Liegt es am Grund der Tüte, was passiert damit?

In der Regel nichts! Und was hält das Fleisch zusammen? Faszien!

Nun nehmen wir die volle Aldi-Tüte und verlassen das Geschäft. Jetzt stellen wir uns eine Sekunde vor, wir wären eine volle Aldi-Tüte........hm???? Angekommen????

Unser ganzer Körper ist durchsetzt von Faszien. Es ist ein organisches Netzwerk, das wie die Haut alle Teile unseres Körpers zusammenhält.....Muskeln, Skelett, Organe, Sehnen, Bänder, etc.

Der menschliche Körper ist darauf ausgelegt, sich 20-30 km vorwärts zu bewegen. Der Durchschnitt eines Büropferdes liegt bei 1,5-2 km am Tag.

Zu wenig Bewegung, zu einseitige Bewegung, unter anderem auch reines Muskeltraining, haben zur Folge, dass die Faszien verfilzen. Muskelschmerzen kommen selten vom Muskel, sie kommen sehr oft von dem Faszienfilz.

Kurzer Schlenker.................

Ich lernte einen älteren Orthopäden kennen, der sehr viel zu erzählen weiß. Unter anderem erzählte er mir, dass er in seiner Praxis sehr viele Patienten mit Muskelverspannungen hätte.....jetzt kommt`s....und er ihnen Plazebos spritzt, nicht wie angenommen in den Muskel, sondern in die Zwischenräume......das nur am Rande.

Die Auswirkungen die ein Faszienfilz hervorrufen kann, möchte ich an einem anderen Beispiel erklären:

Jeder kennt das morgendliche Ritual des Anziehens. Nehmen wir ein Hemd. Es ist zerknittert und wirft Falten. Wir zupfen es zurecht. Fasse ich es am Saum und ziehe ganz leicht an der Stelle, wird sich das ganze Hemd in diese Richtung bewegen. Je elastischer mein Hemd ist, desto mehr Bewegung kann ich erwirken. Je unelastischer, desto starrer, desto weniger Bewegung, desto größer die Gefahr, dass es reißt.

So einfach ist das mit den Faszien.

Das ganze Netzwerk dieses Organs muss in Bewegung sein, damit es den Stütz- und Bewegungsapparat und uns unterstützen kann, gilt übrigens auch für das Pferd.

Jede Form der Einseitigkeit hat fatale Auswirkungen auf unsere Gesundheit, und die unserer Pferde

Und das Leben und Wohnen in einer Littfasssäule kann sich wirklich keiner wünschen.


Freitag, 15. August 2014

Schulmedizin und ihre Grenzen

Anhand eines Beispiel, das ich erlebt habe, möchte ich die Grenzen der Schulmedizin verdeutlichen. Es ist kein Einzelfall, den ich erleben durfte, aber garantiert der teuerste.

Am Wochenende vor meiner Reise nach Stuttgart, fiel uns auf, dass unser Hund schlapp in der Gegend herum hing. Wir schoben es auf die Hitze und ihre Läufigkeit. Ihre Laune war auf dem 0-Punkt.

Am Sonntagabend glühte sie vor sich hin. Ihre Haut war tiefrosa, ihr Zahnfleisch dunkelrot. Sie atmete sehr schnell, hatte keinen Appetit und verweigerte das Treppensteigen.

Ich dachte sofort an Vergiftung und gab ihr ein Akutmittel, woraufhin sie sofort pinkeln musste.

Am anderen Morgen hatte ich das Gefühl, etwas tun zu müssen, musste ich doch am nächsten Morgen nach Stuttgart fliegen. Alle Wege erschienen zu zeitintensiv. Also packte ich den Hund und fuhr mit ihm in die Klinik.

Für mich nachvollziehbar war die Blutentnahme und die Infusion. Nicht nachvollziehbar waren für mich die Röntgenbilder 1-2. Mir wurden die Bilder erklärt und man wollte noch einen Ultraschall machen, da auf dem zweiten Bild die Milz nur verschwommen erkennbar war (die war nicht zersetzt, sondern das Bild verwackelt).

Die Ärztin in der Klinik wollte den Hund stationär unterbringen, was zunächst als sehr sinnvoll erschien. Sie prophezeite mir eine Verschlechterung des Blutbild und somit des Allgemeinzustand meines Hundes.

Ich legte meinen Hund auf eine Decke, streichelte ihr den Kopf und wünschte ihr alles Gute. Sie schaute sehr zufrieden und aufgeräumt.

Als ich die Klinik ohne Hund verließ, hatten wir zwar einige kleine Makel gefunden. Nüchtern betrachtet gab es aber gar keinen Befund.

Je nachdem, welcher Arzt uns gerade anrief, war der Hund stabil oder beinahe tot. Trotz aller Untersuchungen gab es keinen Befund.

Mein Mann und ich beschlossen den Hund da raus zu holen, nach 2,5 Tagen. Natürlich erfuhren wir einen erhöhten Widerstand der Ärzte. Uns wurde dringendst davon abgeraten. Auf die Frage, was sie denn nun tun wollten, erhielten wir allerdings keine Antwort, bzw. immer dieselbe....Blut untersuchen...röntgen....Antibiotika spritzen....

Mein Mann nahm den Hund mit und bekam ein Rezept mit unterschiedlichen Formen von Antibiotika.

Sie war ganz wacklig und völlig verstört, als er sie Nachhause brachte. Telefonisch instruierte ich meinen Mann und sorgte als aller Erstes mal dafür, dass er dem Hund nicht diese Armada von Antibiotika verfütterte. Wir beließen es auf einem Mittel.

Die Klinik hatte uns auf ihre dicken Hinterläufe aufmerksam gemacht. Ein Indiz von Erkrankung. Ist aber leider eine Reaktion auf das Antibiotikum.

Der Klinik war aufgefallen, dass sie im Liegen pinkelte. Ist leider eine Reaktion auf das Antibiotikum.

Die Klinik mokierte ihr Fressverhalten. Jetzt weiß ich, dass die Schleimhäute  geschwollen waren und ihr die Zähne schmerzten. Ist leider auch eine Reaktion auf das Antibiotikum.

Ich tippte nun auf eine Nierenbeckenentzündung. Mein Mann hatte dies bei Abholung erwähnt. Sofort wollten sie ein weiteres mal ein Blutbild machen, röntgen und Cortison spritzen.

.....nun war der arme Hund wieder Zuhause und bekam zu seiner einen Tablette Antibiotika meine Mittelchen.

Seit zwei Tagen ist das Fieber weg. Sie tappert noch durch die Gegend und unsere Spaziergänge reduzieren sich auf eine Gehmeditation von 20 Minuten.

Ab Morgen bekommt sie das zweite Menü homöopathischer Akutmittel für das dritte Entzündungsstadium, und wenn die angeschlagen haben, tun wir noch was, damit der Körper sich besser regenerieren kann und am Schluss gibt es noch das Konstitutionsmittel.....

Ach ja, die Rechnung der Klinik ist beachtlich. Dafür, dass es keinen Befund gegeben hat, sind wir mit 850 Euro dabei. Es wurde jeden Tag dasselbe gemacht....exakt derselbe Bluttest, mit immer denselben Werten, exakt dieselben Röntgenbilder, die besagten, dass alles in Ordnung ist, immer dasselbe Ultraschallergebnis der Gebärmutter, Infusionen und Medikamentengaben in unbeschreiblichen Höhen.

....ich komme zu dem Schluss:
....ein Glück, dass ich die Ausbildung mache. Ich bin kein absoluter Gegner der Schulmedizin, dazu ist sie viel zu wichtig. Aber irgendwann sollten auch Schulmediziner zu dem Schluss kommen, dass es vielleicht doch auch noch etwas anderes zwischen Himmel und Erde gibt, was den Lebewesen helfen kann, als ihre Schulmedizin und dass Symptome viel komplexer miteinander verwoben sind. Nicht immer da, wo es weh tut ist die Erkrankung und nicht immer da wo es auftaucht sitzt der zu behandelnde Herd.

Donnerstag, 7. August 2014

Emotionen

Wie ihr alle wisst, denke ich gerne die Dinge zu ende, die mir begegnen und ich freue mich, dass es Wesen gibt, die die Bereitschaft haben, dies mit einem Funken Humor auch zu tun.

....und es werden immer mehr!!!

In meinem "Halben Jahrhundert" habe ich so viel erlebt, dass es eigentlich für ein "Viertel Jahrtausend" reichen sollte ;-)))

Wie auch viele von euch wissen, strebe ich momentan noch einmal eine ganz andere Karriere an,
...die, wie mein ganzes Leben, die Konsequenz aus allem sein müsste.

Ich mache mir sehr viele Gedanken über Lebensqualität, Krankheiten und Emotionen - weil ich ein ausgeprägtes Helfersyndrom habe und denen helfen möchte, die den Weg zu mir suchen oder finden.

Was bedeutet uns Lebensqualität? Was fällt euch zu Lebensqualität ein, ohne groß darüber nachzudenken. Geht es dabei um Zeit und Raum, geht es darum wieviel wir besitzen, geht es dabei um unsere Gesundheit, geht es dabei um unsere Selbstverwirklichung?

Krankheit ist immer eine Folge von was. Das müssen wir endlich lernen. Krankheit hat seinen Ursprung an zwei Orten:

a.) körperliche Ebene
b.) geistige Ebene

Euch zu erklären, dass der Ursprung einer Krankheit der körperlichen Ebene immer im Bereich des Darms zu suchen ist, ist vielleicht an dieser Stelle für viele etwas fortgeschritten, und bedarf zunächst keiner Erklärung.

Interessant ist der Krankheitherd auf der geistigen Ebene....Angst!!!!

Angst treibt unsere Emotionen. Sie ist das Urwesen unseres Charakters.....

Pflücke ich das Phänomen der Emotionen auseinander stoße ich auf absonderliche Verhaltensmuster, die uns allen nicht unbekannt sind.

Uns begegnet ein Mensch, den wir auf der intensivsten Stufe unserer kindlichen Phantasie  mit: "Den kann ich nicht leiden." bezeichnen. Es baut sich eine Antipathie Sondergleichen auf, werfen Anker, zupfen und rumpfen, verdrehen, beschwören, verleugnen.

Wir haben es verpasst, auf die nächste Stufe des Seins zu gelangen und verharren auf der kindlichen Ebene, die da heißt:"Ich habe Angst."

Was hat das aber mit unserem Gegenüber zu tun, welches uns eigentlich egal sein könnte.

Unser Gegenüber spiegelt unsere eigene Unfähigkeit wieder, und erinnert uns daran. Das ist das, was wir erkennen, aber nicht wahrnehmen. Unser Gehirn - faul wie es ist - schiebt es sofort in das Unterbewußtsein, wo es meist ein Leben lang geparkt bleibt ;-)))

Wir begegnen uns in unserem Gegenüber selbst - uns wird ein Spiegel vorgehalten. Wir sehen die Dinge, um die wir uns nicht gekümmert haben, verpasst haben, oder an uns selbst nicht mögen.

Und alle wissen, dass dumm raus geschwätzt immer leichter ist, als zu handeln und an sich zu arbeiten.

Jetzt kommt kurz der Finger...ich hoffe, er tut nicht so weh...."Für eine Kellerassel, die sich zu Höherem berufen fühlt, macht es keinen Sinn, die Kellertreppe zu beschimpfen..."

Statt sie zu ihren Gunsten zu nutzen, erkennt sie nur den Makel, sie überwinden zu müssen.

Die Arbeit, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen und sie zu überwinden, lohnt sich.

Wir sollten für die Zukunft mehr Bereitschaft haben, unsere Ängste zu überwinden, bevor der Berg uns auffrisst. Alle Erkrankungen auf der geistigen Ebene sind im Vormarsch, weil wir verlernt haben, uns damit auseinander zu setzen.

Im Geist kann ein Schulmediziner (ein aufgeklärter Mensch) nicht herum schnippeln, obwohl schon Stimmen laut werden, dass der Geist Materie ist, die gewogen werden kann (kommt von einem modernen Physiker, dessen Video ich demnächst verlinken will).

Jetzt gibt es das emotionalste Parkett, das mir und meiner Familie begegnet ist. Es ist die Welt der Pferdeleute. Lauter emotionale, zum größten Teil - ungereifte Menschen, die sich einer Entwicklung verweigern, sollte man glauben.

Unsere Pferde kommunizieren mit uns nicht auf der emotionalen Ebene (was auch gut so ist), sie sind authentisch und scheren sich einen Dreck darum, was für ein Gehampel wir, um uns und unsere Befindlichkeiten veranstalten. Ein riesiger Unterschied. Wir fühlen uns in unserer Emotionalität betrogen und fangen an zu beißen oder Revierkämpfe auszutragen unter dem Deckmantel der Pferdeliebe.

Die Chance, mit unserem Pferd das Allesentscheidende zu lernen, nämlich authentisch zu werden verpassen dabei viele.

Nichts desto Trotz freue ich mich, dass es doch einige begriffen haben, ihr Köfferchen gepackt haben und sich auf die Reise gemacht haben. Ich muss diesen Reisenden kein Glück wünschen, sie haben ihr Glück schon gefunden.

Die Dinge zu verstehen, ist nicht nur das höchste Glück für unsere Pferde. Es ist auch das höchste Glück für uns....

Ich wünsche euch nun, dass es bei allen Reisenden so flutschen möge, wie bei mir......:-))))

Jetzt hoffe ich allerdings, dass ich ganz viele zum Schmunzeln gebracht habe. Schmunzeln ist immer das erste Signal der Eigenwahrnehmung...;-))))


Freitag, 18. Juli 2014

Abgespeck!!!

Nun meine Lieben....es hat einfach bumm gemacht.......

...in meinem Kopf!!!!

Nach vielen Jahren der Verantwortung und dem Gefühl der Zuständigkeit habe ich in letzter Konsequenz die Ärmel hoch gekrempelt und HBWR einem hoffentlich letzten Strukturwandel unterzogen.

Viele von euch haben es miterlebt und sind uns gefolgt, einige jedoch nicht.

Aus Erfahrung wurde Wissen. Und aus Wissen wurden Ideen. Wir haben den roten Faden, welcher uns in die Hand gelegt wurde in letzter Konsequenz einfach nur weiter gesponnen und sind bei einer abgespeckten Version von HBWR gelandet, die ich euch heute präsentieren möchte.

Aufgrund unterschiedlicher Ansichten, wie Versorgung und Stallmiete in einem vernünftigen Konsens zu stehen hat, haben wir vor einem Jahr Filderstadt verlassen und sind mit unseren, Vorort übrig gebliebenen Pferden nach Waldenbuch gezogen.

Bedenken hielt ich zu diesem Zeitpunkt als voreilige Erfahrungswerte meines übereifrigen Gehirns. Trotzdem waren sie da.

Es kam genauso, wie mein voreiliges Gehirns es ausgemalt hatte, in meiner Anderswelt der Träume.

Mein bester Ehemann der Welt hatte wie immer Recht gehabt.....mein Hirn aber auch :-)))

Es kam zu einem Konflikt, der tief in die Unternehmensführung von HBWR griff und ich tat genau das, was ich schon Monate zuvor auf dem Schirm gehabt hatte.

Unsere beiden - und ich möchte an dieser Stelle das Wort "Ponies" korrigieren, welches von mir liebevoll gemeint, von anderer Seite abwertend definiert - Top ausgebildeten Westernpferde werden zum 05.08. ihren Standort nach Köngen wechseln.

Evita, Tochter eines Weltmeisters wird zunächst einer Abmagerungskur unterzogen werden. Ihre tolle Ausbildung führte sie als Promi-Pferd auf die Landesbühne Esslingen, wo sie Feuerspuckenden Drachen, Rampenlicht und Publikum stand hielt, Kinder und Jugendliche durch Prüfungen der EWU und Schwoabatrophy trug und ihnen zu vielen Schleifchen verhalf (Platz 1-5). Und mir zu meinen glanzvollen Auftritten auf Messen, Schauen, Weihnachtfeiern und Pferdemärkten verhalf.

Cheyenne, eine einstmals in die Mühlen der Insolvenz geratene Quarterhorsestute mit einer chronischen und falsch behandelten Sinusitis. Auch ihre Eltern sind Sportler. Auch sie hatte viele Erfolge und Schleifen gewonnen in Trail, Horsemanship und Pleasure (nur erste Plätze). Sie verhalf vielen unsicheren Reitern zu ihrem heutigen Know-How.

Diese beiden sehr unkomplizierten Pferde werden sehr einfach zu integrieren sein, sowohl im Stall, als auch im Unterricht. Beide werden sich wie Einst Piggy die Augen reiben, wenn sie plötzlich die anderen wiedersehen. Dann ist die Clique wieder beisammen.

Unsere beiden Privatpferde Kikki und Bijou werden vorläufig noch in Köngen gastieren, wobei Kikki nach wie vor zwei Reitern zur Verfügung gestellt wird.
Die beiden Rentner Bahija (25 Jahre) und der Frührenter Piggy (Asthma, 16 Jahre) werden in Köngen von unseren Reitern und Betreuern mütterlich versorgt (mit Medikamenten und Ausflügen).

Unsere Kinderprogramme, bis auf wenige Ausnahmen von Teilnehmern, werden mit Beginn der Sommerferien komplett eingestellt.

Ein neues, aber in Köngen nicht unbekanntes Gesicht wird ab September zu uns stoßen.

Und ich freue mich einfach über die neue Version von HBWR und ich freue mich auf meine "Ponies" :-))))))))
 


 








Mittwoch, 9. Juli 2014

Steigerung der Lebensqualität durch Heilkunde

...hm, eigentlich wollte ich zu meinem Hengst fahren. Jetzt steht er nicht gerade um die Ecke (79km).

Dann bahnt sich wieder ein schreckliches Gewitter an. Die Gewitter hier sind zum Fürchten. Ich habe so etwas noch nie erlebt, man hat das Gefühl, der Himmel kracht über einem zusammen.

Somit habe ich beschlossen noch einen Blog zu schreiben und nebenbei das Gewitter zu beobachten, ob es vielleicht nicht doch ein Nachsehen mit meinem Bedürfnis hat, zum Hengst zu fahren.....???

Während ich das Thema Heilkunde für den Bereich Symptome für mich schon abschließen  konnte und ich die ersten Ergebnisse zu diesem Experiment hierzu schon vorliegen habe....meine armen Pferde können sich ja nicht wehren ;-(((

...habe ich nun begonnen, mich mit einem viel Fassetten reicherem Thema der Heilkunde zu beschäftigen, der "psychologischen Homöopathie".

Immer noch haben die meisten Menschen aus der Bevölkerung nicht begriffen, dass die Homöopathie oder die Feinstofflichkeit vieler biochemischer Prozesse in und um unserem Körper Lebensqualität steigern kann.

Es ist bei den Wenigsten angekommen, dass man nicht erst krank werden muss, damit ein Handlungbedarf besteht.

Sehr oft - allerdings nicht immer - ist Krankheit nur ein Ausdruck geringem Wohlbefinden.

Schwere Erkrankungen sind sehr oft zurück zu führen auf ein schweres Trauma in der Kindheit, darum auch schwer zu behandeln. Die Psyche braucht Zeit sich zu erholen.

Feinstoffliche Verbindungen können uns helfen, unsere verborgenen Welten zu reinigen und die Selbstheilung unserer Seele voran zu treiben.

Oft machen wir Dinge, die wir selbst nicht verstehen, und oft denken wir, dass uns unser Handeln fremd erscheint.

Ich konnte früher mindestens 20x am Tag zu mir sagen:"....das war jetzt aber Scheiße!" Ändern konnte ich daran aber nichts, bis ich mich mit Salzen und Globulis, Ernährung und die Inhalte der Luft, die wir atmen beschäftigte.

Man muss nicht hinnehmen, dass man zeitweise dummes Zeug macht und auch noch bemerkt, dass es dumm ist. Man ist sich nur selbst im Weg.

Über die Pferde habe ich gelernt, dass man Dinge verändern kann. Teilweise ist hartes Training notwendig, um überhaupt etwas bewegen zu können. Leider steckt eben jeder in seiner Haut fest und kann nicht immer so, auch wenn er bemerkt, dass es besser für ihn wäre.

Wir stecken in einer Situation fest, wollen etwas verändern, sind unzufrieden....und was machen wir???? Wir verändern unser Umfeld....

Eine Weile geht das gut und plötzlich ist es wieder da...wir sind im Kreis gelaufen. Wir werden solange im Kreis laufen, bis wir die Bereitschaft haben, uns zu verändern, nicht die Kulisse.

Nun haben wir Angst, der große Auslöser von Erkrankungen. Wir haben Angst vor Neuem, wir haben Angst zu versagen, wir haben Angst vor der Dunkelheit, wir haben Angst vor dem Nachbarn, wir haben Angst unser sicheres Ecklein, das wir Leben nennen zu verlassen, fangen an zu klammern, fangen an an falscher Stelle zu kompensieren, sehen die Türen nicht mehr, die sperrangelweit offen stehen...wir können die Einladung des Lebens mit ihrer Vielfalt nicht erkennen und bauen uns ein Mäuerchen...meistens ohne Tür.....Stein für Stein....

Dieses Mäuerchen können wir nicht mehr alleine überwinden und benötigen ein Leiterchen.

Das Leiterchen stellt in der Regel unser bisher gelebtes Leben dar. Das was wir zu uns genommen haben und welche Luft wir geatmet haben, spielt dabei doch eine nicht zu unterschätzende Rolle, da feinstofflich, präsent - 24 Stunden am Tag. Die roten Fäden reichen bis tief zu unserer Ahnen.

Sich den Aufgaben zu stellen, ist wohl die einfachste Lösung und auch die direktteste. Heilkunde kann dabei helfen.

Mein Ziel ist es nach wie vor, die Welt etwas besser und schöner zu machen :-))))

...und ich trauere um jeden, der auf seinem Weg verloren geht.

Und da ich nicht an Größenwahnsinn leide, fange ich in der Nachbarschaft damit an.......

So, jetzt grollt der Himmel und ich werde mir das Spektakel von einem sicheren Örtchen  ansehen ;-)

Escobar muss jetzt warten, der Tag ist ja noch lang!!!

...es regnet...in Strömen....und krachen tut es auch :-((((

Montag, 7. Juli 2014

Arbeit mit dem Hengst

Bei der Arbeit mit einem Hengst wird so manch einer feststellen können, dass gewisse Strukturen im Aufbau von Training nicht oder geringfügig fruchten, zumal nicht ganz ungefährlich und bedrohlich.

Was ist das Besondere daran mit einem Hengst zu arbeiten?

Ein Hengst, fühlt er sich falsch behandelt, beginnt zu kämpfen...und zwar mit seinem Gegenüber, auf einer rein emotionalen Ebene. Die Situation eskaliert in Sekunden und wir können nur noch das Weite suchen.

Je nachdem, ob er schon gedeckt hat oder nicht, zeigt er eine intensive Bereitschaft, seinen Harem in den Schutz zu nehmen, hat er zu ihm Sichtkontakt. Das Harem darf man nicht falsch verstehen. Es kann auch der Nachbarhengst sein.

Nun ist der Hengst mit einem ganz besonderen Alarmsystem ausgestattet. Er muss Sorge dafür tragen, dass er sein Harem rechtzeitig vor Gefahren warnt, außer es gibt einen oder mehrere Chefs, die ihm die Arbeit abnehmen.

Ihn kann man nur dann davon überzeugen, wenn man ihm ganz deutlich signalisiert, dass es einen anderen Chef gibt.

Hierzu gibt es ganz klare Regeln:

  • Der Chef ist kein Kratzbaum.
  • Der Chef hat immer ein Auge auf seinen Schützling, der stets versuchen wird, den Chef in Frage zu stellen.
  • Der Chef sollte die Pferdesprache aus dem "FF" beherrschen.
  • Der Chef darf sich nie dem Hengst unterwerfen, weder körperlich (gesenkter Blick, Rückwärtsgang, hinterher latschen lassen, etc.) noch psychisch (Angst, Unaufmerksamkeit). 
  • Hilfsmittel sollten der Kommunikation dienlich sein und nicht als Instrument benutzt werden, um den Hengst in seine Schranken zu verweisen.
Die wenigsten Hengste sind "hengstig"....also Hormon gesteuert.

Sie haben kein Vertrauen in die Führung ihres Gegenübers, kein Vertrauen, dass dieser in der Lage ist, seine Herde zu beschützen, also muss er es selbst tun.

Hat er das Gefühl "Allet Is Juht!!!!", wird so ein Tier ganz ruhig.

Es begreift allmählich, dass keiner was von den anderen will.

Woran macht das aber ein Hengst fest???

Er macht es daran fest, wie er selbst behandelt wird. Fügt man ihm Schmerzen zu, was bei einem Hengst ganz schnell passieren kann, kommt sofort die Rückkopplung, dass auch seinen Artgenossen Schmerzen zugefügt werden.

Ein Leistungshengst ist eine besondere Art von Kampfgockel. Wir nutzen seine Bereitschaft Alles zu geben....im Sport, bedauern aber dann dass dies auch im sozialen Bereich geschieht. Nun kommt der Leistungshengst in eine Zwickmühle. Er will siegen, aber auch beschützen.....

Man kann so einem Tier die Last der Verantwortung abnehmen, indem man sich alla "Pferdesprache" mit ihm unterhält.....durch Körpersprache, leise und ruhig....dabei große Reden zu schwingen, lenkt nur von der Kommunikation ab.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit des Einsatzes der psychologischen Homöopathie.

Hierüber werde ich im nächsten Blog schreiben...ganz spannend.


Mittwoch, 18. Juni 2014

Leberwerte

Jeder der gerne einen über den Durst trinkt und über 40 Jahre alt ist, wird bei einem Generalcheck schon mal mit dem Thema "Leberwerte" konfrontiert.

Man kennt diese in Form:"...sind in Ordnung...", "...zu hoch...", ganz selten "....zu niedrig...."

Voraus gegangen ist eine Blutuntersuchung, bei der die Blutwerte gemessen werden und eine Aussage gemacht werden kann, welches Organ erkrankt ist.

Unsere Leber ist besonders fleißig, sozusagen multitaskinfähig. Sie speichert, produziert, schmeißt raus. Manche besitzen eine extrem faule Leber, die einen Tucken langsamer arbeitet, als die anderen wichtigen Verdauungsorgane. Es kann aber auch passieren, dass sie zu schnell arbeitet.

In diesem Fall entsteht in Folge eine Energieumverteilung, hin zur Leber, weg von den anderen Organen. Wir fühlen uns matt, sind fahl im Gesicht, denn unser Organ "Leber" hat uns im Griff und fordert und fordert, bis sie irgendwann kollabiert und es zu einer Entzündung kommt und wir zum Arzt gehen, weil wir uns unwohl fühlen. Das Unwohlsein fühlen wir aber schon viel früher.....

Jetzt wäre eine Beruhigung der Leber angesagt. Sie muss diszipliniert werden....wir haben Stress.

Nun kennt jeder auch den Spruch "...was ist dir denn über die Leber gelaufen...", "....beleidigte Leberwurst...", etc.

Ausgegangen wird hierbei, dass die Leber zu langsam arbeitet im Verhältnis zu den anderen Organen. Die Frage ist dann nicht nur, arbeitet die Leber zu langsam, sondern auch, arbeiten die anderen Organe nicht zu schnell.

Ist die Leber zu langsam, bildet sich ein Stau in der Leber...wir werden emotional :-)))

Man kann schon bevor das Blutbild sich verändert aufgrund des Gemützustandes und der Körperhaltung auf eine Desfunktion der Leber schließen.

Ich weiß, dass extrem emotionale Pferde an der Leber behandelt werden müssen und Pferde mit extrem eingezogenen Lenden auch, bevor es zu einer Erkrankung der Leber kommt und die Tiere nicht nur abmagern, fressunlustig sind und vor allen Dingen stumpfes Fell bekommen.

Das Thema "Leberwerte" beherrscht momentan die Pferdewelt.

Woher kommt das?

Bei Anzeichen einer Verstimmung gibt es immer mehrere Zusammenhänge. Bei der Leber des Pferdes in unseren Breitengraden liegt es an dem zu fetten und zu vielem Gras, verbunden mit Körnern, die von einem Freizeitpferd fast nicht mehr umgesetzt werden können, mangels Enzyme.

Die Nahrung ist für unsere Pferde zu einer nicht zu unterschätzenden Schwierigkeit geworden.

Durch das Verfüttern von Korn, befinden sich nicht nur in Stallungen die Überreste davon. Wir finden sie überall wieder.

Überall da, wo Korn rum fährt, gibt es Mäuse. Mäuse sind Überträger von Leptospirose. Das Herumliegenlassen von Brot, offenen Futtermitteln, Koppelgang, große Herden, etc. sorgt dafür, dass sich diese Erkrankung ungehindert ausbreiten kann, denn Mäuse gibt es nicht nur im Futterspeicher.

Das Verfüttern von Korn, welches Pferde gar nicht umsetzen können, trägt zu einem Teil der unverdaubaren Masse hinzu. Im Brot befinden sich Enzyme, die nicht nur dem menschlichen Körper schaden, sondern auch dem Pferdekörper.

Somit kommt es ganz schnell zu einer Überbelastung der Leber durch Futter.

Müssen Pferde aufgrund der menschlichen Spezies mehr leisten, als es ihrem Naturell entspricht, bekommen diese Tiere Stress. Dieser Stress entsteht nicht nur durch körperliche Gewalt. Pferde verstehen oft ihren Menschen nicht. Der Versuch verbirgt Stress.

Menschen fordern zu starke Konzentration am Stück - nicht nur vom Pferd. Es wird aus meiner Betrachtungsweise zu wenig Wert darauf gelegt, dass Pferde sich nicht lange konzentrieren können, es werden in der Arbeit zu wenig Pausen gemacht....21...22...23...24...25...26....27....28...29...30....ganz schön lange, was???

...und sie dürfen unter dem Sattel zu selten entspannt laufen....ganz ohne Körperspannung. Körperspannung produziert Adrenalin...ein Stressbaustein, der dafür sorgt, den Körper in Alarmbereitschaft zu versetzen.

Dann gibt es Pferde, die langsam denken. Ich sehe nirgends Pferdeleute, die auf diese Tiere eingehen. Es ist immer derselbe Einheitsbrei von Geschwindigkeit und Ablauf. Es gibt Pferde, die viel Masse bewegen müssen und sind verzweifelt, wenn sie dem Tempo ihres Herrn nicht folgen können.

Alles zusammen, Futter, Umfeld, Charakter, Körpermasse hat eine zusätzliche Einwirkung auf Pferde und auf die Leber, die ja wiederum ihre eigene Vorstellung von Funktion besitzt.

Es macht keinen Sinn diese Tiere ausschließlich mit Medikamenten vollzustopfen. Wir sollten uns ein bisschen mehr Gedanken machen über die Gesunderhaltung des Tiers bei der Diagnose Leberwerte erhöht.

Denn auch wir haben dadurch die Chance, uns zu reflektieren und mal unsere Leber zu befragen, wie sie die Turnstunden empfindet, die sie täglich 24 Stunden leisten muss.



Donnerstag, 12. Juni 2014

Instrumentalisierung der Körpersprache

Gestern besuchte ich die Leiterin einer staatlich anerkannten Heilerschule in Berlin.

Wir führten ein ganz spannendes Gespräch über "Pferde und Pferdeleute".

Sie wurde an dem Gespräch immer interessierter und am Schluss stellte sie mir nur noch Fragen, obwohl man bei ihr im Haus Tierkommunikation und Tierhomöopathie erlernen kann.

Ich sprach mit ihr darüber, dass Fehler nicht korrigiert werden können, indem ich mein Gegenüber einfach in eine andere Schachtel stecke.

Fehlverhalten (...ist alles, was wider der Natur des Einzelnen entspricht, sprich - was auf Dauer eine krankmachende Wirkung hat), oder das was wir als Solches bezeichnen, muss zunächst erst einmal an die Oberfläche dürfen....erst reinigen....reseten, dann neu programmieren, sonst tauchen diese unterdrückten Verhaltensweisen irgendwann als Krankheit wieder auf oder als Unart.

Nun neigt der Mensch dazu, sich als Maß aller Dinge zu nehmen. Ein Tier, das sich wie ein Tier verhält, hat nichts mit unserem Anspruch an unser Gegenüber zu tun.

Mit der kontrollierten Kommunikation zu unseren Gunsten, verdrängen wir unsere eigentlichen Aufgaben, die von Freiheit geprägt sein sollten. Da beide Wesen dazu verdammt sind in großem Stiel zu verdrängen, entwickeln beide Wesen dieselben Zipperlein, bis hin zu Krankheiten.

Der Schlüssel liegt im Menschen.

Die Menschen sind nicht oder geringfügig in der Lage ein Pferd in der Bewegung zu simmulieren, stattdessen drehen sie den Spieß um und verlangen vom Pferd, ihren zweibeinigen Bewegungsablauf nachzueifern.

Pferde haben aber einen viel geschmeidigeren Bewegungsablauf, von dem wir weit entfernt sind.

Möchte ich mit einem Pferd in Kontakt treten, ahme ich zunächst seine Bewegungen nach, laufe mit ihm mit, drehe mich mit ihm, mal Vorne, mal hinten, mal bremse ich es aus und dann gehe ich auf das Tier zu und lobe es....ohne Strick ohne Gerte oder Peitsche oder Stick.

Bevor ich diese Bewegungen beherrsche, benötige ich zwei Dinge: Kondition und einen beweglichen Körper, Beobachtungsgabe und Intuition.

Pech für den, der es mit einer Reithalle mit den Maßen 20x40m zu tun bekommt.

Selbst wenn der Raum kleiner ist und zumindest dem Pferd bewußt ist, dass es sich sowieso nicht entziehen kann (Roundpen 17m), benötigt der Mensch zum Ausdruck seiner Körpersprache Leine und Stock. Er instrumentalisiert seine Körpersprache und muss sich somit nicht wirklich bewegen.

Schade eigentlich, denn das Pferd hätte sicher mehr Spaß, wenn es nicht so unter Zwang gesetzt werden würde und der Mensch hätte die Möglichkeit, etwas für seine Gesundheit zu tun.

Wenden wir die Körpersprache des Pferdes an, wird es uns sofort verstehen, da es die Sprache ist, die es spricht. Machen wir Fehler, kann das Pferd uns ausweichen und genau in diesem Moment begreifen wir auch, dass der Fehler bei uns lag und nicht beim Pferd....wir sind der Fehler, nicht das Pferd.

Wenn ich mir so das Treiben anschaue, verpassen die meisten Pferdeleute die Chance etwas über sich zu erfahren, wenn sie mit Leine und Peitsche arbeiten. Sie sehen oft aus, als könnten sie nicht tanzen, besser gesagt locker tanzen, egal zu welcher Musik.

Leine und Peitsche sagt etwas über den Menschen aus. Seine Art zu kommunizieren sagt etwas über den Menschen aus, denn er benötigt Werkzeuge, angelernte Werkzeuge.

Warum lassen nicht einmal alle ihre Werkzeuge einfach weg und versuchen es ohne?

Es ist ein befreiendes Gefühl, es macht uns frei von unseren eigenen Zwängen, es ist eine Chance für uns Zweibeiner, für unseren Geist und unseren Körper.

Und mal ehrlich, glaubt ihr tatsächlich, dass eurem Gegenüber die Kommunikation Spaß bereitet, wenn ihr ihm dauernd vor und hinter der Nase herumfuchtelt......

....mein Mann würde sagen:"Leg erst mal den ganzen Scheiß weg, wenn du mit mir sprichst!"

Montag, 26. Mai 2014

Die Gesunderhaltung - Stadium I

 ...überarbeitete Version.

Es wird Zeit, dass ich mal wieder ein Blögchen schreibe und habe auch diesmal ein sehr interessantes Thema parat. Vielleicht das Interessanteste, welches mir überhaupt begegnet ist.

Als ich das Abi in der Tasche hatte wurde ich gefragt, welcher Beruf mich interessieren würde. Seit meinem sechzehnten Lebensjahr, weiß ich, dass ich Designer werden wollte.

Ich musste mir so einen Quatsch anhören...."mindestens 400 Bewerber auf 10-15 Studienplätze..", "keine Chance...", "...sie brauchen ein Auslandspraktikum, um überhaupt in die Industrie zu kommen...", "blablabla....".

Danach wurde ich gefragt, ob es denn keine Alternative für mich gäbe.....:-))))

Klar, gab es sie......MEDIZIN!!!!!

....und möglichst in der Forschung....GENETHIK!!!!!

Mein Berater rollte nur mit den Augen.............SCHNITT!!!!!!!!!

HEUTE!!!!!!

Vielleicht wusste ich damals schon, dass ich über Umwege tatsächlich mit dem Thema irgendwann einmal konfrontiert werde. Nun ist es soweit.

Und nun weiß ich auch, warum der Weg über die Mode und dann über die Pferde ging.

Über die Mode lernte ich Dinge durch zu boxen, die erst 2 Jahre später irgendjemand da Draußen interessierte. Ich musste ein Gefühl für die Dinge in zwei Jahren entwickeln und immer wieder neu. Als "Trend-Schnüffler" bekannt, trug ich sehr viel Verantwortung für mich, meine Kleinstfamilie und für das Unternehmen, für das ich arbeitete.

Über die Pferde lernte ich das "Sehen", und die Körpersprachen zu entziffern. Für Pferde brauchte ich in der Regel 10 Minuten und mit der Zeit reichten mir Gespräche. Bei ganz schweren Fällen benötigte ich Fotos. Ich lernte über das Sehen zu analysieren, zu katalogisieren, meine Augen und mein Hirn zu trainieren und meinem Bauch ein Gefühl dafür zu geben, was richtig und was falsch war.

Nun ist es soweit und ich beginne eine ganz andere Welt zu begreifen.

Es ist die Welt der Mikroben.

Ich lese sehr viel darüber und möchte etwas darüber schreiben, auch wenn das ein Querleser erst mal nicht begreifen wird.

Viele Pferdebesitzer, die ihre Pferde im Ausland gekauft haben, erleben nach kurzer Zeit oft eine böse Überraschung. Plötzlich werden sie von Themen heimgesucht, wie.....von plötzlich auftretenden Hauterkrankungen, Huferkrankungen, organischen Erkrankungen....ganz allgemein gesagt...mit Stoffwechselstörungen und ihren Folgen, Folgen wie..... Bewußtseinsveränderung....und noch schön alles im Anfangsstadium. Wir spüren, dass da was schief läuft, tun aber nichts wirklich Bedeutungsvolles.

Was passiert da im Körper eines Pferdes, das erst lieb bei uns ankommt, irgendwann sich schleichend verändert und zu einem Gremlin werden kann?

Bekommen Pferde dieselben Erkrankungen, wie der Mensch...auch die Erkrankungen auf der seelischen Ebene....Kopfschmerzen, Depressionen, Alzheimer....um nur einen Verlauf zu benennen????

Zurück zum Menschen............

Auf den Menschen bin ich nur deswegen aufmerksam geworden, weil ich es sehr oft mit ganz plötzlichen Verhaltensänderungen zu tun bekam, die ich mit normalem Menschenverstand nicht erklären konnte. Also fing ich an meinen Blick vom Pferd auf den Menschen zu richten.

Nun kann ich in die "Ferne gucken", sehe ganz andere "Trends" in den Gesichtern, an der Körperhaltung, im Umgang mit anderen - verkehrt oder richtig.......

Nun mache ich einen großen Sprung in die Welt der Mikroben. Es spielt dabei keine Rolle, wie ich da hin gekommen bin.

Der Anfang liegt im gesunden heimischen Wesen und seiner Fortpflanzung.

Eine gesunde heimische Pflanze ist genau gleich aufgebaut in ihrer Struktur, mit denselben Mikrobenstämmen, wie wir Menschen. Ein gesunder Mensch mit einem ausgewogenen - für unsere Gefilde ausgewogenem Millieu - hat heilende Kräfte, allein aufgrund seiner heimischen Mikroben. Ein Händedruck kann reichen, um ein gesundes Millieu weiter zu geben. Ob sie sich etablieren liegt oft an den drei Grundstämmen von Bakterien, die uns beherrschen.

Wir bestehen aus Milliarden unterschiedlicher Zellen und Funktionen, die wiederum von Tausenden unterschiedlicher Mikroben besetzt sind, die weitgehend noch nicht erforscht sind.

Der wichtigste Stamm wird uns vorgegeben durch den Standort unserer Geburt: Amerika, Europa, Asien.

Ausser unseren Genen, bekommen wir durch unsere Mutter ganz ungefragt ihren Mikrobenstamm Nr.2 als Grundausstattung mit auf die Reise. In der Muttermilch erwartet uns die nächste Liga, durch den Kontakt mit unserer Umwelt, geht das immer so weiter.

Die Mikroben unserer Hunde übertragen sich auf uns und umgekehrt und es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Stämme angleichen können.

Mit unserer Ernährung und dem Einatmen - uns noch fremder Mikroben - werden wir zu dem, was wir sind und entwickeln uns immer weiter, gewollt oder ungewollt.

Bisher lag der Schwerpunkt darin Erkrankungen auf der körperlichen Seite zu erforschen. Vor allen Dingen ab dem Zeitalter der Aufklärung wurde das Gehirn als Zentrum unseres Handelns gesehen und erforscht.

Hierzu eine kleine Anekdote aus meinem Lieblingsbuch: Die "Seescheide" - ja, es gibt sie wirklich - sie wandert durch die Meere, bis sie ein Plätzchen gefunden hat, an dem sie sesshaft werden möchte. Bis zu diesem Zeitpunkt besteht sie aus einem Verdauungorgan und einem Gehirn.
Dann kommt der Moment der Entscheidung, sie wird sesshaft und frisst ihr Hirn einfach auf. Sie braucht ihr Gehirn nicht mehr!!!!

...nun, mein Lieblingssatz:"....erklärt so Manches!"

Nun kommt die westliche Medizin an ihre Grenzen, denn:
  • Die Krankheiten verlagern sich immer mehr in den seelischen Bereich. 
  • Die Globalisierung läßt Mikrobenstämme vermischen. 
Und in der ganzen Ratlosigkeit, schielt man zu den Asiaten mit ihrer Ayurveda und TCM.
 ....hm, haben die das vielleicht doch besser im Griff????

Mein Statement ist ein ganz klares "JA".

Am Anfang unseres Lebens sind die Mikroben und natürlich die Gene. Sie beherrschen unseren Körper.

Durch Essgewohnheiten bildet sich ein weiterer Hauptstamm, alleine in unserem Darm. Ob wir dick oder dünn sind, ob wir Harmoniesüchtig, wild oder passiv sind, hängt mit unseren Mikroben zusammen, die dafür sorgen unsere Zellen zu putzen, zu füttern oder sie auch sterben zu lassen. Die Vielfalt der Mirkrobenstämme, ihre verschiedenartigen Gesichter, machen uns zum Individuum. Unsere Gewohnheiten machen uns zu Sklaven.

Diese Stämme zu verändern oder auch nur geringfügig zu beeinflussen, bedarf keiner Gerätschaften, die unseren Blutdruck messen, sondern der genauen Beobachtung der Gemütszustände, des Gesichts, der Haltung. Und irgendwann begreift man dass unser Lebenscode ganz eng mit der Welt der Mikroben verknüpft ist.

Aber zurück zum Thema....

Jede Pflanze, überhaupt jedes Lebewesen, das in seinem Fingerabdruck gesund ist - und das Entscheidende - zu unserem Fingerabdruck passt oder ihn ergänzt,kann eine heilende Wirkung auf uns haben. Denn sein gesunder Mikrobencocktail wird uns im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände gelegt.

Und da alles auch in der Luft vorkommt, genießen wir den Wald, das Meer, die Berge und fremde Orte und fischen uns aus der Vielfalt, alles was da so rumschwirrt. Denn dort warten ganze Heerscharen von Verbindungsmöglichkeiten auf uns, die wir unter Umständen verloren haben.

Eine Reise an einen anderen Ort mit Wiederholungen verändert unseren Code der Mikroben. Nahrung, kann auf Dauer unseren Code verändern. Je länger wir aber damit warten, desto schwieriger wird das Unterfangen.

Muss man erst mal das Messer ansetzen, muss das auch geschehen.

Jedoch allein auf die Ernährung zu achten, reicht nicht aus. Zu Essen was andere essen ist Unfug, weil uns oft diese Hauptstämme an Mikroben fehlen zur Verarbeitung. Rein psychologisch vorzugehen, ist oft ein Kampf gegen Windmühlen, denn was uns alle beherrscht sind die noch weitestgehende, unerforschten Gebiete der Mikroben in unserem Körper.

Gemütszustände sind Signale. Gegenden in denen wir leben, sind Signale. Essgewohnheiten, sind Signale. Alles was wir tun ist ein Signal - alles was wir nicht tun, auch. Wir behandeln Symptome....

Beispiel: Wir behandeln Kopfschmerzen....schaue ich in die Gesichter der Menschen, erkenne ich ihren Schmerz (trotz Schmerztabletten)....Schmerztabletten ist ein verzweifeltes Mittel, den Kopfschmerz zu beherrschen, Hauptsache er ist weg. Er ist aber nicht weg, denn seine Matrix hat sich in unser Gesicht gemeiselt. Den Wenigsten ist klar, dass nach dem Kopfschmerz die Depression kommt und nach der Depression Gedächtnisschwund...z.B. Alzheimer....

Ein Heiler, eine Pflanze, die Luft, kann die falsche Matrix aufbrechen, je nachdem wie ausgewogen diese fremde Matrix ist und ob sie zur eigenen passt oder ergänzt.

Unser Gehirn kann das Signal auslösen:"...so will ich das nicht!" Und wir bewegen uns. Bewegen wir uns bevor eine Erkrankung ausbricht, kann uns schon geholfen werden. Befinden sich die Erkrankungen im Anfangsstadium kann die Natur auch helfen.

Krank ist hier im Westen nicht nur derjenige, dessen Symptome ihn daran hindern zu arbeiten, krank sind alle diejenigen, die aus dem Gleichgewicht geraten sind. Das sollten wir endlich begreifen.

Leider wird dieses Thema immer schwieriger. Zerstören wir Landschaften, zerstören wir nicht nur die Welt unseres Auges. Wir zerstören die Welt der Mikroben, die uns ergänzen. Fällen wir einen Baum, bricht unsere Mikrobenwelt noch nicht zusammen. Fällen wir ganze Wälder, wird es schon schwierig.

Ich weiss, dass das eine ziemliche Keule ist....ich hoffe, ihr habt nichts anderes von mir erwartet ;-)))

Mittwoch, 30. April 2014

"Thema verfehlt...6"

Zum schönen 1.Mai, noch ein kleines Blögchen :-)))

Ich weiß nicht, ob schon jemanden jemals dieses Thema "6" über den Weg gelaufen ist. In der Regel begegnet es einem in der Schule, wenn einem der Lehrer die "1" für eine "6" verkaufen will - ist man doch hierfür meist tief in die Gefilde des Gehirns vorgedrungen, um sonderbare Zusammenhänge zu erstellen, die die Frage des Lehrers nicht beantwortet, oder aus meiner Erfahrung...der Lehrer gar nicht in der Lage war, über seinen eigenen Horzont blicken zu können.

Hätte er Unsicherheiten gezeigt, oder gar mildernde Umstände, wäre er als Schwächling eingestuft worden und Zeit seines Lebens verdammt.

Als Erwachsener nimmt man die Zahl "6" dann nicht mehr ganz genau, lässt sie sich durch "2" teilen, oder gar durch "3". Man kann sie auch umdrehen und mit viel Geschick auch eine "0" zaubern. Das zum Thema "Welt der Erwachsenen".

Zahlen lassen sich verdrehen, wie Worte...die hohe Kunst der Wirtschaft beinhaltet die gleiche Leidenschaft, wie die hohe Kunst der Kommunikation.

In der Welt der Pferdeleute, aus denen Leute mit Pferden geworden ist, überschlagen sich die Meldungen neuester Erkenntnisse, wissen wir schon lange, dass das Pferd aus lauter Hebeln zusammengesetzt ist, um möglichst schnell, mit geringem Energieverbrauch, irgendwohin zu düsen...möglichst in die andere Richtung.

Hätten diese ganzen Zauberer schon von Beginn ihrer spektakulären Erkenntnisse, diese Tatsache berücksichtigt, wäre die Welt der Pferde schon ein ganzes Stück weiter und für diese Spezies weniger quälend. Denn immer noch werden Pferde stundenlang auf die Hinterhand gesetzt, weil das chic ist....sie müssen in halber Hocke durch den tiefen Sand hüpfen, mit erhabener Kopfhaltung, bis ihnen die Beine versagen, der Rücken versagt oder der Tierarzt das Ende unseres Bewegers verkündet....

Nun....wo war ich stehen geblieben.....ach ja, bei unseren Versagensängsten....:-)

Dieses Jahr kommt die glatte "5" vor die "0" und allmählich erlange ich ein Wissen und eine Reife, die - um es charmant zu sagen - recht beachtlich ist....

Ich habe noch genau das Geplapper all der Jahre im Kopf von den Leuten mit Pferden.

Ein Pferd muss sich auch unter dem Reiter lang machen dürfen. Je länger desto besser für den Rücken. Nun...jedes Mal, wenn ich mit einem Reiter daran gearbeitet habe, kam irgendein geistreiches Wesen und gab so Kommentare ab, wie:" Das Pferd läuft auf der Vorhand!"..."Das Pferd tritt nicht richtig unter!"...."Das Pferd hat keine Anlehnung!"

...stellt euch nun eine ähnliche Situation vor....ihr geht zum Arzt wegen Magenschmerzen. Der Arzt schaut in euren Rachen und sagt:"Jetzt nehmen wir erst mal die Mandeln raus....sie stören mich beim Magengucken..."

Jedes Mal, wenn mir so ein Klapskopf begegnet, würde ich ihm gerne die rote Karte zeigen....allmählich darf ich das...
a.) bin ich weit genug weg
b.) schert mich das unterdessen so mal gar nicht...besser machen im selben Zeitraum
c.) wir sehen uns wieder in zwei Jahren...meine Pferde sind immer noch nicht platt :-), so ein Ärger!

Man kann nicht einfach eine Momentaufnahme heraus picken und darauf herum orgeln, ohne die Zusammenhänge erkennen zu wollen und Fragen zu stellen.

Mir fällt auf, dass ganz viele wenig oder keine Fragen stellen, trotzdem bekommt man Antworten...auf was???

Warum - zum Henker - soll ein Wanderreiter sein Pferd stundenlang auf die Hinterhand setzen, warum soll ein 20jähriges Schulpferd unter dem Anfänger eine Levade gehen können (jetzt sollte man wissen, was das ist...)

Warum muss ein Freizeitreiter stundenlange Dressurlektionen mit seinem Pferd einstudieren, Tag für Tag - Monat für Monat - Jahr für Jahr....mir wird schon beim Hinschauen langweilig...wie es wohl erst dem Pferd geht???

Da haben es unsere "Schulis" richtig gut! Immer wieder die "Neuen", die man an der Nase herumführen kann, immer wieder der "Eine" mit dem man Spaß haben kann, immer wieder jemand, auf den man aufpassen muss und immer wieder die blöde Oppermann, bei der man die Hände an der Hosennaht halten muss....

Das Leben unserer Schulis ist lebendig, das Leben unserer Kunden auch und ich freue mich jedesmal, dieses bunte lebendige Treiben von Vier- und Zweibeiner erleben zu dürfen....

So, jetzt seid Ihr dran....und immer schön die Reihenfolge einhalten....keine Antworten auf Fragen, die nicht gestellt sind ;-))))

Ich wünsche euch allen einen schönen Tanz in den Mai, genießt diese wunderbare Zeit und die Zeit mit euren Pferden.

Denkt vielleicht mal ab und zu darüber nach, ob Ihr gerne mit Eurem eigenen Pferd, als Euren Partner tauschen wolltet.....spannend!!!!





Dienstag, 15. April 2014

"Das Experiment...

...mit der Wahrheit", gehört zu  meinen Lieblingsbüchern. Es ist das in deutsch übersetzte Tagebuch Mahadma Gandhi. Das zweite Lieblingsbuch ist von Hermann Hesse "Siddhartha" und an dritter Stelle kommt "Die Verwandlung" von Kafka.

Jedes dieser Bücher läutete eine neue Stufe in meinem Leben ein - und sie  könnten nicht unterschiedlicher sein.

Heute bin ich dabei ein eigenes zu verfassen.....leider schreibe ich nicht so schnell, wie mein Gehirn arbeitet und sich weiter entwickelt...meine Neugier ist so groß, dass ich mich teilweise selbst überhole, und die Lust am Leben ist so mächtig, dass ich fast platze...

...ich verschlinge Alles, was ich nicht kenne und bin nun zu dem Schluss gekommen, dass mein Leben verbunden ist  mit dem Experiment des Lebens.

Gestern verfolgte ich eine Sendung in der erforscht wurde, ob Steinzeitmenschen (Neandertaler) Sex mit dem Modernen Menschen (Homo Sapiens) hatten und wir alle "nur" Hybride sind, während die Afrikaner - ganz klassisch - in ihren Genen ganz rein, dem Homo Sapiens entsprechen....:-)))

...würde so manches erklären ;-(((

Ich persönlich habe damit kein Problem, da ich mich selbst als ostasiatischen - westeuropäischen Sommernachts-Hybrid bezeichne.

Meine Pferde sind zum Großteil Mixe, mein Garten ist ein Mix aus westlich, östlich, mit unterschiedlichen Charkteren und Erscheinungsbilder. Selbst meine Gerichte sind, wie mein Mann sie immer nennt "Schwindisch".

In Linsen mit Saitenwürstchen kommt Korkuma, in Frikadellen - Kräuter der Provence mit Chilli, in Karottengemüse - Ingwer mit Basilikum....

...und bügle die Hemden meines Mannes in Begleitung tibetanischer Chakrenmusik.

...die Reitweise die ich vermittle, ist ein Sammelsurium vom Besten, sehr erlesen, sehr fein durchdacht und gesiebt.

Um dahin zu kommen, wo ich mit all meiner Überzeugung stehe, muss man probiert haben und zwar ein Leben lang. Ich kann nur dann etwas kritisieren, wenn ich es ausprobiert habe und auch dann ist meine Meinung - ein subjektives Empfinden.

Erst mit der Anwendung und dem sich mehrenden Erfolg, kann ich sicher sein, dass es in seiner Bestätigung richtig zu sein scheint...und es scheint richtig zu sein ;-)))

Unterricht, so würde ich meinen, könnte ich mit geschlossenen Augen halten...wäre vielleicht ein neues Experiment...möchte ich aber gar nicht, weil es sonst einen fanatischen Charakter bekommt. Und alles was fanatisch ist, ist in meinen Augen krank.

Fanatische Weltverbesserer, fanatische Tierschützer, fanatische Religionsangehörige, fanatische Putzteufel, fanatische Unzufriedenheit, fanatische Faltenteppiche, fanatische Essiggurken...und ihr fanatisches Gegenstück.

Mein Experiment mit dem Leben führte mich nun durch den Umzug nach Berlin in noch unerforschte Gebiete meines Seins und meines Gehirns.....

Überall habe ich jetzt meine Nase hineingesteckt und mich mit den verschiedenen Heilverfahren beschäftigt.

Es ist wohl kaum überraschend zu erfahren, dass ich eine Ausbildungsmöglichkeit gefunden habe, die fernöstliche Diagnostik mit westlicher Behandlungsmöglichkeit verbindet...ausgerechnet in Berlin.

Dieses Angebot gibt es nur hier und ich werde mich auf diese Themen stürzen...ich weiß auch schon genau, wie später meine Praxis dazu aussehen wird :-)

Nichts desto trotz werde ich weiterhin meine liebgewonnenen Zwei- und Vierbeiner in und um Stuttgart betreuen und sie mit meinen Pillchen und Wässerchen beglücken, nebst fundiertem Wissen rund um das Reiten - das versteht sich von selbst.

Nun wünsche ich allen geruhsame Feiertage und ein schönes Osterfest. Wir konnten uns Karten für das Orgelkonzert im Berliner Dom ergattern.

Wer die Orgel gesehen hat, fühlt sich an Bernard und Bianca erinnert, als die beiden Mäuse sich in den Pfeifen versteckten....







Dienstag, 1. April 2014

Agenda 2014

Wenn der Name Oppermann fällt und unser Wohnort bekannt wird, verhalten sich ganz viele Menschen ganz merkwürdig. Sie schleichen solange um uns herum, bis es aus ihnen herausplatzt....

...nein, mein Mann arbeitet nicht für die Regierung!!!

Und da wir gerade dabei sind viele, offen kursierende Fragen zu beantworten, beantworte ich euch auch die Frage:

Rechnet sich das denn mit HBWR....

Nein, tut es nicht. Muss es auch nicht!!!

Es ist schon lange her, da wurden wir (eine Frau mit Kind) von den Pferden getragen. Heute müssen sich die Pferde lediglich selbst tragen.

Wie kam es dazu:

2012 hatten wir ganz andere Pläne und wie es das Schicksal will, wurde aus den Plänen nichts.

Es erfolgte ein Schlag nach dem anderen - mein Mann in Berlin und ich in Stuttgart. Die Idee, alles nach Berlin zu cariolen, bestand schon immer. Dass das so schnell erfolgte, war nicht geplant.

Ich fragte mich immer wieder, was aus unserer Kundschaft werden solle, wenn ich alle Pferde nach Brandenburg mitnehmen würde. Und dass das auch ein ziemlicher Jammer wäre....nach der langen Zeit....

...einfach so!!!!

Quasi über Nacht kam dann die zündende Idee, wie alles weiter laufen könnte, auch ohne meine permanente Anwesenheit.

Der Kommentar des allerbesten Mann der Welt war:"Probiers aus!"

Nun sind schon ein paar Monate ins Land gegangen und es funktioniert sehr gut. Meine Mädels wuppen den Laden an der Basis und wenn ich da bin, gebe ich richtig Gas, weil es mir Spaß macht.

Verdienen???

Nein, verdienen tu`ich nichts dabei. Mir macht es einfach Freude, Menschen auf sehr hohem Niveau meine Pferde und mein Know-How zur Verfügung zu stellen.

Ich hatte ganz großes Glück im Leben und einen Teil davon möchte ich einfach zurück geben. Ist das so schwer zu verstehen?

Der eine oder andere wird jetzt denken:"Ja, aber das Unterfangen HBWR ist nicht gerade das "Rote Kreuz!"

Nein, ist es nicht. Pferdehaltung als ganz normaler Einsteller ist eine kostenintensive Veranstaltung. Dafür geht es den Pferden im Verhältnis zu anderen, die ihren Arbeitsdienst leisten müssen, sehr gut.

Nein, dieses Projekt ist zur Nachahmung nicht empfohlen.

Diese Luxusvariante kann sich keiner leisten, der davon leben muss.....

Ist das nicht einfach schön, für all diejenigen, die ein Plätzchen bei uns gefunden haben?

Ja, auch ich lasse mir mein Know-How bezahlen, damit es den Pferden nicht nur gut geht, sondern sehr gut.

Vielleicht wird eines Tages alles ganz anders....

Ja.....vielleicht......aber bis dahin rollen wir noch ein bißchen die HBWR Kugel....:-))))